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5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
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September 1622.

Bönigcr, Landau,,:,ann; Fridolin Bussy, Alt-Landammann. Basel. Hans Jakob Burckhardt, Ha>-sRudolf Fäsch, beide des Raths. Freiburg. Johann Reiff, Alt-Vnrgermcister und des Raths. Solo-thurn. Victor Hafner, Stadtschreibcr. Schaffhausen. Hans Konrad Pcher, Statthalter; MatthäusPchcr, Seckelmcister. Appenzell. Martin Suter, Landaminann, von Jnnerrhvdcn; Konrad Zellwcgcr,Landaininann, von Außerrhvdcn.

Die Gesandten lassen sich bei den österreichischen Cvmmissarie» anmelden; diese bezeichnen als Malstattdas Nathhaus und zur ersten Zusammenkunft die neunte Vvrmittagsstunde des nächstfolgenden Dienstags-1) Der Hofcanzler begrüßt im Namen der österreichischen Commissarien die Gesandten, eröffnet durch eine»Vortrag die Verhandlungen und übergiebt zwei verschlossene Schreiben, das eine von Erzherzog Leopold,in welchen: er den Gesandte«: die Wahl seiner Commissarien anzeigt, das andere von Kaiser Ferdinand,welcher seinen Tadel darüber ausspricht, daß die Prätigaucr von der Eidgenossenschaft aus zuwider der Erb-eiuigung unterstützt worden sind, und zugleich die Erwartung, daß die Gesandte,: das Ihrige zu Beilegungdes Aufstandcs beitragen werde::. — Die Gesandten erwidern dei: Commissarien. ihren Gruß und lassen sichdann also vernehmen: Der Erzherzog habe in einen: Schreibe,: (dat. Speyer den 18. August) in einen Waffen-stillstand eingewilligt; dennoch würden, besonders auf seiner Seite, die Feindseligkeiten fortgesetzt; es möchtealso vorerst „der Waffenstillstand ohne Verzug beobachtet" und die Ansprachen, welche der Erzherzog »»die Prätigaucr habe, möchten schriftlich übergeben werden, damit man über die CoinpvsitionsmitteNractiere»könne.— Die Commissarien antworten, wenn der in den: erwähnten Schreiben des Erzherzogs vvrbehaltc»eRevers von Seite der Bündner ausgehändigt werde, daß sie den Waffenstillstand für ihren Theil auch Z»halten begehren, so sei man bereit, denselben ebenfalls zu halten. Die Ansprüche an die Prätigaucr »»dderen Beweise wolle man selbst in Originali übergeben. — Alan nimmt dieses Anerbieten an, glaubt aber,daß der Revers von den büudnerischen Abgesandten berckts übergeben worden sei. — Die Cvmmisscmc»erwidern, eine Privatperson habe in: Rainen der Abgesandten der Bünde eine Urkunde sammt einem ver-schlossenen Schreiben an den Erzherzog übergeben wollen; man habe aber beide Stücke nicht annehme»können, da die Gesandten der eidgenössischen Orte sich ins Nüttel geschlagen hätten; man werde aber cim'»genügenden Revers von ihnen annehmen. Ueberdieß sei der vorgewiesene Revers mangelhaft, indem es da"»u. A. heiße: Statthalter des Zchngerichtenbundes; diesen aber erkenne der Erzherzog nicht an. Soda»»werde der Erzherzog darin ihre Gegenpartei genannt, da er doch ihr Herr, sie seine Untcrthancn feie»! "enthalte ferner solche Conditio,:en, daß man nicht wissen könne, ob die Bündner den Waffenstillstand h»^'werden. — Nach laugen, Discutieren bringt man es endlich dahin, daß die Commissarien den bündnerisch^Revers mit dein Vorbehalt annehmen, daß die darin enthaltenen Jnformalitäten den Rechten des ErzherZ»^nicht uachtheilig sein sollen. In Folge dessen bewilligen die Cominissarien den Waffenstillstand. AnM'davon wird dem Oberst von Sulz und Baldirvn, sowie den Prätigaucr,: gemacht. 2) Unterdessen geh«-'»lich betrübte Berichte von österreichischen Einfällen in die Bünde ein, daß das Unter- und Obercngadin s»»""den: Prätigau, Davos, die Steig und Mayenfeld eingenommen worden seien, daß man auch gegen Ehn»wenn dieses nicht bereits eingenommen sei. Man tritt deßhalb Freitag den 9. September (30. August »'zusammen und beschließt, den österreichischen Commissarien das Bedauern darüber auszusprechen und »"'einen dauernden Anstand anzuhalten. Deßgleichen läßt man den spanischen Ambassador um einen Ansta»^ ^das Veltlin ersuchen und erhält auch von ihm, daß derselbe auf den 13. (3. a. K.) September angehe» st'^'3) Samstag den 10. September (31. August a. K.) fragen die Gesandten bei den österreichischen Cominisscw^