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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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April 1010.

katholischen Orte aber sind anderer Ansicht, da das, was lezthin die unparteiischen Orte gesprochen habe»,nicht zn gleichen Säzen geschehen sei. Da die dabei intcressirten Orte der pfynischen und weinfeldischen Käusthalber zusammen gewiesen worden sind, darüber einen Tag anzusezen, so soll dort auch dieses rheinauischeGeschäft zur Hand genommen und zu vergleichen versucht werden, I Die V katholischen Orte sollen ein-gedenk sein, den Gesandten, welche etwa über das Gebirg geschikt werden, Aufträge mitzugeben, daß ihr Vor-haben betreffend das Kollegium zn Moyland ausgeführt werde. K. Hauptmann Andreas Zweyer, Vogt Z»Kaiserstuhl, stellt im Namen des Bischofs von Konstanz an die V katholischen Orte das Ansuchen, sie möchte»wegen der großen Schuldenlast des Bisthnms ein Jntercessionsschreiben an die päpstliche Heiligkeit erlasse»-Unter Erwiderung der vermeldeten Grüße wird ihm entsprochen und Schultheiß Sonnenberg das Schreibe»zu befördern beauftragt. I». (S- n. Baden), I Der Anzug der bernischen Gesandten, daß die Heiden, Z>-geuner und anderes Gesindel wieder überhand nehmen, rauben und stehlen und die Amtleute bedrohen, n»ddaß man daher den ergangenen Abschieden nachkommen und allenthalben das Land von diesem Gesindel räume»sollte, wird zur Nachachtnng in den Abschied genommen. Auf den Bericht, daß dergleichen Gesindel besondersin den Freiämtern, in der Umgegend von Bremgarten und auf den Gränzen der Grafschaft Baden sich her-umtreibe, wird den Landvögten befohlen, fleißig auf sie zu fahnden und ihnen als öffentlichen Dieben de»verdienten Lohn zu geben. Ii,. Glarus und Solothurn bringen in Erinnerung, was der französische Ambastsador de Castille in Betreff Beförderung der französischen Zahlungen und Verbesserung der von den Tresoricre»geübten „Finanzereien" und schädlichen Neuerungen versprochen hat, und beantragen, da weder Abhülfe nochdie Distribution der 400,000 Kronen bisher erfolgt sei, eine ansehnliche Legation an den König abzuordnen,um ihm neben Beglükwünschung zum Regierungsantritt und zur Vermählung diese Beschwerden vorzutrage»-Man ist nun allseitig einverstanden, eine Gesandtschaft abzuordnen, sobald der Friede zwischen dem König »»dden Prinzen abgeschlossen und publicirt sei. Da aber einige Orte sechs Gesandte für genügend finden, anderevorschlagen, es solle von jedem Ort ein Gesandter geschikt worden, wird dieser Punkt ml instiuenclum a»fkünftige Jahrrechnung in den Abschied genommen. Inzwischen hat man an den Ambassador, der jezt nachFrankreich abreist, ein Schreiben abgehen lassen, er möchte der Legation günstige Aufnahme bereiten und dieSache für recommcndirt haben. Bern nimmt das ml l-viervnllum. I. Vor den Rathsgesandten derOrte eröffnet der Gesandte des Erzherzogs Maximilian, vr. Johann Christian Schmidlin, unter Bezugnahmeauf sein in Zürich abgegebenes Creditiv (Innsbruck, 28. März) und auf die Dcdnction, daß die vorhabendeVolksbewilligung nach Venedig der Erbeinnng zuwider sei (Rheinfeldcn, 4. April): Der Erzherzog habe inErfahrung gebracht, daß die Herrschaft Venedig in der Eidgenossenschaft um eine große Anzahl Hülfstrnppe"werbe, daß einige Orte zn entsprechen nicht ungeneigt seien und daß mich den Durchpaß durch Bünden zuerlangen im Werke sei; nun sei aber bekannt, daß die Werbung Venedigs einzig dahin gerichtet sei, die ohneAnlaß begonnenen Feindseligkeiten gegen Österreich fortzusezen; die kaiserliche Majestät sowohl als der Erz-herzog haben die Eidgenossen schon wiederholt ermahnt, in keine Bündnisse oder Unterhandlungen sich einzu-lassen, die der Erbeinnng zuwider laufen möchten; es sei bekannt, mit welchem Eifer, Ernst und Sorgstseiner Zeit Kaiser Maximilian I. die Erbeinnng mit den Eidgenossen aufgerichtet habe, wie emsig auch dahi»gestrebt worden, daß diese ewige Erbeinnng mit dem Namen und der That also sein und bestehen könne; ob-schon man nun bei derselben hauptsächlich die österreichischen und burgnndischen Lande im Auge gehabt unddarin festgesetzt habe, daß kein Theil wider den andern etwas thnn oder zn thnn gestatten solle, woraus Krieg