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September 1622.
die ganze Eidgenossenschaft, bekannt sein sollteil, oder wenn ihnen Zusagen gemacht worden seien, somochten sie solches in allen Treuen offenbaren und sich aufrichtig erklären, wessen man sich zu einanderzu versehen habe, wenn das eine oder andere Ort, von welcher Religion es wäre, durch fremde Fürs"»angetastet werden sollte, wie und mit wie viel Volk man einander beistehen wolle. Die evangelischen Orteseien entschlossen, ohne Unterschied der Religion auf die erste Mahnung alles zu leisten, was die Bände vc»langen. Weil der Feind in den Bünden sich den eidgenössischen Grenzen genähert, so habe Zürich 200 Schäl"»nach Sargans geschickt und die zwei früher bestellten Regimenter „auf die Füße richten müssen". Dieselbe'»seien zu Beruhigung des gemeinen Mannes im Land vertheilt und nicht an die Grenzen verlegt morde»,um niemanden zu Argwohn Anlaß zu geben. 2) Glarus gebraucht den größern Theil seines Volkes ZM»Schutze des eigenen Landes und von Werdcnberg; es bittet für sich selbst um getreues Aufsehen und »'»Hülfe im Fall eines Angriffes. 3) Nochmals befürwortet Glarns die Erneuerung und Beschwörung der alte»Bünde; auch wünscht es, daß wegen der großen Theuerung Maßregeln getroffen werden. 4) Schultheiß Schiitvon Luccrn antwortet, die katholischen Orte Hütten, um einen Beweis ihres aufrichtigen Gemüths zu gebe»,diese Tagleistung besucht; es sei aber nicht hoch Vonnöthen gewesen, eine solche auszuschreiben, da die Ge-sandten aller Orte zu Lindau in einer Tractation begriffen seien, welche die Ruhe und den Wohlstandgemeiner Eidgenossenschaft hoffentlich herbeiführen werde. Anschläge gegen die Eidgenossenschaft oder einzelnOrte seien ihren Herren und Obern durchaus unbekannt. Wenn etwas der Art ihnen zu Ohren gekomn"»wäre, so hätte man den übrigen Orten in allen Treuen davon Kenntniß gegeben, da solches den gemeine»Wohlstand beeinträchtigen würde. Was die begehrte Declaration betreffe, so sei dieselbe auf verschiedene»Tagleistungen schon gegeben worden. Aus dein Schreiben des Herrn Hieronymus Casati habe man entlieh"""können, daß Oesterreich die Erbeinigung zu halten gedenke, so daß die Sache nicht so bös stehe. Da sie si"die verlangte Declaration keinen Befehl haben, nehmen sie die gestellten Anträge in den Abschied. NachVollendung der Conferenz in Lindau werden die katholischen Orte sich gebührender Maßen zu erklären wisst»und sich zu jeder Zeit, wie es treuen Eidgenossen und redlichen Leuten gebühre, zeigen. Der leidige Zustand i»den Blinden wäre erspart worden, wenn man ihre guten Nachschlüge gebührend beobachtet und das Beisp"^der Altvordern nachgeahmt hätte. Was die beantragte Erneuerung der Bünde betreffe, so wisse man kein besseresMittel, als zur gütlichen oder rechtlichen Beilegung der noch immer unerörterten inner» Streitigkeit«-'»zusammenzutreten. Endlich werde Zürich ersucht, mit seinen Wachen und mit dem bereit gehaltenen Volk,besonders an den Grenzen, innezuhalten; es sei nothwendig, behutsam zu sein und niemand zum Krieg»"reizeil, sondern gemeinsam gefaßten Nachschlügen Raum zu geben. 5) Freiburg bittet, daß man ihm Z"endlichem Austrag des Streites mit Bern wegen der Vogteien verhelfe. 6) Zürich nimmt die Erklär»"äder katholischen Orte wegen der Anschläge der Fürsten zu Dank an; nichts destoweniger bittet es um gctrem'sAufsehen und daß man sich nicht zu viel durch gute Worte einschläfern lasse; die verlangte Erklärung »Gchl«-'beförderlich ertheilt werden, nicht erst nach der Rückkehr der Gesandten von Lindau, da die Gefahr »ist"gering sei. Falls man sich über die Anzahl des Zuzugs nicht gern erklären wolle, so möge man wenigstensdem Branch der Altvordern sich dahin aussprechen, daß man einander mit offenen Stadt- und Landesfähnlel»oder dem Panner zuziehen wolle. Schließlich versichert Zürich, daß seinem Volk zugesprochen worden si»,niemanden zu beleidigen oder zu beunruhigen. 7) Bern hat sich des Anzugs von Freiburg nicht versehe"und ist deßhalb ohne Instruction. Es berichtet, daß beide Städte sich zu Murtcn zusammengcthan lm^",um einen Vergleich zu Stande zu bringen; obschvn dieß nicht möglich gewesen sei, habe'man sich doch Hoff»""S