Mai 1K0K. 779
"öthig HM, de,, Nachtheil, welcher der Eidgenossenschaft durch das schlechte und beschnittene Geld, durch Ein-Melzen der gewichtigen Münzen und durch Schwächung der Ducatcn erwächst, zu verhüten, so wird Zürichauftragt, die cursirenden groben Silbersortcn probiren zu lassen und das daherige Wcrthverzeichniß den. "ei, mitzutheilen, um auf nächster Jahrrechunng das Angemessene verfügen zu können. *) I». Zürich macht'öug, daß die Kriegsleute, welche neulich in Frankreich gedient haben, sich sehr über Lux Jselin von BaselIHWeren, daß er ihnen Harnische und Waffen in einem zu hohen Preise aufgedrungen habe und daß sieo" »och wegen schlechter Beschaffenheit derselben nicht wenig geschädigt worden seien. Wird in den Abschied^uoiiinien, damit geeignete Maßregeln gegen solche Übervortheiluugen getroffen werden und die ObrigkeitenHauptleute ihre Mannschaft nach bisheriger Übung bewehrt machen. Die Gesandten Basels sollen aufOchste Tagsazung Bericht bringen, in welchem Preise Jselin jedes Stük Waffe verkauft habe, auf daß manob er allein schuldig sei, oder ob vielleicht cinige Hauptleute einen Gewinn darauf genommen haben.' Die Gesandten Freiburgs eröffnen, der Wortlaut des Abschieds vom Januar laufenden Jahres lasse ver-haben sie dazu eingewilligt, daß in Bünden an die Gränze des Herzogthnms Moyland gegenüber"euerbantcn Festung eine Besazuug gelegt werde und daß sie also wider die abgeschlossenen Bündnisse sichKlasse,, haben. Sie bedauern dieses, indem sie stets erklärt, daß sie in diesem Geschäft zu arbeiten keine° wacht haben, daß sie aber zu Allem Hand bieten werden, was zu Frieden, Ruhe und Einigkeit der Eid.^wssenschaft diene; wenn auch bei den Verhandlungen geäußert worden, daß, wenn ein Theil sich bewaffne," den, andern nicht verbieten könne, die Waffen zu seinem Schuz zu ergreife», so protcstircu sie doch da-^n, daß ihr oder ihrer Obern Wille und Meinung gewesen sei, eine wirkliche Besazuug anzurathen, wie^ de», jemg Abschieds entnommen werden könnte; sie hoffen also, sich hierüber genügend entschuldigtstel/^^" Landschreiber von Baden versichert, daß es nicht seine Absicht gewesen sei, die Sache so darzu-'w, wie Freiburg sie auslege. Es wird nun erklärt, daß man nichts'Anderes finden könne, als daß' stets zu dem gerathen habe, was zn Frieden und Einigkeit führe, daß jene Äußerung nicht für einen^ könne gehalten werden und daß Freibnrg hieinit entschuldigt sei. Auch der Landschreibcr wird fiir ent-erklärt. <1- Die bischöflich baselsche» Gesandten, kW. Christian Schmidlin, Kanzler, Balthasar Widcn-Secretär der Domstift, und Ludwig Mathe, Statthalter im Frelenberg, verlangen von Bern Antwort^ die Zuschrift der eidgenössichen Gesandten ab der Tagsazung im Januar in Betreff der Bielcrangelegenheit.^ Gesandten Berns erwidern, es haben die zehn Orte vor einigen Jahren begehrt, daß die streitendene>e„ ihnen diesen Span zu Beilegung übergeben; dem sei entsprochen und dann nach reiflicher Erdaurnng^ 'w Alles verglichen und der Vertrag mit der XII Orte Siegeln bekräftiget worden. Bern halte deßwcgen^ Sache für eine ausgemachte und könne sich in keine Änderung oder fernere Verhandlungen einlassen; sei" ^itig, so gebe das Tauschlibell an, wie es vorgenommen werden solle; mit der Stadt Biel habe Bernden schaffen, denn es habe nicht mit ihr, sondern mit dem Bischof verhandelt, dessenungeachtet wolle cF^^'dgenossen zu Gefallen nochmals zulassen, daß von beide» Parteien Säze in gleicher Anzahl ernannt^ k»; wenn dann diese annehmbare Mittel finden, die dem Tausch in keiner Weise zuwider seien, so werdeselbe gern vernehmen. Hans Aprcl und Martin Scholl, als Abgeordnete des Raths, und Niklaus
Ab!ck ^ Verzeichnis Übersandte Zürich an Basel mit Zuschrift vom leztcn Mai sali. Kal.). Kantonsarchiv Basel: Eidgcn.
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