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November 1621.
Lt>7.
Gemeineidgenössische Tagsatzung der XI II Orte.
Baden. 1«2t, 7. November.
etaa«Sar<I,!v Zürich, ttrst. XII. 141. kol. ll°.
Gesandte: Zürich. Hans Nndolf Rahn, Bürgermeister; Hans Georg Grcbei, des Raths. Bern-Niklaus Kilchberger, Venner; David Fellenberg, beide des Raths. Lncern. Jakob Sonnenberg, Ritter,Schultheiß und Pannerherr; Rudolf Pfyffer, Ritter, des Raths. Uri. Johann Heinrich Zum Brunnen,Landammann; Emanuel Beßler, Alt-Landammann. Schwyz. Gilg Frischherz, Landammann; HeinrichNcding, Alt-Landammann und Pannerherr. Unterwalde n. Sebastian Wirtz, Landammann, vonObwalde»;Johann Lussi, Ritter, Landammann und Pannerherr, von Nidwalden. Zug. Kaspar Brandenberg, Statt-halter; Thomas Jten, Seckelmeister. Glarus. Hans Heinrich Schießer, Landammann; Heinrich Hässt,Statthalter. Basel. Jakob Vurckhardt, Hans Lukas Jselin, beide des Raths. Frciburg. Hans Reist,Franz von Affry, beide Burgermeister. Solothurn. Victor Hafner, Stadtschreiber. Schaffhausen-Hans Heinrich Schwartz, Bürgermeister; Hans Konrad Peyer, Statthalter und Pannerherr. Appenzell-Martin Suter, Landammann, von Jnnerrhoden; Konrad Zellwcger, Landammann, von Außerrhoden.
Zürich hat nachdrückliche Mahnungsschreiben aus den III Bünden an die acht Orte, welche »ntihnen verbündet sind, erhalten und deßhalb diese allgemeine Zusammenkunft angesetzt, damit man sich eid-genössisch unterreden und nach Mitteln umsehen könne, durch welche dem Unwesen und betrübten Zustundin den Bünden abzuhelfen sei. ». Eidgenössische Begrüßung. — Hans Joachim Püntiuer von Uri überbringtim Auftrag des spanischen Vice-Ambassadors in der Eidgenossenschaft, Hieronymus Casati, den bunde^genössischen Gruß des Königs von Spanien, sowie des Herzogs von Feria, dermaligen Gnbcrnators zu iM-land, und die Versicherung des gnädigen Wohlwollens. Dann beklagt er sich darüber, daß die III Bün^',während die drei Mächte mit den Bünden unterhandelten, mit Macht aufgebrochen seien und das Kriegsvvlk derkatholischen Majestät, welches zum Schutz der armen und vielbedrängten Katholischen im Veltlin liege, ^Worms angegriffen und damit alle gute Tractation zerstört haben. — Der anerbotene gute Wille und Grnstdes Königs von Spanien, sowie des Herzogs von Feria und des Vice-Ambassadors wird verdankt. — Hieraufwird ein Schreiben des Veitags zu Chur an die XIII Orte verlesen. Die III Bünde bitten darin um bunde^gcnössische Hülfe, und daß man da, wo sie feindlich angefochten seien, intcrcedicren möchte. — Zürich besorgt,daß das allgemeine Vaterland leicht Schaden leiden könnte, falls die großen Potentaten ihre Macht ver-einigten; es wünscht, daß man sich der Bünde ernstlich annehme und stellt folgende Anträge: Weil Gefufstvorhanden ist, daß Oesterreich und Spanien sich der Pässe in den Bünden beinächtigen und die Bün^nöthigen könnten, Forderungen einzugehen, welche gemeiner Eidgenossenschaft zum Nachtheil gereichen, ^soll im Namen aller XIII Orte eine Gesandtschaft an Herrn von Montholon abgeschickt und derselbe erstufstwerden, mit den beiden andern Deputierten einen Waffenstillstand zu vermitteln und dahin zu wirken, d^der Tractat von Madrid ins Werk gesetzt werde. Dergleichen soll eine Gesandtschaft an den ErzherMLeopold nach Innsbruck abgeschickt werden mit dein Auftrag, einen Waffenstillstand und die Wiedergestattnugdes freien Kaufes zu befürworten, bis die Streitigkeiten gütlich oder rechtlich beigelegt seien. Dritt^soll zu den armen, elenden Vündnern eine Botschaft geschickt werden, welche dieselben zur Einigkeit ermah^