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5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
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September 1618.

wie die andern Orte, in Beziehung anf die königlichen Liberalitäten, die Freiheiten, die schuldigen Zahlungen, .die Jahrgelder, Salzstcnern, Studenten und Pensionen gehalten werde, waö im Lande großen Unwillen errege.Die Ambassadoren hätten zu verstehen gegeben, daß die Landschaft den Bischof bedränge und verfolge, diekatholische Religion verlassen und die Anhänger derselben ansreuten wolle. Es sei darauf unter Vorbehalt derRatification ein Vergleich zn Stande gekommen, in Folge dessensie die Salzsteuer durch Wechselbriefe undBezahlung des Ordinäre gut gemacht, geheißen hätten die Studenten anziehen und mit den nvthwcndigenFürdernußbriefen begleiten", und versprochen hätten, nach erfolgter Ratification die königlichen Zahlungen zuleisten. Der RathStag setzt darauf in einem Schreiben an den König und den Ambassador Miron aus-einander, daß des Landes Verfassung nicht zugebe, daß der vom Lande erwählte Bischof für sich ein Bündnißmit einem Fürsten eingehe oder sich unter die Protection eines solchen stelle. Ferner schickt die NathS-versammlnng zwei Abgeordnete ab, welche namentlich im Zehnden GombS diejenigen! aussindig machen sollen,welche den gemeinen Mann zur Rebellion angestiftet oder durch Schreiben und mündlich auswärts das Vater-land verunglimpft haben. Endlich wird festgesetzt, um dem Streit und Zank ein Ende zu machen, auf nächstemWeihnachtslandrath eine Reformation zu Stande zu bringen, d. h. die Rechte der Geistlichkeit und der Land-schaft festzusetzen. Den Bannbriefen ist man nicht mehr gesonnen sich zu unterziehen.

Cvnferenz der Vll katholischen Orte.

Lucern. 1313, 12. und 13. September.

Staatsarchiv Luccr». Avsch. d« anno UN». XI. toi. IIS. Luierncrodschicdc II. IW

Gesandte: Lucern. Jakob Sonnenberg, Ritter, Schultheiß und Pannerherr; Oberst Walther Amrhyn,Ritter, Stadtfähnrich; Niklaus Birchcr, Seckelineistcr; Rudolf Pfhffer, Ritter, alle des Raths. Uri. Ema-nuel Beßler, Alt-Landammann und Pannerherr; Hans Heinrich Zum Brunnen, Statthalter und des Raths.Schwyz. Jost Schilter, Landammann; Heinrich Neding, Alt-Landammann und Pannerherr. Unterwal-de n. Peter Jmfeld, Landammann, vonObwalden; Johannes Leu, Ritter, Landainman, von Nidwalden. Zug.Melchior Brandenberg, Statthalter; Hauptmann Beat Jakob Motzenberg, des Raths. Freiburg. PeterFalk, Landvogt; Heinrich Lainbcrger, Ritter, Alt-Burgermeister, beide des Raths. Solvthur». WernherSaler, des Raths und Stadtfähnrich.

». Von Zürich ist einernsthaftes" Schreiben eingelangt wegen des fremden Kriegsvolkcs in dessenStadt und Landschaft und wegen der in Sargans ausgestellten Wachen. Nachdem mau das Schreiben undandere Berichte angehört hat, findet man nicht für thunlich, die Wachen dießmal einzustellen, obgleich diefranzösischen Ambassadoren der Ansicht sind, daß dieß Zürich zu Ehren geschehen sollte; mau ist sogar ge-neigt, die Wachen eher zu vermehren nsit Rücksicht auf die nicht abnehmenden Drohungen und auf das, wasin Italien dadurch herbeigeführt werden könnte, weil es sich in Beziehung auf die Zahl des fremden Volkesanders verhält als Zürich berichte. Man läßt eine freundliche undgefüge" Antwort an Zürich verfassen,besonders dessen starker Protestatio» halber; überdieß soll man ein fleißiges Aufsehen haben und sich in guterBereitschaft halten, kl». In Betreff des Longueville'schen Geschäftes trägt man, obgleich die französischenAmbassadoren ersuchen, einzuwilligen, Bedenken, eine Gesandtschaft nach Bern zu schicken, weil man trotz denZusicherungen Zürichs nicht glaubt, daß, wenn die Botschaft erfolglos sein sollte, Basel und Schaffhausen