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Dcceinbcr 1621.
Freiburg. Jakob Bumann, des Raths. Svlothurn. Johann von Noll, Ritter, Stadtvenner. Schaff'Hausen. Hans Konrad Goßwhler, des Raths. Appenzell. Martin Suter, Landainmann, von Jiwor-rhodcn.
Die Gesaildteil kommen den 8. December Abends zn Altorf an und werdeil von dem Grafen HieronymusCasati, Vice-Ambassador, im Namen des Herzogs von Mailand freundlich empfangen und zum Nachtmahleingeladen. Den 15. werden sie durch Herrn Kaspar dclla Torre mit achtzehn „Glitschen" und viel Edel-leutcn in die Stadt Mailand begleitet. Den 16. treten sie zusammen und eröffnen einander ihre Instructionen-Man vereinbart sich, bei dem Gubernator 1) um Stillstand der Wehren, 2) um Abführung des Volkes,3) um Restitution der verlorenen Lande auf leidliche Conditioncn hin und 4) um Oeffnnng des Passes f>^die Bündner anzuhalteil. Der Gubernator verspricht für den folgenden Tag Audienz und Antwort. —Gesuch der bündnerischen Gesandten um Audienz wird vorläufig abgelehnt, bis man mit dem Gubernatorgesprochen hat. — Den 17. werdeil die Gesandten durch Herrn della Torre mit Etlichen voin Adel lind viele»„Gutschen ehrlich" nach Hof abgeholt und von dein Gubernator freundlich empfangen. Sie eröffnen vMdemselben ihre Befehle. Die Gesandten der katholischen Orte lassen ihm durch einen Ausschuß noch insbe-sondere die Interessen der katholischen Religion anempfehlen. Der Gubernator antwortet freundlich u»dersucht die Gesandten, ihre Proposition schriftlich einzugeben, damit er sich mit den Ministern darüber bra-chen könne. — Nachmittags erhalten die Gesandten durch den vcnetianischen Ambassador unversehens ciM»Besuch und werdeil von ihm begrüßt, wobei derselbe für sich lind seine Herrschaft alle freundlichen Die»!^anerbietet. Man verdankt diese Aeußerungen gebührend. — Desgleichen läßt der Nuntius Scappi die katho-lischen Gesandten durch seinen Secretär begrüßen und ihnen seine Dienste anbieten, wofür gleichfalls derfreundliche Dank ausgesprochen wird. — Sechs Ausgeschvssene der Gesandtschaft aus den Blinden bitten »»'getreue Mitwirkung bei den Unterhandlungen, und daß man, was ihrerseits gegen die Eidgenossensch^Undankbares begangen worden sei, vergessen möchte. — Man wünscht eine Abschrift ihres Vortrages, deh°gleichen ihre Vollmacht zu sehen und verspricht, bei dem Gubernator das Mögliche zn thnn. — SamMden 18. erscheinen die Anwälte von Bischof und Domcapitel zu Chur vor den katholischen Gesandten u»dnach Erzählung der schmählichen Behandlung, welche der Bischof zu leiden gehabt habe, bitten sie, dopman seilen wieder zu ihren Freiheiten und Gerechtigkeiten verhelfe. — Sie erhalten zur Antwort, man werdefür dcil Bischof und den katholischen Glauben überhaupt gern alles Mögliche thun. — Der schriftliche Bor-trag, der in aller Gesandten Namen übergeben werden soll, wird gebilligt und Tags darauf dem Gubernatorübergeben. — Der venctianische Ambassador erscheint vor den Gesandten von Zürich und Bern. Die beide»Gesandten werden sein Anbringen ihren Obrigkeiten zu berichteil wissen. — Sonntag den 19. ordne» diekatholischen Gesandteil den Schultheiß Sonnenberg und Landainmann Zum Brunnen an den Gubcrncll^ab, um ihm den Befehl ihrer Obrigkeiten zu eröffnen. Es geschieht dieß Tags darauf. — Der Gubernatorantwortet freundlich; den katholischen Glanbeil sehe er für das Vornehmste an. Er halte die Sache f»^schwer und gefährlich, fühle sich aber durch die Zurede der Gesandteil crmuthigt, mit dem Beistand dcrkatholischeil Orte Hand ans Werk zu legen. Mail möchte sich nach guten Mitteln umsehen, wie er den» dir»seinerseits auch thun wolle. — Montag den 20. erscheint vor gemeinsamer Versammlung der florentinss^'Gesandte und bietet seine freundschaftlichen Dienste an. Man dankt dafür gebührend. Vor den katholisch^Gesandten erscheint der Secretär des päpstlichen Legaten in der Eidgenossenschaft mit einem Credenzschoor^ddahin lautend, daß man ihn bei diesem Geschäft mit vollem Vertrauen gebrauchen möge. Das Anerbieten w»'