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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
Entstehung
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827
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Juni 1007. 825

^ Balsach Zürich überbrachte Zuschrift vom 20. Mai. Weil bereits einige der in Bünden Verurtheilten^ Flüchtigen in Baden angekommen und noch andere zu erwarten sind, wird die Sache ans den folgenden3 derschvben, denn mau hält gründliches Nachdenken und reifliche Erdanrung für dringend nöthig, um das,'uinende Feuer zu dämpfen. Am folgenden Tage eröffnen genannte Flüchtlinge Folgendes: Sie müssen^ Schmerzen berichten, welch' heillose Unordnung in ihrem geliebten Vatcrlande entstanden, dürfen aberFeinheiten übergehen, indem solche leider Jedermann nur zu bekannt seien; die Rädelsführer, wohl ein-daß zulezt alle Verantwortlichkeit auf sie fallen würde, haben angefangen, dem gemeinen Manne vor-geben, Pix Obrigkeit habe unredlich gehandelt, man müsse sie festnehmen; hierauf sei das unordentlicheGericht von 00 Richtern eingesezt worden, unter Beigabe von 500 bewaffneten Männern als Hütern,^ ?es Strafgericht alle mißbelicbigen Personen vor sich lade; wenn dann um das Vaterland wohlverdientelcind""^ ^sem unrechtmäßigen Regiment sich nicht unterwerfen wollen, werden sie ohne weitere Beweise als^flüchtig verurtheilt; sie aber und noch viele der Ihrigen glauben nicht vor diesem Gericht zu erscheinenNchtet M sein, denn es sei wider die bcschworncn Bünde und Vcrkommnisse, sei parteiisch, entziehe der" llchcn Obrigkeit ihre Unterthancn und unterwerfe dieselben einer fremden Judicatur, was Alles aus-Freiheiten und althergebrachten Gerechtigkeiten streite, ferner wider den Dreisieglcrbrief,stre'^ ^ Spott zerrissen haben, endlich wider die im Jahr 1003 gemachte Reformation. Sonst

»nd^ ^ ^ menschliche Natur, einen Nebemnenschcn zu beleidigen oder zu bestrafen, dieses Gerichtli», Hüter aber streben mit Eifer darnach; denn da die eidgenössischen Gesandten gebeten, die Verhand-Und^" ^ Strafgerichts einzustellen, bis sie ihre Aufträge den übrigen Gerichten vorgetragen, haben Richterlau in den übrigen Gerichten ausgewirkt, daß man sie in der angefangenen Weise fortfahren

^ Zeichen der Justiz, sondern der Violenz und Rachgier. Sie bitten daher um Gottes und"'echticsieit willen, ihnen gemäß der Blinde zu einem unparteiischen Rechten zn verhelfen und auf geeignete>vort ""^">virken, daß die von» Strafgericht ergangenen Urtheilc und Consiscationen bis zu ihrer Verant-^ gg eingestellt werden. Nach diesem halten die Gesandten des Erzherzogs Maximilian, Karl Kurz zu^ 'üncitt, zu Fcldkirch, und Balthasar von Herrliberg, kaiserlicher Rath, folgenden Vortrag: Dervo» ^ entbiete den Eidgenossen seinen Gruß und guten nachbarlichen Willen; er sei überzeugt, daß sie»»d " Bünden, besonders aber bei den Prätiganern ausgebrochenen Empörung genugsam unterrichtet seien^ daselbst namentlich viele angesehene Personen, darunter der österreichische Landvogt im Prätigau,g Beel! von Belfort, verhaftet und ungeachtet angebotener Caution nicht freigelassen worden seien; derstr' ->'^ ^ttc genügende Ursache und es würden ihm auch die Mittel dazu nicht mangeln, gegen diese hoch-doll' ^ ^"Icbühr mit Ernst einzuschreiten, aus angcborner Milde jedoch habe er die Unschuldigen verschonensandt" Gesandte an das Strafgericht in Chnr abgeordnet, um mit Hülfe der eidgenössischen Gc

"chi/" ^zustellen und die Freilassung des Beel! zn erlangen. Mit Mißfallen habe er aber vcr-

sie i süssen, daß die Verwendungen seiner Commissaricn ohne Erfolg geblieben seien, daher habe er nunHillen geordnet, um sich mit den eidgenössischen Gesandten vertraulich zu berathen, wie die Unruhen zu'^chte ^ B)idersezlichkeit der Prätigner zu bestrafen und der verhaftete Becli ans freien Fuß zu stellen seinü>eldx, übergibt Herr von Reffüge sein Creditiv als neu gewählter französischer Ambassador und

'hne»'s ^ h^be ihm ausgetragen, die ganze Eidgenossenschaft zu versichern, wie seine Zuneigung zurincswegs abgenommen habe, sondern sich stetserfrische"; wenn er auch nie etwas dagegen gethan,

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