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März 1611.
Jmfeld, alt-Landaininann; Anton von Znben, des Raths, von Obwalden; „Anton" (? Sebastian) von AM»,Statthalter; Hanptmann Jakob Stulz, des Raths, von Nidwalden. Z n g. Konrad Zurlauben, Stadtschreiber,Johannes Nußbauiner, Landesfähnrich. Glarns. Niklaus Schnler, Landesfähnrich; Hauptmann Kaspü'Vogel. Basel. Johann Friedrich Rychiner, Stadtschreiber; Hans Werner Ringler, des Raths. Freiburg'Johann Wild, Schultheiß; Johann Python, Sekelmeister; Oberst Jakob Vögeli. Solothurn. Laure»ZAregger, Ritter, alt-Schnltheiß; Peter Sury, Schultheiß; Johann Jakob vom Staal, Ritter, Venner;Georg Wagner, Sekelmeister. Schaffhausen. Heinrich Schwartz, Burgermeister; Hans Konrad P^'Sekelmeister. Appenzell. Johann von Heimen, Ritter, Landammann, von Jnner-Nhoden; Hans Sch^'Sekelmeister, von Außer-Rhoden.
t». Wegen der vom Herzog von Savoyen vorgenommenen Truppenbewegungen und der dahcrigenfährdnng der Eidgenossenschaft und der Stadt Genf hat der französische Ambassador, Herr von Resfüge,Auftrag seines Königs und dessen Mutter, der Regentin, diese Tagsazung ausgeschrieben. Nach Eintritt >»die Sizung und Überreichung seiner Credenzbriefe vom König und der Regentin (Paris, 1. März) eröffnet 0nun Folgendes: Die Eidgenossen werden sich des Eifers erinnern, init dem des Königs Vorgänger,Heinrich den allgemeinen Frieden zu erhalten stets und bis zum lezten Athemzng bemüht gewesen sei, 'jenes unnatürliche Monstrum, diese edlen Intentionen zu zerstören, ihn ermordet habe; die Pacificirungjülichschen Streites, durch welchen nicht allein seine und Deutschlands Gränzen, sondern die ganzeheit gefährdet worden, habe er nicht mehr vollenden können, aber sein Sohn und Nachfolger und die Rege»^'haben das angefangene Werk glüklich zu Ende geführt und ihre Bundesverwandten, die das offenbarstedazu hatten, bei ihrem Posseß erhalten, und dabei durch ihre Unterhändler das Ansehen und die Würde ^Kaisers gewahrt und den Weg des Rechtes den übrigen Ansprechen« geöffnet; nach Anslöschung dieseshabe ein anderes in Italien sich entzündet, indem der König von Spanien mit Macht den Herzog vonvoyen bedrohte, der doch nichts als seine Kühnheit demselben entgegen zu stellen gehabt habe; durch dasgewicht seiner Macht und durch gütliche Vermittlung habe der König von Frankreich auch hier eine Vereinbar >zu Stande gebracht; diese wahre christliche Liebe sei um so mehr anzuerkennen, da sie bei den Fürsten d>Welt jezt so selten angetroffen «verde, welche nur ihren Vortheil im Auge haben, ihre Nachbarn zumgegen einander hezen, sie dadurch schwächen und ans ihrem Verderben Nnzen ziehen; diese uneigenniizige ^mittlung, obschon mit Worten von beiden Theilen dankbar angenommen, wäre aber „schlechtlich in den« .erkhendt", «venu jezt der Herzog, wie verlaute, seine Macht wider Frankreichs Freunde und Verbündete,
Genf und die Landschaft Berns kehren würde, und wenn der König von Spanien init seiner gegen Sa"gerüsteten Macht diesen Anschlag unterstüzen würde; zwar habe sein König, obschon von vielen Seite» ^davon benachrichtiget, es nicht glanben können und daher einen seiner vornehmsten Diener an den HerM ^geordnet, nin Aufschluß zu begehren, was die Ansammlung von Kriegsvvlk und dessen Annäherung a» d>egenössischen Gränzen zu bedeuten habe, ihn zu warnen, etwas gegen Genf vorzunehmen, indem der KömüVerbündeten nicht verlassen könnte, und zu begehren, daß er die in savoyischen Diensten befindlichenunverzüglich entlasse; aus Vorsicht jedoch und um seine Freunde und Verbündeten pflichtgemäß z»habe er eine gewaltige Armee aufgestellt, und da er sich in eigener Person bei derselben einfinden «verde, >»» ^er von 6000 Eidgenossen begleitet zu sein und habe ihm, dem Ambassador, aufgetragen, diesenbegehren; hätte der König als „kaltinüthiger" Freund und Bundesgenosse, vermeinend, seinen Freunde»