Juni 1609. 933
^c>valt anwenden, so würden sie sich zu verhalten wissen Die katholischen Orte werden ohne Zweifel genügend^ken, daß man diese Sache nicht des Rechten wegen, sondern um die Eidgenossen zu trennen, anrege; eszu wünschen, daß in Zukunft solche Jntercessionsschreibcn unterblieben. Die katholischen Orte erwidern,^iin dc>, Ausgewiesenen fürbittliche Schreiben crtheilt worden, so finde man darin nichts Sonderbares, dennhabe auf deren Klage über Bedrängung dem allgemeinen Brauch nach intercedirt nnd gebeten, es möchtezum Rechten verhelfen werden, was Niemanden abgeschlagen werde und der Sache nicht viel gebe oder1?.^' dieweil man aber früher erklärt habe, daß man sich der Stadt Mühlhansen weder in Gutem noch inannehmen wolle, werde man auch fürderhin sich nicht besonders mit diesem Geschäft beladen. *) «. (S.Thurgau). p. Der neuen Zölle in Frankreich und anderer dem ewigen Frieden zuwider laufenden Be-werben wegen wird gemeinen Kaufleuten der Eidgenossenschaft eine Abordnung an den französischen Am-hador bewilligt, um wo möglich deren Aufhebung auszuwirken. Auf den Fall, daß dieselbe nichts ausrichtenwe, wird den Kaufleuten eine Jntercession an den König zugesichert. Daneben soll diese Abordnung°lniacht haben, in der Sache der Zollikofer, des Herrn von Peyra nnd Capitaine Fortuna zu verhandeln.
(S. u. Bellenz :c.). » (S. u. Thurgau). « (S. u. Rheinthal), v. Erzherzog Maximilian schreibtwials (13. December 1608) an Bern wegen des aus der Karthause zu Buxheim entwichenen Apostatenv go Tevenius und begehrt, daß daS von demselben geraubte Kirchcngut gemäß der Erbeinung dem Gottes-hill werde. In Folge dessen wird Zürich beauftragt, dieser Sache wegen mit Bern Rüksprachc zuk" und ihm eine Copie der Zuschrift des Erzherzogs mitzutheilen. Nv—II*. (S. u. die betr. Vogteien).5^» Der savohischc Ambassador vermeldet des Herzogs gnädige Gesinnung nnd bundesgenössischen Gruß,schert, wie derselbe aller seiner Nachbarn, insbesondere aber der Eidgenossenschaft Wohlstand, Ruhe undei» befördern sich angelegen sein lasse, und führt Beschwerde, daß die Stadt Genf, in welcher jüngst, 'bischer Edelmann, Herr von Terrail, in aller Eile hingerichtet worden sei, dieses damit zu beschönigenW dieser Herr sei vom Herzog nach Genf geschlkt worden, um einen Plan der Stadt aufzunehmen, währendH Genf dem Herzog längst gänzlich bekannt sei und er also hierzu nicht eines fremden durchreisenden Edel-^urft hätte; daß Gens ferner vorgebe, dieser Herr von Terrail habe auch Auftrag gehabt, der Herren'Bern Kundschaft und das Ryfthal abzuzeichnen. Er begehrt, man möchte den Herzog dieser Anschnldi-fiir ^ keinen Schein der Wahrheit für sich haben, sondern aus Unruhe liebendem Gemüth herfließen,^ entschuldigt halten. — Des Herzogs Gruß und wohlwollende Gesinnungen werden angemessen verdanktsuch beifügen, daß man ihn wegen der Anschuldigungen für gerechtfertigt halte. I»I» Vor zwei Jahren^ dein Wirth zu Horgen, wo eine große „Niederlegt" ist, Fenster und Wappen versprochen worden, worauf-den ^ ^'^elben hat zurüsten und einsezen lassen. Sein Gesuch um deren endliche Bezahlung wird daher indschjxd genommen. II. (S. u. Nheinthal). I^Ii. Das Ansuchen um Fenster nnd Wappen in das Ge-ö» Kloten, im Zürichgebiet, nimmt Bern in den Abschied. II. (S. u. Thurgau). (S. u.»>u Vogt, ttberh.). i»i». Zürich wird beauftragt, die Ambassadoreu von Frankreich und SpanienDrtc in Betreff der Verlängerung der abgelaufenen Neutralität (Burgunds) anzugehen. «»«. Da alle^ ^ie^d eiu Ju nker Christof Pfyffer, des Raths zu Lucern, in sein neues Haus zu Mauensee verehrten
^i»un "klärt auf den Bericht seines Gesandten, daß in dieser Fassung eine Irrung enthalten sei, denn seiner Gesandten
Wi nicht gewesen, daß man sich der vertriebenen Katholischen nicht mehr beladen wolle, sondern es gehe das nur aus die Stadt"n"- In diesem Sinne stellt es dem Finninger einen Schein aus, ä. 6. 3t. Juli.