Angust 1619. 89
das Mehr freiwillig lind ohne Practiken geschehe» müsse, sv solle dieses Mehr als ungültig angesehen werdenNachdem man darüber etliche Schriften, auch ein Schreiben des Herrn Miron, deßgleichc» was Solo-Hurn mit ihm deschalb gesprochen, angehört hat, wird in Betracht, daß früher die von Bern und Frcibnrg^wählten Sätze zu Solothnrn das Mehr der Religion halber eingestellt haben, beschlossen, an Zürich zuIchreiben, es möchte zu Vermeidung von Weitläufigkeit ans den 8. Sept. n. K. eine gemeineidgenössische T'ag-I^ung nach Baden ausschreiben und Bern ersuchen, daß es seine Gesandten mit vollkommenem Befehl abfertige"ud inzwischen mit dem angefangenen Mehr und anderen solchen Sachen innehalte. Da Bern von seinem Hvch-"uith schwerlich ablassen wird, soll man sich in den Orten vergleichen, wie man einander allfällig die Handbieten und die Pässe versehen wolle. Man läßt auch mit dem Ambassador Casati reden und Herrn Mironlür seinen guten Willen danke»; überdieß wird für passend erachtet, daß noch andere benachbarte und ver-bündete Fürsten, wie Savohen, Burgund und Lothringen, dessen berichtet und angesprochen werden, besonders"uch Appenzell und der Prälat von St.sGallen. Freiburg wird für alla Fälle bundesgemäßcr Beistand zu-b^agt. Der Landvogt zu Sargans berichtet, wie die Sachen dermalen in den Bünden stehen, und wasdie vier Städte au dieselben geschrieben haben. — Es wird für zweckmäßig erachtet, daß die an das Straf-gericht Projectiertc Danksagung auch an die Gemeinden erlassen werde, mit freundlichem Zuspruch, bei den ge-lten Beschlüssen zu verbleiben, v. (S. n. Lauis.) «A. Katholisch Glarus hat Schwhz erklärt, es werde sich deinbmctianischen Bündnisse widersetzen. Alan läßt ihm zuspreche!?, bei dieser Resolution zu beharren, v. Man hatbenommen, daß die oberen Zehnden im Wallis mit dein Gubernator zu Mailand wegen der Commercicn einen^ractat schließen wollen. Da ein solcher den zwischen dem Bischof und der Landschaft gemachten Vertrag leichtöcfährdcn könnte, so läßt man den Ambassador Casati ersuchen, den Gubernator dahin zu vermögen, daßZehnden der Tractat von Asti, und was seither dem Herrn von Vic deßwegen versprochen worden ist,schalten werde, und daß nichts weiteres vorgenommen werden möge. i. (S. u. Lauis.) z»'. Die GesandtenZug möchten daran denken, bei ihren Herren und Obern der Fenster und Wappen in die Wirthschaft zu^'Ahenstein zu erwähnen, um welche Lnceru hat anhalten lassen; sie kosten vier Kronen.
Man sehe auch im Abschnitte HcrrschastsanIclcgcnhcilcn:
^lüldbvgtci Linus. v. Art. 77. Grcnzstrcitigkeitc». t. Art. 1V5. Handcl und Verkehr.
Die Namen der Gesandten, sowie sind dein Zugcreremplar entnommen.
Abordnung von Bern und Frcibnrg nachTscherliz. IM», im Laufe Augusts.
Staatsarchiv Vcr». Instrutttoiicnbuch I>. S.ibti ».-ikl. Kantvnöarchiv Frcibnrg. JiistrucNcnknbuch Bd.I7.
Gesandte: Bern. Abraham Stürler, Scckelmeister wälscher Lande; Niklaus von Mülinen, des Raths;^ ^rqnard Zehender, der Acltere; Haus Franz von Wattenwhl, des Großen Raths. Frciburg. Johann^^'b Vögcli, Ritter; Jakob Buinann, des Raths; Haus Daniel von Montenach; Ullmaun Heid, der^^g; Peter Reiff, der Jüngere; Rudolf von Forel.
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