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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
Entstehung
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599
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April 1K02.

sürsiele, die ein Statt Bern berüeren würde, daß alßdan ein Stall Biel (weilen sie nun Inen, vnsern lieben Eidtgnossenvon Bern zugcthon) khein stiin noch mehr haben, sondcrs Ire Gesandten abtretten sollint.

Zum dritten. Maß daß Meyerambt zne Biel belanget, habent vnser gctrüwe lieb Eidtgnossen von Bern vnß, denZechen Ortten, ivie auch den bcyden Stetten Freyburg vnd Solothnrn, als; Iren vnd vnsern getrüwen lieben Eydtgnossenehren vnd gefallen zugegeben vnd nachgelassen, das; sie daß ertuschet vnd an sich gebracht Meyerambt zue Biel mit einertogenlichen Persohn von vnd den Nehlen oder Burgerschafft vnd Gemeindt der Statt Biel, so Inen darzu anncmlichvnd gesellig, besehen vnd von Inen nemmen wöllint*)! Jedoch daß darumbe by Jr Frstl. Gn., dem Bischofs z» Basel, JrEonsens darüber außgebracht vnd erhalten werde! vnd solle derselbig erkiest vnd gesezte Meyer sollich Ambt in der StattBern nammen, nach Luht vnd inhalt des eidtS, so er darnmb schwören, vnd in myß vnd maß, wie sie zunor vnder demBischoff waren, fürgeoffnet würt, regieren vnd verwalten, die gefallenden bneßen vnd allerhand ander gesell vnd Sachengetrüwlich inziche», darumbe einer Oberkheit der Statt Bern gebürende erbare Rechnung zu geben schuldig sein. Es solleauch ein Meyer, wie andere unserer getreuwen lieben Eidtgnossen von Bern Ambtslüth zesehen brüchlich, durch sie, vnsereEidtgnossen von Bern geseht vnd bestettiget werden, Oder da Er sich der gebür nach nit verhielte, entseht und ein andereran sein statt widcrumb der statt Biel geordnet werden, Welches sy, vnsere getrüwen lieben Eidtgnossen von Bern, Inenvstruckhenlich vorbehaltendt. Vnd ob es sich begebe, daß einem Rurger der Statt Biel oder Vssern, so dahin gehörte, angericht vnd Recht daß nit eruolgcte, so aber nach der gcrichten vnd gerechtigkheit Jme beschehen, oder da einem sonst trangvnd vnbillicher gwalt widerfahren solte, daß er vnd dieselben alßdau Jr Zuflucht zu vnsern getreuwen lieben Eidtgnossenvon Bern haben mögen, Inen alß den Landtsherren solches clage», dieselben dan gegen denen von Biel vermögen vndbeuelchen, daß sie waß billich vnd Recht thügind vnd erstattind.

Zum Vierten, So habent vnser getrllw lieb Eidtgnossen von Bern die von Biel der Zwentzig tagen Reißpflicht,die sie durch der vier Eidtgnossischcn Herren Sätzen vßspruch Anno ic. Nüutzig vnd viere der mindern Zahl beschcchen, IrenFrstl. Gnaden, dem Herrn Bischofs, mit Jrein Paner vnd in Iren eigenen Costcn zediencn verbunden, erlassen vnd lediggesprochen, abermahlen zu ehre» vnd gefallen gmeiuer Eidtgnoßschafst, damit sie best ehe by der trygcn Stetten Pundt, wieauch der Eidtguossischen Zugwandtschasft belyben mögind, doch gegen gebürlicher crsahung.

Zum Fünsften Habent vnser getrüw lieb Eidtgnossen von Bern zugegeben, daß Biel alß ein Zugewandt Ortt einfreyer offner Paß gmeiner loblichen Eidtgnoßschaft, nach Lut vnd inhalt der Püudten, syge vnd verplybe.

Zum Sechsten, So wöllend auch vnsere getrüwen lieben Eidtgnossen von Bern Jrer Statt chrcnzeichen vf Jr, derolue Biel thür» oder thor, Muren oder Brunnen nit anschlachen oder sehen, Jedoch Ire eigne Heusser vnd gcbeuw, so sieJetzt haben oder überkhomme» möchten, Inen vorbehalten nach Jrem willen vnd gesallen mit Iren; ehren Wappen zezieren.

Zum Sibenden, So wöllend vnser lieb Eidtgnossen von Bern im schriben vnd titnliren die von Biel nennen: Densrommen, Ersamen vnd Wysen Meyer, Burgermeister vnd Rhat der Statt Biel, vnsern getrüwen lieben Eidtgnossen vndZugehörigen. Hinwiderumb sollen! die von Biel vnsern lieben Eidtgnossen von Bern zuschryben vnd sie tituliren also: Dengestrenge», Edlen, Erenuesten, frommen, sürsichtigen, Ersamen vnd wysen Herren Schultheiß vnd Rhat der Statt Bern,vnsern insonders gnedigen Herren, getrüwen lieben Eidtgnossen.

Vnd die weil, Alß für daß Achtende, entzwischent Iren Frstl. Gnaden dem Herren Bischoffen von Basel vndder Statt Biel zunor der rcchtsame halber spann vnd mißverstandt gewessen, vnd aber vmb dasselbigc von beiderseits darzueerkiesten vnd erbettenen Sätzen im Fünszechcn hundert vier vnd Nüntzigisten Jahr hienor (alß zu ansang diß Instrumentsauch augezogen) ein vsspruch vnd erlütcrung beschechen, So habent wolvermclte vnsere getrüwen lieben Eidtgnossen der StattBern sich entschlossen, Sidtmalen Jezt angezogener spruch in der tuschs Handlung, zwischen! Jr Fürstl. Gnaden dem Bischoffvnd Inen, vnsern getrüwen lieben Eidtgnossen von Bern getroffen, von Inen für ein richtschnur geachtet vnd gehalten

*) Nota. Es lassen Ire Fürstl. Gnaden, waß des Meierambt halben hiebey beredt, ouch Jro nit zuwider vnd entgegen sein,Jedoch Jrer Fürstl. Gn. vnd dero angchörigcn Stifst, wie glcichsalß den zwischen Jrer F. Gn. vnd der löblichen Statt Bern auf-gerichten Vertrag vnd tauschlibell sonst in alle andere Weg one cinichen schaden, nachthcil, Minderung, abbruch vnd enderung.nnknm Pruntraut den 27. >V»sru»ti, ännn Kiä2.

Johann Christian Schmidlin, Eantzler.