Mai 1604.
Heinrich Schwartz, des Raths. Appenzell. Johannes von Heimen, Landammann, von Jnner-Nhoden;Sebastian Thöring, Landammann, von Anßer-Nhoden.
Abt von St. Gallen. David Stnder, Hofmeister. Stadt St. Gallen. Joachim Ncutlinger, Bur-germeister. III Biinde. Vicar Anton von Sonvic, alt-Landammann im Nheintvald; Gregorius Meyer,Sekelnieister nnd des Raths (zuChnr); Johann Gnlcr, Ritter, Landammann. Wallis. (Nicht angegeben).Kottweil. Martin Wäber, Bürgermeister; Jakob Pfister, Znnftmeister und des Raths. Biel. Hans Aprel,Sekelineister; Christof Krachbelz, beide des Raths.
Die Gesandten Zürichs melden nach Eröffnung des eidgenössischen Grußes, daß sie Vollmacht zur^cchnnngsablage haben über daö, was Zürich von den 400,000 Kronen erhalten habe, sofern die Gesandten^r übrigen Orte gleiche Vollmacht besizcn. Da die Instructionen darüber ungleich sind und der französischeAmbassador anwesend ist, so wird die Sache eingestellt bis man vernommen hat, was derselbe vorbringe» wird.^ darauf von Herrn von Vir mündlich gehaltene Vortrag (dem Gesuch um schriftliche Vorlage seines Vor-zugs ist er nicht nachgekommen) wird gebührend verdankt mit dem Anerbiete», daß man stets bereit sei, dem'^»ig alle möglichen Dienste zu erzeigen. I». Die Gesandten der III Bünde suchen in einläßlichem Vortrage^rzuthun, daß die Sperrung deS Gnbernators von Mailand gegen Bünden, sowie die Erbauung einer FestungUüder die alten Verträge sei nnd in der Conseqnenz der ganzen Eidgenossenschaft zum Nachtheil gereichen werde,"ud stellen das Gesuch, die Eidgenossen möchten sich endlich erklären, welcher Hülfe sich Bünden im Fall der^°ih zu ihnen zu versehen hätte. Dem dießfalls an ihn abgeordneten Ausschuß antwortet der spanische Am-^ssadvr Casalc, wen» die Bündner nicht selbst nm die Erneuerung der Verträge mit Moyland bei demGubernator cingekommen wären, würde derselbe sie darum nie angesprochen haben, indem er sehe, daß sie sichsolchen leiten lassen, welche unter dein Schein, ihren Nuzcn zu fördern, nur ihr Verderben bezwcken; erdie Überzeugung, daß er in dieser Sache soviel möglich immer so gehandelt habe, wie es zum Besten derBildner gewesen sei, nnd werde das auch in Znkunft thun, da er sehe, daß die Eidgenossen es wünschen;^»» aber die Bündner ohne Rüksicht auf ihren eigenen Vortheil sich von den Interessen Anderer regieren^ssen, so werden alle seine Bemühungen umsonst sein; der König wünsche nichts so sehr, als die Freundschaft^ ganzen Eidgenossenschaft, und wenn die Bündner sich nach des Königs Freundschaft begierig erzeigen, so^de sie ihnen nicht abgeschlagen werden. Nachdem sodann die Gesandten Bündens auf die AnschuldigungAinbassadors, als seien die Vündner wegen ihren mit Frankreich und Venedig abgeschlossenen Bündnissendiesen Differenzen schuld, geantwortet und dargethan hatten, daß die Unterhandlungen zu Mayland über^'"encrnng des Bündnisses zu keinem Resultate geführt habe», weil der Gubernator zu schwere Conditionen^stellt habe, und nachdem der spanische Ambassador, um Rath gefragt, was er meine, durch welche Mittel die"Kundschaft zwischen dem Gubernator und den Bündnern wieder hergestellt werden könne, den Bescheid ge-^u, ^ß eine Gesandtschaft beim König und beim Grafen von Fucntes viel ausrichten könne, wenn diei>»d»er den Gesandten ausgedehnte Vollmacht ertheilen, daß Alles, was sie in diesem Geschäft verhandelnwurden, jxzt und in Zukunft Kraft und Macht haben solle, und daß er versichert sei, eS werde ihnen dannWolfen, die Festungen abgebrochen nnd das alte nachbarliche Verhältnis; hergestellt; nachdem endlich die Ge-^udtei, der Bündner erklärt, daß sie gegenwärtig die vorgeschlagenen Mittel anzunehmen keine Vollmacht haben,^ud eine Überschreitung ihrer Instructionen schwer zu verantworten hätten, so werden sie ernstlich aufgefordert,'hvcn Rüthen und Gemeinden beförderlichst diese Vollmacht auszuwirken und unverzüglich nach Zürich zu