Juni 1619.
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gefangen. Eine Abordnung des BeitagS bringt den Gesandten den Bescheid, daß man die Vorträge der bei-derseitigen Gesandten nebst dem letzten November von Baden auö erhaltenen Schreiben an alle Gemeindenschicken werde, und glaubt, ans den 12. oder 13. Juni Antwort geben zu können. Die Gesandten verlangenaber schnellere Antwort, jedoch ohne Erfolg. Um die Fähnlein zu bewegen, auseinander zu gehen, versprichtman ihnen, alle Kosten zu übernehmen und noch gute Besoldung zu zahlen. Die Prädicantcn von Zizcrsund Jlanz flohen, vierzig Mann wurden ins Veltlin geschickt, um diejenigen festzunehmen, welche den Erz-Priester verfolgt hatten. Den 4. Juni reisten die Gesandten von Zürich ab, nachdem sie schlechte Antwortempfangen haben sollen.
2) Ferner liegt in eben demselben Archive ein Bericht des schwyzerischcn Gesandten Frischherz von den Be-schlüssen, welche den 15. Juni (5. a. K.) „die Häupter, wie auch Haupt- und Bcfclchlüt der Ehrcnfendlinlobl. dreien Pünten uf Gefallen der Ehrenfcndlin" gefaßt haben: 1) So wolle man vor die E.Fähn-lein gelangen lassen, ob man in Allem und durchaus unfern gemein beschworenen BundcSbrief aufrecht er-halten und dabei verbleiben, ihn wiederum beschwören und die Minderheit der Mehrheit sich fügen wolle.2) Wolle man beide Parteien im untern Engadin fragen lassen, ob sie ihre Differenzen ohne Vorbehalteinem unparteiischen Gerichte von den III Bünden unterwerfen. 3) Daß es bei den Häuptern w. stehensoll, den Ort zu bestimmen, wo das Gericht gehalten werden soll. 4) Soll man dem Vaterland zu Gutemetliche Artikel aufsetzen, und jedes Fähnlein soll zu diesem Zwecke einen Abgeordneten nach Chur auf dasNathhanö schicken. 5) Die Fähnlein, die noch nicht über den Vortrag der Gesandten der sieben katholischenOrte und über den von Miron abgestimmt haben, sollen abmchrcn, sowie auch die Gemeinden, ob manden Bandisicrten und Klagenden wegen des vorjährigen Strafgerichts ein anderes unparteiisches Recht undsicheres Geleit gewähren wolle. 6) Mit den Fähnlein soll man künftigen Dienstag Morgens 9 Uhr aufdem Roßboden bei Chur zusammenziehen und über alles sich weiter bcrathschlagcn.
Conferenz der V katholischen Orte.
Weggis. IKtS, 4 Juni.
Staatsarchiv Lucer«. Absch. <Io anno w>g. XU. WI ZS. LandcSarchiv Schwqz.
Gesandte: Luccrn. Ludwig Schttrpf, Ritter, Schultheiß und Stadthauptmann; Heinrich Flecken stein,iiter, des Raths. Uri. Emauuel Beßler, Ritter, Laudaiumauu. Schwhz. Jost Schilter, Landammaun;MAstoph Schoruo, Statthalter. Unterwaldcu. Sebastian Wirtz, Statthalter, von Obwaldcn; CrispinusJclger, Laudammann, von Nidwalden. Zug. Kaspar Brandenberg, Johannes Widmcr, des Raths.
(S. u. Thurgau.) I». (S. u. Engelberg.) «. Der Prälat zu St. Gallen berichtet, daß er die Gc-thätiglcit der toggeuburgischen llnterthanen in Betreff der eingesetzten Taufsteine vor die Jahrrcchnuug^ Baden zu bringen gedenke, damit der Frevel bestraft und das Urthcil von Schwhz aufrecht erhalten^ Man hat allerlei Bedenken dagegen, die Angelegenheit vor gesammtc Orte zu bringen,^ nimmt dcßhalb die Sache zu Händen der Obrigkeiten in den Abschied, damit sie die Gesandten nachnden instruieren können. «K. Der französische Ambassador will, während doch zwei Pensionen versprochenorden waren, blos das Friedgeld bezahlen, was eine beschwerliche Neuerung ist. Es wird daher für noch-