Oktober 1605.
759
577.
Tagsazung der XIII Orte.
Waden. 1KV5, 23. Hctover (Sonntag vor Simon und Inda).
Staatsarchiv v»ccr». Allg-M. Abschi-de KX». K7Z. — Staatsarchiv Bern. Allg-m. Abschi-dc HI5. 94.
Gesandte: Zürich. Konrad Großmann, Bürgermeister; Lienhard Holzhalb, des Raths. Bern. Hans^»dvlf Sager, Schultheiß; Vincenz Dachselhofer, Sekclmeister. Lncern. Jost Pfhsfcr, Ritter, Schultheiß;Zither Ainrhyn, Ritter, des Raths. Uri. Hans Jakob Troger, Ritter, alt-Landammann; Gideon Stricker,^^tthalter und des Raths. Schwhz. Sebastian Mieter, Landammann; Rudolf Neding, Ritter, alt-Land-^uniiann und Pannerherr. Unterwalden. Peter Jmfeld, Landammann, von Obwalden; Niklaus Leu,^'Landanimann, von Nidwalden. Zug. Konrad Zurlauben, Stadtschreiber; Rudolf Kreuel; Hans Trinkler,^ des Raths. Glarus. Hans Heinrich Schwartz, Landammann. Basel. Hieronymus Mäntclin; Seba-u'un Beck, beide des Raths. Freiburg. Niklaus von Perroman, Ritter, Schultheiß; Hans Wild, Statt-des Raths. Solothurn. Hans Jakob vom Staat, Benner und des Raths. Schaffhausen.Willrich Schwartz, Bürgermeister. Appenzell. Johann von Heimen, Landammann, von Jnner-Rhoden;"ulus Gartenhauser, Landammann, von Außer-Rhoden.
^ Die Gesandten Zürichs eröffnen, auf lezter Jahrrechnung zu Baden seien annehmbare Vorschläge ge-höht worden, wie die III Bünde von ihrer großen Beschwerde befreit und die an ihren Gränzen erbautenHungen geschleift werden möchten; nun fahre aber der Graf von Fuentes nicht nur mit dem Bau fort,"er» errichte auch an andern Stellen der Pässe Thürme und Häuser, so daß zu besorgen sei, es werde nichtHab " ^ Bünden, sondern der ganzen Eidgenossenschaft Paß und Gewerb nach Italien gesperrt; darumZürich sich veranlaßt gesehen, gegenwärtige Tagsazung auszuschreiben. Gleichzeitig müssen sie anzeigen, daßbchtlich der projectirten Zuschriften an den König von Frankreich und an die Herrschaft Venedig einzig von^ ein Bescheid erfolgt sei. Da nun beide französischen Ambassadoren, sowohl der in Solothurn als der^Bünden, in Baden eingetroffen sind, so wird dem Landvogt aufgetragen, ihnen anzuzeigen, daß man ihnen^ andern Tage gerne Audienz crthcilen wolle, wenn sie über obigen Handel etwas vorzubringen hätten, daßu dagegen, wenn dieses nicht der Fall sei, in der Sache fürfahren werde. Der Entwurf der Schreiben an' !aich ,,nd Venedig wird einstimmig angenommen und Zürich mit der Ausfertigung beauftragt. — Amsenden Tag eröffnet dann Herr von Canmartin in ausführlichem Vortrage, wie man mit Unrecht den"ndncru znmuthe, ihre Einwilligung zu der Kapitulation mit Moyland zn ertheilcn, wie die verlangte^ Festung von Seite Maylands doch nicht erfolgen werde, wie die Capitnlation dem Bündnißgeradezu widerstreite, wie der König nicht zugeben könne, daß es von der Willkür des Guber-Verb' ^ ^"hland abHange, ob er seinen Verbündeten in Italien Hülfe schiken könne oder nicht, wie dieseMoyland der uralten Ehre und Tapferkeit der Eidgenossen nicht angemessen sei, wie derAiind^^^ Erbauung jener Festungen den Vertrag von 1531 verlezt habe und die Vereinung mit den">an ^ Bedingung begehre, daß sie zuvor eidbrüchig werden, wie aber der ewige Gott dieser
ih^" ^cttio» beistehen werde, daß sie in ihrer so rechtlichen und billigen Sache, an ihrem Gewissen undr ^ue uicht geschädiget werde, ja wie der König von Frankreich nicht ermangeln werde das zu thun,^ Zu ihrer Erhaltung verpflichtet sei, und dabei die Mitwirkung ihrer andern Bundesgenossen erwarte.