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Conferenz von Lucern, Freiburg und Solothurn.
Solothurn. l6l», 4. bis «. Januar.
Staatsarchiv Luccr». Absch, >1« anno XI. kvl. <!.
Gesandte: Lucern. Jakob Souneuberg, Schultheiß; Rudolf Pfyffer, Ritter, des Raths. Freiburg.Karl von Alontenach, Schultheiß; Jakob Vögelin, Ritter, des Raths; Heinrich Lamberger, des Raths;Anton von Montenach, Stadtschreiber. Solothurn. Peter Suri, Schultheiß; Johann Georg Wagner,Nenner, Seckelmeister; Johann von Noll, Ritter, des Raths.
N. Ein Abgesandter des Herzogs vou Longueville, mit welchem Lucern, Freiburg und Solothurn durchewiges Burgrecht verbunden sind, erstattet dessen mitburgerlichen Gruß, überreicht ein Credcnzschreiben linderzählt alsdann umständlich, was dem Herzog seit seiner Ankunft in der Grafschaft Neuenbürg von denllnterthancn und der Stadt Bern begegnet sei. Schließlich begehrt der Abgesandte über folgende vier PunkteRath: 1) Ob es nicht mbglich wäre, daß die Ausburger in der Grasschaft Neuenburg sich von dein Burg-recht, welches sie mit den Jnburgern zu Neuenbürg haben, entziehen könnten; 2) ob das Burgrecht derwueren und äußeren Burger der Stadt und Grafschaft Neuenbürg mit Bern aufgehoben werden könne;P "b und was der Herzog auf das scharfe Schreiben Berns antworten solle; 4) ob mau es rathsamßnde, daß dieses Geschäft vor gemeine eidgenössische Orte gezogen werde. Man findet für gut, auf dieseWer Punkte einstweilen nicht zu antworten, sondern an Bern freundlich zu schreibe», daß es von seinemVorhaben abstehen möchte. Wenn Bern nicht willfährig antwortet, soll eine gemeineidgenössische Tagsatzuugausgeschrieben werden. Dem Abgesandten wird der Inhalt des Schreibens an Bern mitgetheilt und ihmMgleich ein Autwortschreiben an den Herzog übergeben. Die Schreiben an Bern und an den Herzog wer-den abschriftlich de Vic, dem außerordentlichen, und Mirou, dem ordentlichen französischen Ambassador, mit-tzetheilt. I». Schultheiß von Montenach bringt vor, daß an Bern um Entfernung der landskncchtischenSoldaten, die sich im Waadtland wider die alten eidgenössischen Bräuche aufhalten, geschrieben werdensollte. Lucern und Solothurn nehmen diesen Antrag in den Abschied. Falls das Kriegsvolk sich längeraufhalten sollte, will Lucern eine fünfürtischc Tagsatzung einberufen, welche Bern um Entfernung derLandsknechte ersuchen soll. «. Schultheiß Sonnenberg läßt sich darüber vernehmen, wie der Bischof unddie Katholischen in der Landschaft Wallis von den Protestierenden bedrängt werden, daß die sranzösischcnPensionen größtentheils den Neugläubigen gegeben werden, und daß Herr deVic früher in Betreff dieserSache alles Gute auerboten habe. Alan läßt durch drei Ausgeschosseue mit Herrn de Vic wegen dieserWallisersacheu reden, besonders daß der Bischof in das Bünduiß mit Frankreich aufgenommen werdenwöchte. Herr deVic und der Ambassador Mirvn versprechen alles Gute und wünschen besonders, daß
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