Druckschrift 
5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
Entstehung
Seite
1273
Einzelbild herunterladen
 

December 1616. ^73

Z» Rheinau gehabt habe», soll der Abt statt derselben ihnen an einem gelegenen Ort eine andere Pfarrkirchebeförderlich erbauen, wogegen sie sammt ihren Kirchgenosscn zu Marthalen sich der alten Kirche müssigensollen. Ob der eine oder der andere dieser Vorschläge angenommen wird, so soll unbeschadet der Verordnung,b"ß jedes mitregierende Ort nur mit Einwilligung der übrigen dergleichen Käufe abschließen dürfe, den VOrten freigestellt sein, ungefähr so viel im Thurgau zu kaufen, als Zürich durch diese Käufe bekommen hat.U"d da einige der Herren Säze vernommen haben, daß wegen der Synode und der Ehesachen im ThurgauZwar eine Vereinbarung geschehen, deren Execution aber nicht erfolgt sei, so stellen sie schließlich das wohl-weinende Ansinnen, es möchte dieselbe zu Vermeidung von Weitläufigkeit wirklich vollzogen werden. DieGesandten der V Orte erklären, daß sie diese Mittel nicht annehmbar finden und daß auch ihre Herren undObern keinen Gefallen daran haben werden, weßhalb sie auf das Recht dringen müssen. Da auch Zürichbessen sich nicht weigert, wird beschlossen, gegenwärtige Verhandlung durch ein freundliches Schreiben denObrigkeiten zu übermitteln, sie zur Annahme des einen oder andern Mittels zu ermahnen und ihnen heiin-zusezen, allfällige Bemerkungen auf nächster Tagsazung vorzubringen. Für dermalen, da ein Theil der Orte"'cht Bollmacht hat, rechtlich zu procedircn, und da ohne einen Obmann kein Austrag zu verhoffen ist undo»ch andere Ungelegenheiten vorhanden sind, wird die Sache bis zur künftigen allgemeinen Taqwuna ein

gestellt. - s u ">

1- Das Gesandtenverzcichnisi des Basler Exemplars führt die Gesandten von Bern, Basel, Freiburg Solotburn mWschaffHause» alsSäze" zuerst auf.

2. Die Kaufsninme, welche Zürich für die beiden Herrschaften und den Zehnten zu Wcinfelden erlegt hatte, betrna laut"^gelegtem Bericht Gl. 186,000 (Pfyn 55,000, Wcinfelden 76,000, Zehnten zu Weinfelden 55,000); dazu kamen antuslagen für nöthige Bauten -c. Gl. 12.240, an Zinsen Gl. 25,485, nebst Gl. 20,000 als Äquivalent für EinbürgerungZehn Personen aus dem Geschlecht der Gemnüngeu mit Weib und Kind, um welche sie Weinfelden billiger an 'ün i>abgetreten haben. Die Käufe kommen Zürich also im Ganzen auf Gl. 243,725 zu stehen.

Conferenz der die Vogteien Bellenz :c. regierenden III Orte.

Attorf. 1L17, S. Jannar.

LandcSarwiv Schw»,.

Der Abschied fehlt. Die Instruction von Schwyz für seine Gesandte», Laudammann Heinrich Reding und alt-Com-wissär Fridolin Horat, enthält folgende Punkte: 1. Ausgaben für die Wehreu zu Bellen;. 2. Herstellung der Ringmauernb°r Schlösser zu Vellen;. 3. Die aus den ennctbirgischen Vogteien sollen abgemahnt werden, wegen ihrem auf den Weingelegten Umgeld vor den Orten zu erscheine». 4. Daß der von Landvogt '^tulz selig verdiente Lohn dessen Erben aus-bezahlt werde. 5. Anmahnnng. des Inminischcn Geschäfts. 6. Die Veroidnung bezüglich derEosten vnd schaden schickcnsgvert dem bcrg" soll gehandhabt werden. 7. Die Gesandten sollen benüheu, ob nicht Lucern zur Ausschreibung einer ka-relischen Conferenz wegen Pfyn und Weinfelden und anderer dringender Geschäfte gemahnt werden soll. Laut Nid-'ealdncr Räthe- und Landlentcprotokoll vom 23. Januar erstatteten an diesem ^age die Nidwaldncr Gesandten, Landammann^»hann Leu und Sekelineistcr Philipp Barmettlcr, ihren Obern Bericht über die Verhandlungen dieser Conferenz.

160