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5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
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Juni 1619. ' 75

Zukunft auf seiner Hut zu sein. «. Zürich ersucht die drei Städte, bei diesen gefährlichen Kricgsläufcnuuf die großen Armaden und Volkswerbungen ein getreues Aufsehen zu haben und im Fall der Roth cid-Mvßischen Beistand zu leisten, wozu auch Zürich bereit sei. Die übrigen Gesandten sagen dieß im Namen^)rer Obern zu und nehmen den Anzug in den Abschied. «A. Glarus berichtet, daß die evangelischen^ggmburger sich wegen des bewußten Taufsteinhandels nochmals beschweren, indem sie ihre Kinder bis aufZwei Stunden weit zur heiligen Taufe tragen müssen. Die Tvggenbnrger wünschen deßhalb, daß das vonIkarus ergangene Urtheil vollzogen werde. Die evangelischen Glarner seien geneigt, dieß zu bewilligen,"uht aber ihre Mitlandleute von der papistischen Religion, unter dem Vorwand, daß der Landspan unter^u Landleuten beider Religionen zu Glarus zuvor erörtert werden müsse, während die Evangelischen doch"ur bei den Verträge», ihren Freiheiten und dem Landbnch bleiben wollen. Nochmals wird erachtet, daß^ wthsam wäre, »venu Zürich und Lucern durch freundlichen Vergleich diese Angelegenheiten beilegen undullcn Thcilen zur Ruhe verhelfen würden. Glarus möge seine Gesandten ans die Jahrrechnnng zu Badendafür instruieren.

Zu Der eine dieser Berichte lautet also:

Beschaffenheit der bünducrischeu Sachen.

hat der Spanier allezeit eine starke Faction in den Bunden gehabt und durch Mittel dcrsclbigcnihren Stand oft und dick betrübt.

Dieser Faction sind zuwider gewesen die Franzosen und haben mit Geld dahin gearbeitet, daß sie Patronender Pässen seien, damit sich der Spanier durch solche Gewaltsame nicht höher erheben und andere Länderschädigen könne, auch durch Herrn Marinm de Vic geholfen, dem Spanier zuwider die vencdischc Bündnißmachen.

Wie bald aber Heinricus der Große, König zu Frankreich, in Gott entschlafen, hat cS sich alles geän-dert; dann alsobaid die Franzosen angefangen, die Prädicanten, so sie zuvor wider den Spanier gebrauchtund hierum gar Werth gehalten, beleidigen und verfolgen, auch einem ganzen Capitcl durch Jean Paul, ihrenHofmeister, öffentlich alles Böscö gcdränct, so sie sich nicht nach ihrem Kopf richten wöltcn, die Weltliche», so zuvorspanischer Faction halber im 1667 Jahr von den Franzosen verfolget worden, wieder in ihre Gunst auf-genommen, vielen alten französischen Freunden die Pensionen abgeschlagen, und solche diesen gegeben, jaselbst sich stark gebracht Anno 1611 ein Bündniß zwischen dem Spanier und den Bünden zu tracticrcn.Anno 1617 hat der FranzoS geholfen anrichten ein Aufruhr wider die, so der Herrschaft Venedig gedicnct,aber keine spanische Person nicht angreifen lassen.

Als der Alfons Casal die letzte spanische Bündniß tracticrt, haben sich die Prädicanten derselben, wieallwegcn, widersetzt, darum die Spanischen und der Franzose sclbö sie gransam verlästert und öffentlichgesagt, man sollte die Prädicanten crhcnken, ertränken, ab den Canzcln schießen, die Zungen ausschneiden,ur Kalchöfen verbrennen und anderes viel mehr, auch angefangen etliche derselbigcn mit Gcfängniß »nd schwe-ren Geldbußen zu beschädigen; dieß haben sie ihren Gemeinden geklagt und sie um Schirm angerufen.Solche Bitterkeit hat sich gemehrt, als verschicncS Jahr die spanische Berräthcrei durch sie mcistenlheilS anvcn Tag gebracht worden, darauf sich dann auch die katholischen Orte der Eidgenossenschaft öffentlich ver-lauten lassen, solches Werk müsse eine endliche Anöreutung des evangelischen Glaubens in den Bünden sein.In währender fcrndrigcr Aufruhr hat der FranzoS allwegcn gcdränct, er wolle wohl den Sachen ein Re-volution machen, dazu der Anlaß genommen worden von den unteren Engadincrn. Dann die spanischenbündnerischcn Regenten auf der einen Partei Klag und Begehren, der andern unverhört, dccretirt, es sollen