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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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857
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Deceinber 1007.

Conferenz der Orte Uri, Schwyz und Unterwalden.

Wrunnen. 1607, 22. Jecemöer.

t!a»dc»archi» Ridwaldc».

Gesandte.- Uri. Gideon Stricker, Landamiiiann; Walther Inihof, alt-Landaimnami. Schwyz. Jost

^ er, alt-Landammann; Bartholome Jnderbitzi, Statthalter; Ritter Balthasar Kyd, Setelmeister. Unter-

. e»- Ritter Melchior Jmfeld, Pannerherr, von Obwalden; Sebastian von Büren, Statthalter, von"dlvaldcn.

.. ^ Conferenz ist zu berathen, wie Lucern und Zug, die von der jüngsten Vörtischen Tag-

"'ig Gersan*) wegblieben, veranlaßt werden könnten, zu Stillung der leidigen Unruhen in Bünden. n "uken, ob man an sie eine Votschaft abschiken oder den zu Gersau gestellten Vortrag schriftlich abgehe»wolle, vielleicht etwas moderirt. Schwyz und Unterwalden finden für besser, denselben ungeändert

>n Lucern zu schikcn, damit er daselbst vor dem großen Gewalt verlesen werde; Uri nimmt das

ku Abschied, immerhin in der Meinung, daß sich seine Obern von den andern Orten nicht söndern werden.

^'III dad." ...» »v...... ..... 5.«

Reiben mit den angebrachten geringen Modifikationen durch einen eigenen Läufcrsboten in der drei Orteani'

""d Lucern

Zainen

"ach Lucern abgehen lassen. I». Die andern beiden Orte bedauern den erbitterten Span zwischen Urisie d' wegen des Wochenmarkts und Kornkanfs; da sie aber dießfalls keine Instructionen haben, nehmenbej Abschied, mit der Vertröstung, nach Kräften beitragen zu wollen, daß der Handel gütlich

gl werde. Dabei ersuchen sie Uri, inzwischen nichts Unfreundliches gegen Luccrn vorzunehmen.

^ Vrunnen versammelten Gesandten von Uri, Schwyz und Unterwalden ob und nid dem Wald erlassenDecember folgende Znschrist an Lucern: Mit Schmerzen müssen sie wahrnehmen, wie die katholischen Ange-he? " Bünden immer bedenklicher werden; die katholischen Orte könnten es vor Gott nicht verantworten, wenn sie»ich> ^'"beten Religionsgenossen daselbst zn Grunde gehen ließen, und zwar aus dem unbedeutenden Grunde, weil sie sichha^^"'wigen können, sürderhin in der Sache allein zn handeln und mit den Evangelischen nicht mehr darüber zu ver-sjch , ' seien von ihren Obern beauftragt, Lucern darüber Vorstellungen zu machen und es zu ermahnen, von ihneni>°ney mswwern, sondern Lieb und Leid mit ihnen zu tragen. Mit Bedauern sehen sie, daß Lucern zu den vorgeschla-fen ' '"cht einwilligen wolle, obschon sie annehmen wollen, daß es ebenso gut es meine als sie; der katholischenvor m' ""ühigkeit habe ihnen bereits die Achtung bei ausländischen Fürsten und Ständen geraubt. Weil man nun wedernoch vor der Welt es verantworten könnte, wenn man mit offenen Augen dem Zugrundegehen der wahren

Zünden zuschauen würde, ohne die wiederholt angedrohten Mittel anzuwenden, sehen sie sich im Falle, Lucernsl>ly. und brüderlich zu ermahnen und zu bitten, in dieser dringenden Sache ihnen beizustehen; wenn je ein Zu-

lisch^ nöthig gewesen, so ßä es jezt, wo die der katholische» Religio» Widerwärtigen nichts unterlassen, dem katho-ch>Mi„.- Abbruch zn thnn. Luccrn kenne die eindringlichen Ermahnungen und Zusicherungen de? Papstes und desBändner Unruhen seien hauptsächlich wegen der Verweigerung des Durchpasses den gegen den Papst ziehendenvvb ^Akern entstanden; die guten Katholiken in Bünden, welche den treuherzigen Rüthen der katholischen Orte gehorchthi,,... ° ""»bsleute ebenfalls dazu ermuntert haben, werden nun dafür aus das Äußerste verfolgt, vertrieben, beraubt, ja°aher sie sich nicht ohne Grund beklagen könnten, wenn mau sie jezt im Elend stecken lassen und keine Hülfe

')

Abschied dieser Tagleistung fehlt.

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