Januar 1620.
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Conferenz der evangelischen Städte und Orte.
Slaran. t«2v, 23. Januar (13. a.K ).
Staatsarchiv Zürich, ttvst. Xll, 439. kol. 292.
Gesandte: Zürich. Hans Rudolf Nahu, Bürgermeister; Heinrich Bräm, Statthalter. Bern. Franz" ^ig von Erlach, Herr zu Spiez; Anton Tillier, Alt-Laudvogt zu Lausanne. Basel. Lukas Jselin, der^'bgere, des Raths; Johann Friedrich Nhhiner, Stadtschreiber. Schaffhausen. Hans Konrad Pcher,Schalter. Appenzcll-Außcrrhvden. Johannes Schuß, Laudanimann. St. Gallen. Georg Huber,^gcrmeister; Sebastian Schobinger, Nock. Dr., des Raths.
5)^ ^ Zusammenkunft ist nicht nur wegen der Durchzüge angesetzt worden, welche von den papistischenjz^. ^ der Evangelischen eigenen Lande und durch die gemeinen Herrschaften gestattet worden sind, son-ne I deßhalb, weil in Italien von dem Herzog von Parma eine große Anzahl Kriegsvolk geworbendst ^ ^ den Truppen des Papstes und anderer italienischen Fürsten abermals durch
ren nach Deutschland zu ziehen beabsichtige; alles sei dabei auf die Unterdrückung der wah-
bew R^igion abgesehen. Zürich berichtet zuerst, was für Angelegenheiten bei dem letztes Jahr
^kstclligteu Durchzug ihm durch Drohungen und auf andere Weise widerfahren seien. Nach einein Ge-^ ^dsichtigten die unierten Fürsten und Stände dem Kriegsvolk, das durch die Eidgenossenschaft mar-seir^ ^ eiltgegcnzllzicheu, zu welchem Zwecke auch um Lindau herum Schanzen aufgeworfen worden
stark Durchzug des angedeuteten italienischen und spanischen Kriegsvolkes, das über 30,000 Alaun^ürd ^ gefährlich, weil die Eidgenossenschaft leicht der Schauplatz des Krieges werden könnte, und
^ bei den linierten Unwillen erregen, die unlängst von Nürnberg aus den evangelischen Städten deß-Pen freundlich geschrieben hätten. (Das Schreiben ist datiert vom 30. November 1619Z Zürich bittetum getreues Aufsehen und um bestimmte Erklärungen in Betreff allfälliger Hülfeleistuug. Mit Bezugdiese sind die übrigen Gesandten nicht instruiert, versichern aber, daß ihre Herren im Nvthfall dasberste auwenden und dasjenige leisten werden, was die Blinde vorschreiben. Es wird für nvthwcndig^ nächstens eine Zusammenkunft der XIII Orte nach Baden zu berufen, um die papistischen Ortegen ^ oon ihnen gestatteten Durchzuges ernstlich zu Rede zu stellen, sie an die gefaßten Beschlüsse zulvrc ^ ^ daraus entstehende Ungemach verantwortlich zu macheu. Bleibt die Ermahnung,
^^Puseheu ist, erfolglos, und »vollen die papistischen Orte über die Pässe allein verfügen, ohne auf^^"^^lu'ssicrten Orte Rücksicht zu nehmen, so ist es vielleicht nicht unpassend, wegen der Paßbewilligungeu^ ^audtschaft von Ort zu Ort au die Laudsgemeindeu zu schicken. Dieses Mittel dürfte eher Erfolgmcil die Gesandten auf den Tagleistungen zum größeren Theil ansehnliche Pensionen von Spanienwirklich bei Lindau Befestigungen angelegt werden, und was die linierten sonst im Sinn haben,Gallen Erkundigungen einziehen. Außerrhoden und St. Gallen beklagen sich über die Un-chNheiteii, die ihnen, zumal den Handelsleuten, aus den Durchzügen erwachsen, und bitten um getreuesI». Zürich berichtet, daß Einer von Uri in Lindau 10,000 Musketen bestellt habe, um dieselben,fiil ^ aussage, im Namen und zu Händen des spanischen Ambassadors in die Eidgenossenschaft zubainit das italienisch-spanische Volk zu bewaffnen. Schaffhauseu und St. Gallen versprechen,iw hierüber erfahren »verde», sofort an Zürich zu berichte»» und ihren Bürgern zu befehlen, dci» Durch-
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