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5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
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Juni 1618,

Johann Len, Ritter, Landammann, von Zlidtvalde». Zug, Kaspar Brandenberg, des Raths;Adam"sPeters Staub, Alt-Amman».

». Lncerir berichtet, das fremde Kriegsvolk auf beritischem Gebiet mehre sich fortwährend; Etliche vondiesem Volk seien zu Roh im Zürichbiet und in Badeil erschienen, und ein Hauptmann dieser Landsknechtehabe sogar an das Gotteshaus St. Urban ein bedrohliches Schreiben gerichtet. Lncern wolle deßhalb2000 Mann versammeln und habe sich bei dem König von Spanien wegen der Hülfe sowohl von 'Mailandals Burgund her verwendet. Es wünscht zu erfahren, wie »tan ihm im Falle des Ausbruchs von Thätlich-keiteil beispringen wolle. Es wird einhellig beschlossen, eine Gesandtschaft nach Zürich zu schicken mit fol-gendcr Instruction: Der längere Aufenthalt des fremdelt Volkes sei den Bündnissen, Verträgen und Ab-schieden'gtwider; leicht könnte durch dasselbe ein verderbliches Feuer entstehen; Zürich möchte also Bernbewegen, das Volk von den Grenzen der katholischen Orte zu entfernen, indem man dagegen protestiere, daßman'an'allfälligem Unheil Schuld sein werde. Bei diesem Anlaß werde man spüren, ob Zürich mit Bernunter der Decke stecke. Die Gesaltdtschaft soll nächsten Samstag in Zürich ihren Vortrag halten. 0 DerRitt ins Wallis wird für einstweilen eingestellt. Von Lncern ans soll ein Gesandter an Herrn Miron ge-schickt werden, der ihn erinnere, wie gutwillig die Orte fich gezeigt haben, der verbnrgerten Stadt des Her-zogs voit Longneville zum Recht zn verhelfen; nun sei man durch Bern bedroht, das viel fremdes Kriegs-volk an ihren Grenzen versammelt habe; der Köllig möchte an den beritischen Grenzen seine Macht auchzusammenthun. Mit dem spanischen Ambassador wird ebenfalls geredet, er möchte bei dem Gubcrnator an-bringen, daß an den bündnerischen Grenzen Volk versammelt werde. -) Nach der Rückkehr der Gesandtschaftaus Zürich tvill man auch Oesterreich kraft der Erbeiniguug zu getreuem Aufsehen ermahnen. HauptmannBrandeitberg von Zug wird nach Mellingen geschickt, um wegen der Munition Anordnungen zu treffen undin den Freien Aenttern eine Zahl redlicher Leute zn bestellen, welche das Städtchen vor Neberfall bewahren.Es kann dies; auch Zürich angezeigt werden. Jedes Ort soll seine geheimen Kriegsräthe ernennen, welchevolle Gewalt haben, je einen aus jedem Ort; diese haben zu geheimen Versammlungen zusammen zu treten,wenn es Lncern, Schwyz und Zug betrifft zu Art, für Lucern, Uri und Unterwalden zu Buochs, für dieV Orte zu Weggis, für die drei Waldstätte zn Gersatt. »». Der französische Ambassador beschwert sich ineinem Schreiben abermals über den Aufbruch, welcher dem Herzog von Maiitua bewilligt worden sei. Uriberichtet, warum und unter welchen Bedingungen für den Aufbruch die Bewilligung erfolgt sei. Sollte dadurchder Friede in Italien gestört werden, so könne das Volk im Fall der Roth rasch heimgemahnt werden.Die übrigen Orte ersuchen Uri, das Volk bei diesen gefährlichen Läufen innerhalb der eidgenössischen Grenzenzu behalten, namentlich mit Rücksicht auf den Widerwillen des Königs von Frankreich, und weil dadurch lalltdes Schreibens des Ambassadors die Zahlungen zurückgehalten werden. <v. 'Auch Oberst Walther Amrhyu an-erbietet sich, feilt in Savohen stehendes Regiment heilnzunehnien, wenn ev vonnöthen sei, indem der Herzogohne Zweifel die Kosten für dasselbe im Dienste der Orte tragen werde.

Die Gesandten ans dein Nidwaldnereremplar.

Zn ,»0 ImProkoll der Röthen nnd der Landlenthcn" ist die Relation des nidwaldischcn Gesandten, des Landammanns Leu, über da-von Zürich erhaltene Antwort niedergelegt. Sie seien zwar wohl empfangen nnd ans ihren Vortrag sei ihnen allen glatter, srennd-licher eidgenössischer Bescheid geworden, nömlichdaß ihre Eidgenossen zu Bern die Mansicldischen Soldaten nfcnthaltcn, möchtensie wohl lid-n, daß solch Volk ußcrt der Eidgnoschaft wäre verbliebe»; doch vcrstandent sie und wiiße' d anders mit, dann solch".gnrelt nßländisch KriegSvolk werd »s dem Bcrngebiet ufsenhalten, witer nss savojischen Dienst zn warten, dicwil jd-rs Herzog zn Mai-