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Januar 1620.
». Diese Versammlung ist vornehmlich wegen des Streites zwischen Bern und Freiburg ausgeschriebenworden. Nachdem die nach Zürich geschickte Resolution der sieben katholischen Orte und die darauf erfolgteAntwort verlesen worden ist, wird der Bericht der freiburgischen Gesandten angehört, dem man entmin»^daß durch neue Zumuthungcn Berns leicht weitere Difficultäten entstehen konnten; deßhalb wird Zürichsder gemahnt, für die angesetzte Konferenz der beiden Städte Zeit und Ort beförderlich zu bestimmen. Fc^Bern auf der zugemutheten Theilung der Kirchengtttcr beharrt und sonst kein vorgeschlagenes Mittel an»ch'men will, soll Freiburg sich erklären, was es weiter zu thun gesinnt sei. I». Die Vereinigung mit dä»Herzog von Lothringen, auf welche angetragen worden ist, erregt allerlei Bedenken. Die Einen glaube»,daß man sich nicht in so viele Bündnisse einlassen und um eines neuen Freundes Nullen die alteil „vckschütten" solle, wenn gleich die Widerpart nicht ermangelt, sich durch allerlei Bündnisse zu stärken, wieBern bei diesem Fürsten auch Freundschaft gesucht hat und wohl noch sucht; Andere sind der Ansicht, dc>5die Vereinigung, wenn sie blos eine defensive sei, nicht unzweckmäßig wäre, zumal da etliche Bund^verwandte bei einem innern Kriege neutral bleibeil würden, der Fürst von Lothringen aber die Hülfedeutschen Union abhalteil könnte. Freiburgs und Solothurns Gesandte entwickeln die Gründe, welche ihObern bestimmen, auf diese Vereinigung zu dringen. Die Gesandten der übrigen Orte, nicht mit vo^kommenem Befehl verseheil, wollen die Sache vor die Obrigkeiten bringen, welche sich darüber befördertentschließen sollen, v. 1) Landrichter von Mont und Mithcrrcn aus den Bünden danken für den früher cktheilten Schirm und bitten, man möchte ihnen zu unparteiischem Recht behülflich sein. Sie erzählen, ü>»''sich seither weiter zugetrageil hat, daß sie abermals auf Anstifte» der Prädieante» hcjtten das Land meib^müssen, und stellen das Allsuchen, die Orte möchten den ihnen 1618 zu Baden ertheilten Abschied wü^bestätigen und, weil ihre Widersacher ihnen nach Leib und Leben stellen, dem Landvogt zu Sargans befehltPersonen mit verboteneil Waffen zu verhaften und nachzuforschen, wer die Anstifter seien. Da dervon Frankreich an alle Gemeinden ein nachdrückliches Schreiben habe abgehen lassen, so möchten dievoll ihrer Seite dasselbe mit einem Schreibeil begleiten. — Mail willigt in diese Begehren ein, da auch ^beiden französischeil Ambassadoren damit einverstanden sind. 2) Ferner wird für passend erachtet, mitoberen Bund und den obereil Zehnden im Wallis zu Erhaltung der Religion und des Passes ein Ei»v^ständniß einzugehen. Die Entscheidung darüber wird den Obrigkeiteil anhcimgestellt, zugleich den GesandtSolothurns aufgetragen, wegen dieses Geschäftes mit den beiden französischen und mit dem spanischenbassador zu reden. «I. Das Schreiben des „vermeinten" Königs von Böhmeil und anderer lutherischFürsten und Stünde der Union, betreffend den Paß des italienischen Volkes, wird in den Abschied ge»^,men. v. Wie der zunehmenden Steigerung der goldenen und der silberneil Münzsorten zu begegnen linddie Menge der Churer Dicken, von denen die guten verschmolzeil und in Münzen von geringerem 6^^umgeprägt werden, zu begegnen sei, darüber soll jedes Ort auf nächster Zusammenkunft sein Gutachten ^geben; Zürich soll schriftlich ersucht werdeil, auch ein Einsehen zu thun. Die Schreckenberger sollen n^mals als unwährschaft verrufen werden; Freiburg, an dessen Batzen auch Ungleichheiten verspürt wcrd^soll seinen Münzmeister zur Verbesserung anhalten, t. Dem französischen Ambassador wird geschrieben/ ^man, falls nicht bis Lichtmeß noch eine Pension bezahlt werde und zwei Distributionen erfolgeil, auf ^heißen der Obrigkeiten endlich Gesandte an den König schicken werde, z». Den Herreil Schlumpf von St.welche zu Bologna Handel treiben, wird wegen der Inquisition ein Fürschreibcn an den Papst erth^.I». Da Bern die aus Frankreich nach Piemont reisende Princcssin beglückwünscht hat, so hält man es