Juni 1620.
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Konferenz der IV evangelischen Städte.
Aarau. 1«2«, t«. Jm»i (31. Mai a. K.).
Staatsarchiv Zürich, «ost. XII. lüg. Ivl. SSS.
Gesandte: Zürich. Hans Ulrich Wolf, Seckelmeister; Hans Georg Grevel. Bern. Franz Ludwig^-'u Erlach, des Raths; Glado Weherinaun, des Raths. Basel. Lukas Jselin, der Jüngere, des Raths;vohann Friedrich Ryhiner, 0. II. v., Stadtschreiber. Schaffhalisen. Hans Konrad Pehcr, Statthalter.
Der Markgraf von Baden hat au Zürich nnd Bern abermals das Ansuchen gestellt, die laut des^undiüssts schuldige Hülfe für den Fall bereit zu halten, daß er von dem im Elsaß liegenden und sich täg-^ "lehrenden Kriegsvolk, das nicht fortziehen, sondern ein offenes Feldlager bilden wolle, angegriffen^erdcu Zürich ist der Ansicht, daß man, da der Markgraf in Folge eines von der Union ihm zuge-
Mlgenen Befehls durch Sperrung des Passes auf fremdem Boden sich diese Ungelegenheit selbst zugezogen^ U zur HUch eigentlich nicht verpflichtet sei; in Betracht aber, daß es bei dem dcrmaligen Kriege auf^^'ierdrückung der evangelischen Religion abgesehen sei, daß die Sachen sich seit einiger Zeit anders gestaltet^ und der Markgraf jenem Kriegsvolke den Rückzug nicht mehr zu sperren gesinnt sei, hat sich Zürich^hchlosseu, das zu leisten, zu was es durch das Bündniß verpflichtet ist, und dem Markgrafen, wenn er^ Uunm Landen angegriffen werden sollte, Hülfe zu schicken, insofern Bern ein Gleiches thun wolle. — Diesandten iwn Bern theilen die Ansicht von Zürich; weil aber die Sache noch nicht vor ihre höchste Gewalt' umneu »st, sind sie darauf angewiesen, blos zu referieren. Sobald Bern einen Entschluß gefaßt hat,f ^ darüber an Zürich berichten, damit dein Markgrafen unverzüglich geantwortet werden kann,/^"ukte, von denen das Bündniß keine Meldung thut, erregen in Bern einiges Bedenken; das^Zckchisiß derselben wird Zürich mitgetheilt und zugleich versprochen, den Bescheid darüber beförderlichZu cröffum. — Basel und Schaffhausen würden es gern sehen, wenn das fremde Kriegsvolk aus dem... ^d fortzöge, damit Zürich und Bern mit der Hülfeleistung für den Markgrafen verschont blieben; leichtim andern Falle in und außerhalb des .Baterlandes Verwicklungen entstehen; die beiden StädteAchten sich Msitel berathen, diesem vorzubeugen. — Die Hülfstruppen werden sich in Aarau ver-halb^" ^ Schafmatt nach Basel ziehen, da man ans diesem Wege bloS während einer
^ Stunde das solothurnische Gebiet berühren und daselbst durch keine Dörfer oder Pässe ziehen muß.sein soll davon benachrichtigt werden und alsdann dafür sorgen, wie er dem Volk den Paß in
^ -scmd verschaffe. Dieser Beschluß soll geheim gehalten werden, damit nicht da oder dort Hindernisse in^ lb'legt werden, ü». Die vorderösterreichische Regierung hat auf das Schreiben, das man wegen^'"brSdeten Mülhaüsischen Zusatzes an sie gerichtet ha', noch nicht geantwortet. Ohne Vergünstigung^crd > ^^ierung iann "i>er, wie die Gesandten Basels berichten, nicht wohl Volk nach Mülhausen gebracht^ird^^ ^uul die Pässe auf österreichischem Boden allenthalben mit starkeil Wachen besetzt sein sollen; daher»»d ^ einstweilen eingestellt. Basel wird Nachforschung halten, wie die Sachen im Elsaß stehen,halt>^ übrigen Städte davon benachrichtigen. Inzwischen soll jedes Ort seine 75 Mann gerüstet^"ie dieß von Bern bereits geschehen ist. Und da man abermals vernommen hat, daß Mülhausen' ^ ist gcgcil die geschehene Ermahnung vier Thore offen hält, so wird Zürich im Namen der vier