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5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
Entstehung
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Mm >618.

mir Gott hclffc." Darauf spricht Bürgermeister Nahn den venetianischen Ambassadvrcn in italienischerSprache den Eid in der Form vor, wie im Januar 1614 der französische Ambassador von Castille bei Be-schwörung des französischen Bündnisses mit Zürich ihn geschworen hat, verdeutscht also:Wir schwerendund versprechend im Nammen der Durchsichtigen Herrschaft unserer Herren wahr und getrüwlich ze haltenden Tractat der Vereinung zwüschcnd derselben Durchlüchtigen Herrschaft und den beiden löblichen StettenZürich und Bern ufgerichtet, also das; uit dawider gehandelt werden soll in khein wyß noch weg wederdirecte noch indirecte, als wir bittend, das uns Gott helffe." Darauf GcschüßeSsalven und Trompeten-schall von St. Peters Thurm herab. Gegenseitige Gastierungen.

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Konferenz der VII katholischen Orte.

Lucern. litt», il. und III. Mai.

Siaatöarchiv Lucer». Ai-sch. >iv nun» lscs. xi. t'»l. is und Ii Iis. LaudeSarAiv NIdwaidc».

Gesandte: Lucern. Jakob Sonnenberg, Ritter, Schultheiß und Pannerherr; Ludwig Schürpf, Rit-ter, Alt-Schultheiß und Stadthauptmanu; Walther Amrhhu, Ritter; Rudolf Pfhffer, lllittcr, alle des Raths,^ri, Heinrich Trösch, Landammann, Emauuel Beßler, Alt-Landammaun und Pannerherr. S chwyz. JostSchilter, Landammanu; Heinrich Neding, Alt-Landammann und Pannerherr. Untcrwalden. Peter Jm-seld, Landammann, von Obwalden; Johann Leu, Laudammann, von Nidwalden. Zug. Melchior Branden-berg, Statthalter; Adam Staub, Amman». Freiburg. Karl von Montenach, Schultheiß; Jakob Vögeli;Heinrich Lamberg, Ritter, Alt-Burgermeistcr und des Raths. Solvthurn. Benedict Glutz, Alter Rath.

!». Diese Conferenz ist ausgeschrieben worden wegen der ungewohnten Rüstung, Besoldung und Ein-iegicrung fremden Kriegsvvlkcs von Seite Berns nahe an der Grenze. Dieses hatte sich zwar in einemSchreiben an Solothurn entschuldige» wollen, als ob das Volk noch in des Herzogs von Savoycn Dienstsei; überdieß war auch gemeldet worden, daß das Volk der Herrschaft Venedig zuziehe. Obgleich Bern We-ber gegen den Herzog Von Longuevillc noch sonst jemand Thätlichkeiten beabsichtigen mag, so befürchtet mandoch, daß durch jenes Volk Unfug angerichtet werden und ein allgemeiner Auflauf entstehen könnte. Es wirddaher für gut erachtet, daß jedes Ort gutes Aufsehen habe und sich gerüstet halte. Inzwischen wird an Zürichgeschrieben, es möchte Bern ersuchen, zu Vermeidung von Ungelegcnheiten das Volk fortzuwehen. I». Derspanische Ambassador Alfonso Casati berichtet, es Hütten abermals etliche Fremde mit Zuthun des Landvogtesdurch Sargans nach Italien dewPaß genommen. Beschlossen: Lucern soll jemand abordnen, um der Sacheuachzufrageu und den Landvogt von solchem unbefugten Vornehmen abzuhalten. Dem Prälaten zu Pfüfcrslaßt man befehlen, die aufgestellte Wache fortbestehen zu lassen und zu verstärken, um fremdes Kriegsvolkabzuhalten. «. Wegen der dem Regiment des Obersten Ulrich von Schwyz schuldigen Zahlungen wird ein Schrei-en an den Herzog von Savoyen bewilligt. Alan läßt auch mit dem Gesandten de Tvrnetta reden, daß erdie Sache bei Hof empfehle, «t. Nachdem durch den Propst della Scala zu Mailand Veranlaßung gegebenworden war, daß die Zahl der eidgenössischen Studenten an dem Eollegium daselbst vermehrt werden möchte,laßt man darüber an den Cardinal Borromeo und den Propst schreiben, v. Der Bote, welcher die Schrei-ben an die sieben Zehuden im Wallis überbracht hat, berichtet, daß die Antwort ans den Landrath verschobenworden sei, daß es der Religion halber im Land ziemlich gefährlich aussehe, und daß die Walliscr vorhätten,