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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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September 1617.

vder doch mit dem nöthigen Proviant und genügender Munition versehe, nach eidgenössischem Brauch und gemäßdes Bündnisses, so haben sie Befehl, die Regimenter ab- und heimzumahnen; falls er aber diesen Begehre»entspreche und zur Zufriedenheit die Hand biete, so sollen die Regimenter als redliche Kriegsleute dem Könignoch ferner dienen in Allem, was das Bündniß und ihre Capitnlation vermöge; daneben sollen sie Seiner Epcellenz den Troz gegen den Oberst Kloos alles Ernstes verweisen und ihm vermelden, daß man dessen ein-gedenk sein und betreffenden Orts, da es gemeine schweizerische Nation angehe, vorbringen werde. Zu Ver-richtung dieser Gesandtschaft, wenn sie von den Obern beliebt wird, sollen die beiden Orte, aus denen dieObersten sind, je einen Gesandten abordnen. Von diesem Entschluß wird dem Ambassador Kenntniß gegeben.I». Da zu Lauis und Luggarus der Weinin trefflicher anzal" von Mayländern bestellt und aufgekauft wird,was nicht allein in den Orten, sondern auch in der Landschaft selbst Vertheuerung und Mangel des Weinsverursachen möchte, wird Zürich ersucht, im Namen der regierenden Orte ihnen den Befehl zugehen zu lassen,daß sie der auf der Jahrrechnung hierüber beschlossenen Verordnung nachkommen sollen.

Confcrenz der IV evangelischen Städte sannnt Mühlhausen.

Aarau. 1K17, 18- September (8. alt. Kal.).

TtaatSarclnv Zürich. Abschi-dbd. NN, S, ü».

Gesandte: Zürich. Hans Heinrich Holzhalb, Burgermeister; Hans Ulrich Wolf, Statthalter und desRaths. Bern. Glado Weyermann, Zcugherr; Hans von Büren, beide des Raths. Basel. Hans Lux Jselin,der jüngere; Leonhard Lützelmann, beide des Raths. Schaffhansen. Hans Konrad Peyer, Statthalter unddes Raths. Mühlhausen. Jakob Ziegler, alt-Burgcrmcister; Kaspar Dollfnß, des Raths.

t». Wiewohl man gehofft hatte, es würden die III Bünde ihre MißHelligkeiten auf dem gemeinen Bundes-tage zu Davos ausgleichen und wieder zu Frieden und Einigkeit gebracht werden, so hat man doch ans denab diesem Bundestag erlassenen Zuschriften des Obern und des Zehngerichtcbunds an Zürich und Bern mitgroßem Bedauern erfahren müssen, daß der Bundestag in Zwietracht auseinander gegangen und die Auf-regung so weit gediehen sei, daß Unruhen und sogar Tätlichkeiten zu besorgen seien. Deßhalb und wegender Volkswerbungen und Musterungen, die gegenwärtig in den österreichischen Landen im Namen des Königsvon Spanien in den Dienst des neuen Königs von Böhmen stattfinden, hat Zürich diese Conferenz ausge-schrieben. I». Bezüglich der angedeuteten Volkswerbnngen und Musterungen berichten die Gesandten Mühl-hausens, wie sie seit einiger Zeit Späher nach verschiedenen Seiten ansgeschikt, bisher aber nichts Anderes inErfahrung haben bringen können, als daß man das Kriegsvolk für Spanien werbe und daß dasselbe demKönig in Beheimb zu Gutem wider Venedig gebraucht werden solle; dem sei wie ihm wolle, so habe Mühl-hansen die Wachen verstärkt, halte sich ans der Hut und hoffe, die Stadt durch die Bürgerschaft (ungefähr400 Mann) ohne einen Zusaz wohl verwahren zu können, indem diese sich willig anerboten habe, Leib undGut zn der Obrigkeit zu sezen. Da nun aber die Gesandten der IV Städte diese Kricgsrüstungen, ungeachtetman vorgibt, daß das Kricgsvolk nur gegen Venedig und in das frianl'sche Gebiet geführt werde, namentlichfür Mühlhansen bedenklich und verdächtig finden und für nothwendig halten, daß diese Stadt,so eben ein