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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
Entstehung
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640
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Jun! und Juli 1603.

5«»K.

Friedensvermittlung zwischen dem Herzog von Savoyen und der Stadt Genf.

St. Aukie«. 1K03, 17- Auni bis 23. Juki (7. Juni bis 13. Juli alt. Kal.).

Kanton»archt» Solothurn! Ablchi-ddd. h«. Ilanton»archiv Schaffhanse».

Gesandte der vermittelnden Orte: Glarus. Hans Heinrich Schwarz, Statthalter; Niklaus Schuler,Landeshauptmann, beide des Raths. Basel. Jakob Götz; Andreas Nyff, beide des Raths. Solothurn.Peter Sury, Venner; Hans Jakob vom Staal, Ritter und Sekelmeister, beide des Raths. Schaffhausen.Georg Mäder, Burgermeister; Or. Heinrich Schwarz, des Raths. Appenzell. Ulrich Näff, Landammann;Johann von Heimen, Ritter, alt-Landammann und Pannerherr, beide von Jnnerrhoden; Sebastian Thöring,Landammann und Pannerherr, von Außerrhoden.

». Da die schon seit längerer Zeit bestehenden Differenzen zwischen dem Herzog von Savoyen und derStadt Genf zum offenen Krieg gefiihrt haben, und zu Beilegung desselben die fünf neutralen, mit keiner vonbeiden Parteien verbündeten Stände ihre Vermittlung angeboten hatten, sind obgenannte Gesandten mit aus-gedehnten Vollmachten nach Solothurn abgeordnet worden, um hier zu vernehmen, wessen die eine und dieandere Partei des anbegehrten Friedens halber gesonnen sei. Durch eine Zuschrift von Bern und durch einenmündlichen Bericht der Gesandten Genfs vernimmt man, daß die Stadt Genf sowohl zum Frieden als zueinem conditionirten Anstand eingewilligt habe. Daneben wird ein Schreiben Lucerns abgehört, des Inhalts,daß die savoyischen Ambassadoren, Markgraf von Lullin und Graf von Tournon, bezüglich des Friedens undAnstandes erklärt haben, sie seien weder über das Eine noch über das Andere sich zu resolviren ermächtiget;wenn man aber den Herrn von Albigny, des Herzogs Generaloberst und Statthalter der diesseits des Gebirgsgelegenen Lande, der darin zu handeln vollkommene Vollmacht habe, darum ersuchte, würde man guten Be-scheid finden, auch sei zu hoffen, daß der Herzog zun, Frieden die Hand bieten werde. Auf diese friedliebendenVertröstungen hin und weil jede Verzögerung den Genfern in Bezug auf die bevorstehende Ernte und die Ein-heimsung ihrer Früchte schädlich wäre, hat man sich unter Zustimmung des französischen Ambafsadors, derjedoch eine wirkliche Assistenz ablehnte, und der Genfer Gesandten entschlossen, unverzüglich nach Savoyen zumHerrn von Albigny zu reiten. Nachdem hievon Bern und Lucern schriftlich Kenntniß gegeben worden ist, wirdam 7./17. Juni von Solothurn aufgebrochen.

In Peterlingen läßt der Ambassador von Vic durch den nachgeschikten Herrn Vigier anzeigen, er habeüber die Sache weiter nachgedacht und rathsam gesunden, den König um seinen Beistand zu ersuchen; wennman ihin nun diesfalls etwas auftrage, wolle er bei der Friedenshandlung gern behttlslich sein. Man läßtihm erwidern, man wolle sich zuerst über die Lage der Dinge erkundigen, und werde sich stets der Nothdurftgemäß verhalten.

Den I1./2I. in Genf angekommen, stellen die Gesandten dem Kleinen Rath vor, was für Unheil dasBeharren in diesem Kriegszustande unfehlbar mit sich bringen würde, und begehren eine Erklärung, ob Genfnoch gesonnen sei, die fünf Orte den Frieden mit dem Herzog vermitteln zu lassen. Der Rath dankt fürdiese wohlwollende Fürsorge und erklärt sich nochmals sowohl zum Frieden als zum Anstand willfährig.

Nachdem die Gesandten durch einen reitenden Boten sainmt einem Trompeter ein Schreiben an Herrnvon Albigny in Ehambery erlassen hatten mit dem Gesuch um Frieden, um Bezeichnung einer Malstätte und