November und Deccmbcr 1620.
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Artikel, über welche bereits abgemehrt worden sei, Bescheid erhalten werde, welches guten Werkes alsdanndcr Ambassador die Orte auch werde theilhaftig macheu. Blau läßt dafür dauke» und verlangt von denneu gestellten Artikeln eine'Abschrift, kann aber keine erhalten.
I». Zweite Session den 2. Dccember. Die Gesandten halten vor den Abgeordneten der III BündeZu Jlanz ihren Vortrag des Inhalts, daß ihr Bemühen dahin gehe, den vorigen friedlichen Stand wieder her-zustellen, die Strafgerichte zu beseitigen und das verlorene Veltlin wieder zu bekommen. Sie wünschen, daßBürgermeister Meher von Chnr, der am Tage des Einrittes des Ambassadors Gueffier von Etlichen aus demubcrn Bund aus seinen: Hause gewaltthntig entführt und »ach Jlanz gebracht worden war, gegen Bürg-schaft frei gelassen »verde, und fügen den Wunsch bei, es möchten die weiter» Verhandlungen zu Churstattfinden.
«. Dritte Session den 6. Deccmber, Nachmittags. Lieutenant Georg erzählt im Namen des ober»Bundes, wie das Unwesen in Blinden entstanden sei, und eröffnet dabei, daß die Unruhen von zwei^schlechter» ausgegangen seien, und daß er, obgleich er der evangelischen Religion angehöre, doch den Prädi-canten einen nicht geringen Theil der Schuld beimesse. Um künftig ruhig zu bleiben, hätten die BündnerArtikel gestellt und dieselben beschworen, mit dem Beifügen, daß sie durch die Ambassadoreu und die^sandten der Eidgenossenschaft und von Wallis verbessert werden könnten; man hoffe, daß die beiden andernBünde diese Artikel auch annehmen. Sollte dieß nicht geschehen und daraus Schlimmes erfolgen, so wolle»>ai» daran keine Schuld tragen. Um das verlorene Veltlin wieder zu bekommen, seien ihnen zwei Mittel^'geschlagen worden. Herr Gueffier habe versprochen, wem: mau die remoderierten Artikel annehme, dasBeltlin innerhalb sechs Wochen zu restituieren. Der Gubernator zu Mailand habe erklärt, daß der König^Ases Land nie für sich habe behalten »vollen, sondern daß, »vas er gethau, blos zum Schutze der katholi-Ühm Religion geschehen sei; er habe sich anerboten, dieses Land unter gebührlichen Bedingungen zu resti-tuieren; die Gesandten möchten rathen, welches von den beiden» Mitteln man annehmen solle.
Vierte Session den 4. Dccember. Die Abgeordneten des Gotteshaus- und des ZchugerichtenbundcsOffnen», hätten vor ungefähr vierzehn Tagen mit den» ober» Bunde zu Jlanz Artikel entwvrfen undi'Abige w ^1» Gemeinden zur Abstimmung ausgeschrieben. Nun habe man mit Bedauern vernommen, daßder obere Bund sich den neuen moderierten Artikel»» entzogen habe und zu wissen begehre, ob die beidenander» Bünde die ersten Artikel, welche in die Gemeinden nicht ausgeschrieben »Vörden seien, annehmen »volle»».Was die moderierten Artikel, die mit dem Rath des Herr»» Gueffier aufgestellt worden seien, betreffe, soZollen sie kraft ihrer Instruction und des Buudesbriefes über dieselben mehren und auch jene»» und den^sandten der Eidgenossenschaft und von Wallis überlassen, dieselben zu mehren oder zu minder», v. (S. u.^argaus.) t". Mau ermahnt hierauf die III Bünde, sich der Artikel halber zu vergleichen und diejenigen,über welche sie sich nicht vereinbaren könne»», dem Ambassador Guefsier und den Gesandte»» anzuvertrauen,uidein man ihnen vorstellt, »vie viel Unheil aus der Nichtannahme entspringen würde. Zugleich eröffnet'"an ihnen, daß man beabsichtige, nach Chur zu gehen, wo durch die Ausschüsse der III Blinde ihre Späneerörtert »verde» könnten. — Da wegen Bürgermeister Meyer noch keine Antwort erfolgt ist, wird aufAnsuche» von dessen Freundschaft nochmals seine Freigebung begehrt, und da den Verwandten gesagt worden1A, daß Achyer in» Namen der III Bünde verhaftet »vordei» sei, so möge man abmehren, ob man ihn gegenBürgschaft entlassen »volle.