Druckschrift 
5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
Entstehung
Seite
41
Einzelbild herunterladen
 

September 1618.

41

Zuthun gemeiner Vorstendcrcn und Dieneren nnßcrer Kirchen nnd Schulen abgefertigcnt haben. Nämlich daß sy all gemcinlich»ach bcvordcrstcr nnßcr der vier Stetten »nd unßcrer Kirchen nnd Schulen gebärenden Dienst nnd ehrerbietigen fründtlichenGrußes vor allen Dingen sich genau erinneren ihres Eidts, mit wellichcm sy vorab zu heiliger göttlicher recht biblischerGschrisst, dcßglychcn zu der cidtgnoßischcn und baßlerischen Konfession, auch anderen nnßcrcr Kirchen nnd Schulen wolhcrgcbrachtcnchristlichen nnd notwendigen Oronungen verpflichtet sind, nnd in Kraft dcßselbige» Eidts sy die Eonfcssiones in cinichcn Au'yfelald Disputation nit züchen lasten, sich auch dicsclbigen zu vcrtädingen anders'dann sich ciufaltig darzu zc bekhcnnen dißmahlcn>ut nndcrwinden Mint, tvyl von wegen unvcrsechncr nnd in aller W snrgcnonnnencr Reiß die notwendige gcbnrcnde Vor-bereitung einem so wichtigen Gcschefst genieß nit vorgahn mögen. Noch weniger söllint sy gestatten oder zulassen, daß weder diestrittigen Parlycn oder jcmandts anderer fürnemme nnßerc christenliche in heiliger göttlicher canonischer Gschrisst wolgegründteCoufessiones zu rcvidircn, zu verbessern oder zu endercn. Im Fat aber etwas darinnen werc, das notwendigklich crclcrt werdensolle und müßte, und daßelbig zu erclcreir von einem chrsammen Synodo tvnrdc fürgenommcn, söllint sy doch khciner Erclernnguit underschrybcn, es syge dann Sach, daß sy all fiinfs nach begcrtcm und geheptem Verdanck eigentlich und einhellig befunden,daß die Erclernng weder den Confessionen noch der von unseren Kirchen über die fünf slritigen Articnl gegebnen Lüthcrungeinichcr Gstalt zuwider syge.

Wessen sich die Diener der cidgnößischcn reformirtcn Kirchen und Schulen gmcinlich nnd einhellig der fünf stritigen Articlenhalber verglichen und selbigen Articlen verstaubt nss nnßer cidgnößischcn Confessio» nnd dcro zngcthanen Theologen gezogen nnddiitlich versaßet, das söllcnd sy den Partycn usf Begehren schlecht nnd einsaitig eröffnen, darnach by dcrsclbigcn Erclernng ohneeinich vcrner Disputieren richtig beharren. Ob aber die ein oder die ander stritige Party hieran noch Mangel zc haben ver-meinte oder wytercn Bericht darüber begehren thcte, söllent sy inen daßelbig laßen übergeben in Gschrisst, widcrnmb hindcr sichan irc Kirchen zubringen, mit Erbielnng, daß hernach der begehrte Bericht auch crvolgen sölle.

Wann über mchrgcdachtc fünff stritige Articnl oder was dcnselbigen rcchtmeßigcr nnd nngcfahrlicher Wyß anhengig erachtetwerden mag, in dem Synodo zu erörteren fürgebracht wurde, etwas Wylers, so von der svcinianischen Scct harlangct oder auchnur derselben ein Schyn hctc, dessen söllent sy sich geichlich enthalten) auch khciner Handlung weder bywohncn noch under-schrybcn, anders dann die svcinianischen grenwen- und unchristenlichcn Lehren zu verwcrssen nnd hinswegsznnehmcn, als durchwelche das Fundament rechter christenlichcr Religion nnlydcnlicher Wyß angegriffen nnd verloren wird; da insonderheit vonNöten syn erachtet Wirt (im Fal es die anderen Herren Delegierten auch gut fundint), so man von den Partycn bcgcrtc, daß sysich vor Gott rnnd nnd ufrichtig crclerind mit lnthcrcn, unverdächtigen Worten zn Gutem eines gaichen chrsammen Synvdi bcnügen,ob sy mit dem Socinianismo etwas gemeines habint, heimlich oder öffentlich, jetzt gegenwärtig, oder ob sy dcß inskhünftiggesinnet sygen.

Was ein chrsammer Synodus wird schließen, söllent sy allwegcn dahin fürncmblich sich bearbeiten, das die Schlußmcinungenußgesprochcn nnd versaßet werdint mit Worten und Arte» Redens (vorlns Asneridusciuö ckiooncki), die da hargcnommen sygen h. göttlicher canonischer Gschrisst nnd dem immerwehrendcn Gcbruch der allgemeinen christenlichcn Kirchen, damit nütvc zuvoruit gebrnchtc und gcfehrlichc Arten Redens vermittcn wcrdint so vil als immer möglich, sonderlich das sy khcincn Schluß liberalunderschrybind, der sich im geringsten den Worten oder dem Junhalt bcrürtcr Schrifsten zuwider syn oder zu synschynen möchte.

Was aber sonst zu Hinlegnng der erweckten Stritigkcitcn, zn Bcsridignng der betriibtcil nidcrlendischcn Kirchen, wie auchgute Ordnung, Frid, Ruh und Einigkeit in den niderlcndischen Kirchen widcrnmb ufzerichtcn nnd in gutem Wehen zn erhaltenm das khünstig dienstlich syn mag, als dann syn möchte erstlich bessere Anordnung der Trnckcrycn nnd Ecnsnren, Verpflichtungder Lehrcren in Kirchen nnd Schulest, flyßige Haltung der jcrlichen Syilvdornm, auch Abschaffung alles unordentlichen Wcßcns,dardurch Gottes gerechter Zorn erweckt wirt, da söllent sy mit und nebent den Theologen anderer hochberümbtcn Kirchen undSchulen, so sromblich, gcschicklich, beschcidentlich und triiwlich Helsen handle», wie sy daSsclbig vorab gegen Gott, demnach gegenunßercn gemeinen cidgnößischen rcforinirlcn Kirchen und uns den Obcrkeitcn zn vcrantlvorten gcthrnwen. Da wir hicmit inenund aller anderer Kirchen nnd Schulen Herren Delegierten nnd Theologen gemcinlich von Gott dem Allmächtigen zu discmGcschefst vil Glück, Gnad lind Segen wünschend, damit alles zn Gottes Ehren und der allgemeinen Kirchen Heil und Wolstandtwol lind loblich abgahn und verrichtet werden möge.

Alles in Krafst und Urkhnndt biß Briests, so in nnßcr aller vier Stetten gemeinem, einhelligem Name» Mit der Statt

6