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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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November 1616.

in Wallis gewesenen Gesandten über die Lage der Dinge ergibt sich, daß die Anstände namentlich auf vierPunkten beruhen: 1. ob der obere Zehnten nicht beim mayländischen Tractat, wenigstens in Bezug auf freie»Handel und Commercium, verbleiben könne; 2. ob er verpflichtet sei, der Zumnthung der untern Zehnten,ohne aller Zehnten Wissen und Willen mit Niemand ein Bündniß eingehen zu dürfen, nachzukommen; 3. ober beim vispischen Abschied belassen werde; 4. ob er schuldig sei, die wegen Pannerherr Jost verbürgten 266l>Kronen zu zahlen, da dieser nie zum Recht oder zur Verantwortung habe gelangen können. Dabei berichtendie Gesandten, der obere Zehnten habe sich gegen sie ganz freundlich und ehrerbietig erzeigt und sie gebeten,ihm beholfen und berathen zu sein, damit er zur Ruhe komme, während die untern Zehnten sich ganz „kall-müetig" bewiesen und geäußert haben, die katholischen Orte seien weder ihre Richter noch Protectoren undDefensoren, auch haben sie zu wissen verlangt, wer sie, die Gesandten, in's Land beschikt habe; dabei üben siogegen des Pannerherrn Jost Wittwe alle Strenge und erst neuerdings haben sie ihr auferlegt, in Bälde 566Kronen abzurichten. Nach Anhörung dieser Relation und in Erwägung, wieviel der Religion halber den ka-tholischen Orten an dieser Landschaft gelegen ist, und da nach dem Geständniß der untern Zehnten der Spannamentlich auf dem Artikel wegen des Passes beruht, hält man für gut, bis nach Erledigung dieses Anstandesdie übrigen Punkte ruhen zu lassen. Demnach wird Lucern beauftragt, den Ambassador Casale dahin zu ver-mögen, daß er diesen Artikel fallen lasse; zugleich sollen die Gesandten an den französischen Hof mit demKönig und seinen Rüthen über das Wallisergeschäft sich besprechen und Moderation auszuwirken trachten;hievon soll dem Bischof und den sieben Zehnten Kenntniß gegeben werden mit dem Beifügen, man hoffe, dieSache werde zu beider Theile Befriedigung erlediget werden; gleichzeitig sollen sie ermahnt und gebeten wer-den, inzwischen alles auf diesen Span Bezügliche in Geduld einzustellen und alle Proccduren zu suspendire«und ihrem Erbieten gemäß mit dem Bischof und Domcapitel sich zu vereinbaren. Dem Zehnten Gombs sollfür die den Gesandten erwiesene Ehre und Freundschaft gedankt werden unter Versicherung, daß man ihnnicht verlassen werde, er möge sich aber bis zum Austrag der Sachen ruhig verhalten und des PannerherrnJost Wittwe bei ihrem Anliegen die Hand bieten, damit sie einiger Maßen getröstet werde, jedoch im Ge-heimen. I». Im Namen des Gubernators von Mayland klagt der Ambassador Casale, daß die Misoxer vielGetreide, das denen von Lauis und Luggarus aus dem Mayländischen zukomme, aufkaufen, daß sie aber desKönigs Wohlthaten zu genießen nicht verdienen, da sie sich stets so unnachbarlich gegen ihn erzeigen; er ver-langt daher, daß man geeignete Maßregeln dagegen treffe, damit der Gubernator nicht veranlaßt werde, denennctbirgischen Unterthanen den Getreidekauf auch abzuschlagen. Daher wird an die Landvögte die Weisungerlassen, den Unterthanen das zu verbieten und den Misoxern den Kauf von Getreide zu verwehren. Danebensoll Lucern dem Herrn Casale anzeigen, er möchte gleichfalls verhüten, daß die Mayländer so vielen Weinden ennetbirgischen Vogteien aufkaufen, und ihn an Bezahlung der versprochenen Pension erinnern, e. Lucernwird beauftragt, beim savoyischen Ambassador darauf zu dringen, daß den Obrigkeiten und den Hauptleutendie wiederholt versprochenen Pensionen und Zahlungen geleistet werden. «I. Obwalden berichtet, der Nuntiushabe ihn: eine Instruction über Betreibung der Seligsprechung des Bruders Niklaus zugestellt; vorerst niüsstman beim Papst anhalten, daß er hiezu einwillige, die daniit beauftragten Cardinäle anhöre und einigen Pr^laten die Inquisition über Leben, Wandel und Wunderzeichen auftrage; das sollte zwar der Wichtigkeit derSache wegen durch eine Rathsabordnung geschehen, könne aber zu Ersparung der Kosten auch durch ein Schreibe»verrichtet werden; dabei sollte man auch die Cardinäle Borghese, Farnese, Verallo und d'Aquino ersuche»,