Juli 1612. W93
wechseln, einzuschmelzen und wieder zu vermünzen, dainit man nicht zu sehr mit leichter Münze beschwertdeiche. Zürich soll auf die neuen Gold- und Silbcrmünzen ein fleißiges Aufsehen haben, und wenn eine neueGattung Münzen oder von den alten Sorten eine neue geringere in's Land kommt, dieselben sogleich anfsezenund Probiren lassen und den übrigen Orten den Befund mittheilen, damit man sich vor Schaden zu hüten^eiß. Wenn andern Orten neue Münzen zukommen, sollen sie Zürich davon benachrichtigen. Der WardeinZürich soll bezeichnete Gewichte auf die hanptsächlichsten Gold- und groben Silbermünzcn anfertigen und'u Ort und wer davon begehrt, für jede der Goldsorten ein Gewicht nnd für die Silbersorten eine gute^uzahl Gewichte, etwa für 4 Gulden, sammt den Granen zuschiken. Wenn gegenwärtige Ordnung, wie man^wartet, allgemein angenommen wird, soll sie gcdrukt und allenthalben publicirt werden und ans künftigen^ Berenatag in Kraft treten. Auch den übrigen Orten Bern, Basel, Freibnrg, Solothurn, Schaffhausenuud Appenzell soll diese Ordnung von Zürich aus mitgetheilt werden. (Actum Baden, 6. Juli), Daskflich dxs Hauptmanns Moriz nnd des Martin Lusser von Uri um Fenster nnd Wappen in ihre neuen Häuser^'d Uli rokerenlinm genommen. Weil die übrigen Orte Fenster nnd Wappen in das Wirthshaus zumwsen in Zug bewilliget haben, werden die Herren Gesandten (von Basel und Schaffhausen) das auch an^ Obern bringen nnd auf nächster Zusammenkunft Bescheid geben.
Mnn sehe auch im Abschnitte Hcrrschaftsangelcgenheiten:
putsche gem. Vogt, übcrh. »». Art. 19. Beamte. r. Art. 69. Nechnungssachcn.
Ulldgrafschstst Thurga». »». Art. 647. Stifte und Klöster. »». Art. 234. Märchen.
»»dvvgtci Nhcinthal. «I. Art. 170. Verschiedenes.
^fschaft Baden. I». Art. 141. Gotteshäuser.
"»dvogtei Frciämtcr. t Art. 155. LocalcS.
kiinetb. Vogt, übcrh. >». Art. 79. Rechts- und Gerichtssachcn.
Bollen; :c. 'v. Art. 388.
^»-freibnrg. Vogt, überh. I. Art. 99.
ben ^ Zürcher Exemplar, Z 16: H» aus dem Schwy-er Exemplar, Beilage zum Abschied: » aus dem Berner Exemplar
Händigt ! ^ aus dem Exemplar im Aargaucr Archiv, F 19: « aus dem Basier Exemplar, auch im Schasfhauser.
Zu I». Hier mag folgende Verordnung der Nidwaldner Nachgemeindc vom 3. Mai 1612 eine Stelle finden:6s handt MH. ein ganze gebottenc Nachgmeindt vff des heiligen Kruzerfindung 1612 vffgesetzt vndt gemeret damit^ " üi kiinfftigem zud vffenthalt vndt Throst im Fahll des vatterlandts nötten es sig vnsere Fryheiten vndt den wahren^Mljschx,, glauben zuo bewahren, das man nun fürhin von allen Vogtyen etwz Luoders Je vnd allwägen so vill vonzno ncmen vndt dz zno ewigen Zittcn ivie dan dz Lnoder Harnach verschriben stat in die Schazkamer legen. ^ "üselbsten vcrbliben vndt ligen lassen vnd ganz vnd gar daruo» niitt verbrnchcn noch darnon vßliechen »och in keinn ^'lllnng nit mehren noch sonst was dem Landt not thuon möchte nit zuo verbruchen, oldt es wehre dan fach dz esgebe, dz ein Landtzeichcn vß dem Landt mneste, das vnsere Fryheiten oldt den allten wahren Cristlichcn Cat-^ 'ichen glauben anträffcn möchte. Alßdan soll zur selbigen Roth vndt nit witerß; vndt sodan ein Landtmann oldt ein. ^sriindt oldt sonst ein Jeder Landtman in vnserm Landt, Niemandts vßgnomcn, sonder soll ein Jeder vndt Mänigklichcr^ verbunden vndt begriffen sin, der ein einzige Hilff, Raath oldt That darzno gebe, dz sölichs gelt wenig oder vill vßgenommen wurde (doch vorbehalten ins Vatcrlandts Nöthen dz ein Landtszeichen vs; mlleste) derselbig sig wär ertti/' vder groß Stants, Rych oder Arm, soll alles sin Lyb vndt Löben, gnot vndt bluot vnd Jnsomma waß er vff!chaf" Oberkcytt verfallen sin vnd soll der Landtnnimann denselbigen by sinem Eidt vff der stundt in gfangen-
^ Jnziechen vndt ein Mallefizischen Landttag ober ihne ergan lassen, wie ober ein andere» armen Übclthäter, vndt soll