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5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
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Juli 1621.

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». Der (bischöfl.) Vicarius Vvn Chur schildert die Vedrängniß des Bisthums uud begehrt im Namen desBischofs und des Domeapitels, daß mau mit derVersprechung" nach Inhalt des in Spanien gemachten Ver-gleiches, worin weder des Bischofs noch der katholischen Religion gedacht werde, nicht eile, bis Bischof und Dvm-^pitel zu ihren rechtmäßigen Forderungen gelangt seien, wie dann dieselben bereits auch dem päpstlichenHvfe und dem Kaiser mitgetheilt wordeil seien. Abgesandt-' ans dem Veltlin schildern umständlich die von denBündncrn in geistlichen lind weltlichen Dingen Wider sie verübte Tyrannei, da sie doch an die Bnndncr alsNlitbundesgenossen gekommen und blas in Schirm angenommen worden seien, und bitten deßhalb, daß manmit demVersprechen" für die Bünde, betreffend Haltung des spanischen Vergleiches nicht eile, bis andereund bessere Mittel ans die Bahn gebracht würden. Diejenigen, für welche man versprechen solle, seien Leute,l>ci denen Treue und Glauben, Briefe und Siegel nach der Lehre ihres Calvins nur so viel gelten, alschne» beliebe. Die katholischen Orte kämen dadurch in Gefahr, sich selbst einen verderblichen Krieg zuzu-gehen. Gesandte der III Bünde ersuchen die Orte, das Versprechen, betreffend den spanischen Vergleich,welchen sie angenommen, zu thun, damit ihrem Land wieder zur Ruhe verhelfen werde, mit Anerbietnnguücr möglichen Dankbarkeit. Die Gesandten bedanern, daß die Bemühungen ihrer Obern in den Blinden mit^udank aufgenommen worden seien, und können ihre Verwunderung nicht unterdrücken, daß die Sache desultlins, die doch in die Hände dreier gnt katholischer Fürsten gefallen sei, einen zum höchsten Nachtheil derAcholischen Religion ausschlagenden Ausgang gefunden habe. Sie sind nach reiflicher Berathung einhelligca Ansicht, daß die Obrigkeiten die angedeutete Versprechung nicht geben, sondern das Geschäft nochmalscn drei Potentaten anheimstellen sollen. fJn diesem Sinne erläßt Lucern auch im Namen der Orte einschreiben an Zürich cl. ä. 27. Juli/j Man will auch die Klagen des Bischofs, der Veltliner und deracholischen in den Bünden den anwesenden Ambassadvren anheimstellen, aber keine Mittel andeuten, indemMan sen,st ,,^t den protestierenden Orten fortwährend zu disputieren hätte. Der päpstliche Nuntius ver-chcrt die Orte der väterliche» und gnädigen Affectiv» Seiner Heiligkeit, sowie des Cardinals Ludovisi und^aicchnt in längerem Vortrag, die begehrte Versprechung zu thun oder wenigstens die abschlägige Antwort^»stellen, bis eine Besserung in der Sache eingetreten sei. Eine völlig abschlägige Antwort könnte leicht einench^verx,, ^g^k,im den beiden Königen und in Italien verursachen. Zu dem Ambassador von Montholon,^ bch nicht wohl befindet, schickt man auf dessen Wunsch Abgeordnete. Er erklärt denselben, es sei seine bestimmte. ^»ung, und Obern solle» keine Versprechung thun, es sei denn, daß die katholische Religion

^ Bünde» und im Veltlin gesichert sei, und eröffnet auch vertraulich und so, daß es geheim bleiben soll,^as er auf Anhalten des Bischofs von Chnr zu Gunsten der Veltliner und der Vertriebenen zu thun gedenke,"amlsth daß der Bischof wiederum in die Verwaltung seines Bisthums uud den Genuß seines Einkommens^'gesetzt, die eingenommenen Kirchen und deren Güter zurückgegeben, die katholische Religion überall aus-und die Visitationen vom Bischof vorgenommen, im Veltlin keine andere Religion als die katholische^-'genbt werden könne, und daß die Vertriebenen in ihr Vaterland, in ihr Vermögen und in ihre Rechteeingesetzt werde». Ferner brauchten die Orte, wenn die Bündner nicht Wort halten, nicht von sichgcgeu sie zu ziehe», sondern das werde der König thun uud daun die Truppen der Orte in seinen DienstSold nehmen. In Folge dessen beschließt man, die wegen dieses Geschäftes nach Baden angesetzte^üsatzung uicht zu besuchen, was Zürich mitgetheilt wird. II». (S. ». Thnrgau.) «. Die katholischen/ü»er beklagen sich, daß der rechtliche Ausspruch in ihrem Span durch Zürich verzögert werde. Es^ Zürich geschrieben, daß seine Sätze sich beförderlich mit denen vvn Luceru zusammenthnn möchten.

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