September kl, 16.
Walde». Sebastian Wirz, Statthalter, von Obwalden; Johannes Zelger, Statthalter, von Ridwalden. u gKonrad Zurlanbcn, Amman». Solothnrn. (Hans) Gibeli, Gemeinmann.
». Da Ziirich eine gemeine Tagleistung nach Baden ausgeschrieben hat in Betreff der Durchzüge fremdenKriegsvolks durch die Eidgenossenschaft, so hat man sich versammelt, um über eine einstimmige Antwort andie protestirenden Orte sich zu vereinbaren. Und dieweil Zürich in seinem Ausschreiben auch von etwasKriegsvolk Erwähnung thnt, das in Burgund sich gesammelt habe, wovon bereits auch der savoyische Am'dassador vor deni Rath zu Lncern Anzug gemacht hat, so findet man nach Abhörnng der betreffenden Acten-sti'ke, es.hätte dieser Ursache wegen die Ausschreibung einer Tagsazung nicht 'so Roth gethan, zumal desDnrchpasses halber sich Niemand gezeigt hat und der übrigen noch nnerörtcrten Geschäfte keine' Erwähnunggeschieht. Indessen hält man nach Erwägung der gegenwärtigen Läufe und der großen Kricgsrüstungen so"ahe an den Gränzcn, ans denen leicht Gefahr für das Baterland erwachsen könnte, für thnnlich, diese Taowzung zu besuche», namentlich a»ch, weil man den protestirenden Orten erst kürzlich auf eine solche TagsazungAngedeutet hat und man jezt Gelegenheit haben wird, die noch unerledigten Späne zm Sprache zu bringen'von denen Zürich wahrscheinlich dermalen nichts erwähnt hat, weil man ihm auf sein leztcs Schreiben dieAntwort schuldig geblieben ist. Zuvor jedoch soll ihm geschrieben werden, es möchte sich vor Allem entschließen^as weinfeldische Geschäft dießmal zu erledigen und seine Säze zu ernennen. Bezüglich des Passes will manNch in ei» Dispntircn nicht einlasse», da man das für eine ausgemachte und dermalen nnnölhige Sache hältAndern beim Abschied vom Januar vorigen Jahres verbleiben. I». (S. n. Thurgan). «. Johann Baptist^abaleon, oberster Postmeister, und Freiherr Ludwig von Tornetta, beide Ritter, vermelden als Abgeordnetees Herzogs von Savoyen dessen gnädigen Gruß und begehren einen Aufbruch gemäß des Bündnisses. Darausgnrd ihnen eröffnet, man bedaurc die schon lange andauernden Zerwürfnisse zwischen den beide» katholisch-Potentaten von Herzen und wünsche nichts sehnlicher, als daß sie sich durch einen guten, beständigen FriedenWit einander wieder aussöhnen, damit die Bergießnng christlichen Blutes und die der katholischen Kirche drohendeUrfahr verhütet werden. Indessen habe man keine Vollmachten, über den Aufbruch sich z„ entschließen* wolleaber das Begehren gerne an die Obrigkeiten bringen und es deren Gutdünken überlassen; allein man beies werden Hindernisse eintreten, wenn der Herzog die dem alten Regiment schuldigen Nükstände nicht berich-t'gen lasse. Betreffs dessen, was die Herren Ambassadoren hinsichtlich des in Burgund liegenden Kriegsvolkes^''gebracht haben, werden die Obrigkeiten ans der künftigen gemeinen Tagleistung zu Baden durch ihre Ge^A"dten dahin wirken, daß demselben gebührender Maßen nach dem Inhalt der Erbeinnng begegnet und vorAschen werde, damit sowohl der Herzog als die Eidgenossenschaft keinerlei Überlast von daher zu gefahrenAbcn. ,i. Da in der Landschaft Wallis sowohl des Bischofs Autorität als die katholische Religion immer'"ohr abnimmt, will man der auf voriger hiesiger Tagleistung veranlaßt,!» Botschaft ihren Fortgang lassenA'vohl des Zwiespalts wegen zwischen dem Zehnte» Gombs und den übrigen Zehnten, als auch um dem^'schof und der katholischen Religion zu helfen; wofern durch die Practiken der Borgesezten und der ReligionAlber Verdächtigen ihrem Verdenken nach die Versammlung des Landraths nicht gestattet würde, sollen dieesandten von Zehnten zu Zehnten vor die Gemeinden treten, sich aber bezüglich der Capitulation mit May-A'd unparteiisch und neutral verhalte». Weil indessen Uri zu besserer Erkundigung der Sachen Jemand nachWallis geschikt hat, wird die Angelegenheit bis ans die badische Tagleistung verschoben. Dort soll dann end