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August 1620.
wollen das Schreiben verdanken und zugleich versichern, daß der Zuzug blos den Zweck habe, die abgefal-lenen Unterthanen zum Gehorsam zu bringen und die Nuhe in den Bünden herzustellen. — Nachdem diekatholischen Orte nochmals das Begehreil gestellt habeil, man möchte vorher noch eine gemeinsame Abordnungvon allen verbündeten Orteil abschickeil, erklären Zürich und Bern wiederum, daß sie fest entschlossen seien,den Bünden Hülfe zu leisten. Die nach Mellingen und an andere Orte gelegten Besatzungen möge manals eine Neuerung beseitigen. Zu Erhaltung des Friedens will Bern nicht über Mellingen und Badenziehen, sondern über Windisch lind die Täfferen, in der Erwartung, daß man an andern Orten den Pahnicht sperre. Einer Abordnung in die Bünde zu gleichen Sätzen von beiden Neligionsparteien werde Bernnicht entgegen sein. Die katholischen Orte möchten ihrem Versprechen gemäß das fremde Volk ab und hintersich halten. Für den Fall, daß diese Erklärung erfolglos sein sollte, will Bern seine Ehre „bestens verant-wortet habeil". — Die fünf katholischen Orte eröffnen, ein Heer und eine Gesandtschaft können neben ein-ander nichts ausrichten. Wenn die katholischeil Orte von dem andern Theil um Hülfe ersucht würden,könnten sie veranlaßt werden, solche nicht mehr abzuschlagen. Was chie Besatzung von Mellingen betreffe,so sei dieselbe wegen vielerlei vernommenen Drohungen dorthin gelegt wordeil, und daran hätten sie nur'gcthan, zu was sie laut des Einnahmebriefs befugt gewesen seien. Den Vorschlag, eine Abordnung vo»gleichen Sätzen zu schicken, wollen die Gesandten, da sie ohne Instruction dafür sind, ihren Obern hinter-bringen. Werde der Zuzug abgestellt und die Abordnung ins Werk gesetzt, so wolleil sie so viel als möglichdazu verhelfen, daß die fremde Hülfe ferngehalten, die Blinde beruhigt und die Unterthanen zum Gehorsamgebracht werdeil. — Zürich lind Bern replicieren, sie hätten nichts gemerkt, daß man es gut meine und dirSache sich angelegeil sein lasse; sie wollen aber ihren Obern berichteil, daß die fünf katholischen Orte wederin Beziehung auf den Durchpaß noch zu der Absendung einer Gesandtschaft zu gleichen Sätzen ihre Einwilli-gung geben. Sie ersuchen deren Gesandte, sie möchten den spanischen Ambassador vermögen, das an de»Grenzen stehende Volk abzuführen und alle Thätlichkeiten ferne zu halten; dann »verde in der Sache eherzu handeln sein. — Für den Fall, daß die Orte mit der Absendung einer Botschaft einverstanden sind, wer-den Zürich, Bern, Lucern, Uri, Schwhz, Unterwalden, Glarus und Basel bezeichnet, die Gesandten zu stellen-Diese sollen den 17. August n. St. in Weesen eintreffen, damit sie von da sofort in die Bünde verreise»können. Den französischen Ambassadoren läßt man ihre gutherzige Erinnerung durch eineil Ausschuß ver-danken. (VII katholische Orte.) Freiburg will abermals wegen des Spalls mit Bern einen Anzug thu»!die übrigen katholischen Orte ersuchen aber dasselbe, dies; bis auf bessere Gelegenheit zu unterlassen.
>» aus dem Luccrncrcreiuplar.
Zu i».') Der Vortrag ist vollständig abgedruckt im Archiv für schwciz. Geschickte Bd. I. Nr. 249.
Zu iT?). Das Schreiben ist abgedruckt im Archiv für schwciz. Geschichte Bd. I. S. 255.