October 1l>00.
Landammann. Basel. Melchior Hornlocher; Andreas Ryff, beide des Raths. Frei bürg. Hans Python,Sekelmeister; Heinrich Lamberger, Burgermeister, beide des Raths. Solothurn. Laurenz Aregger, Ritter,Schultheiß; Georg Wagner, Stadtschreiber. Schaffhausen. Georg Mäder, Burgermeister. Appenzell.Konrad Tanncr, Ritter, Landammann, von Jnnerrhoden; Sebastian Thöring, Landammann, von Außerrhoden.
Abt von St. Gallen. David Stnder, Hofmeister. Stadt St. Gallen. Leonhard Bastard, Baumeisterund des Raths; Hans Jakob Widenhnber, Stadtschreiber. III Blinde. Hans Baptista Tscharner, Panner-Herr und des Raths. Wallis. Hauptmann Martin Jost, Pannerherr. Nottweil. (Abwesend). Biel.Hans Aprel, Sekelmeister und des Raths.
Solothurn beantragt vor den Gesandten der katholischen Orte, man möchte die alten Blinde, welchedie XIII Orte init einander haben, wiederum erneuern, damit die Fürsten sehen, daß die Eidgenossen einigund einander bei den Blinden zu schirmen entschlossen sind. Es wird jedoch nicht rathsam gefunden, diesenAntrag vor die allgemeine Versammlung zu bringen, weil es viel mehr „Unrichtigkeit" als Einigkeit bringenmöchte. I». Nach abgelegtem eidgenössischen Gruße eröffnen die Gesandten Solothurns, ihre Herren und Obernhaben die Ausschreibung dieser Tagsazung begehrt, um sich gemeinsam zu berathen, wie ein Friede zwischenden beiden Fürsten von Frankreich und Savoyen vermittelt werden könnte, und was man zum Wohle des all-gemeinen Vaterlandes vorzunehmen habe. Die Gesandten von Zürich, Bern und Lucern, leztcre für sich undim Namen der übrigen katholischen Orte, sind einstimmig der Ansicht, daß man Alles versuchen müsse, denFrieden zu Stande zu bringen. Nachdem man nun eine Zuschrift König Heinrichs (aus Grenoble, 17. Sep-tember) und die einläßlichen Vorträge der Ambassadoren Frankreichs, Spaniens und Savoyens angehört hat,wird ein Ausschuß an erstern abgeordnet, um ihm für seine gutwilligen Anerbieten zu danken, ihn anzufragen,ob nicht Mittel und Wege zu einem Frieden zwischen den beiden Fürsten zu finden seien, zu welchem die Eid-genossen bereitwillig mitwirken würden, besonders da die beiden andern Ambassadoren gerne leiden möchten,daß es bei dem Tractat zu Paris sein Verbleiben hätte, endlich um auf die lange versprochenen Zahlungen zudringen und eine Erklärung zu begehren, wann das Geld zu Solothurn und zu Lyon bereit liegen werde, in-dem man sonst dem schon längst gefaßten Beschluß Vollziehung geben werde. In seiner Antwort verspricht derAmbassador, in Zeit von zehn Tagen über den ersten Punkt den Bescheid seines Königs den Eidgenossen er-öffnen zu wollen; bezüglich der Zahlungen vertröstet er auf das dem König durch seine Heirath zufließendeGeld und bittet um Geduld. Die Ambassadoren von Spanien und Savoyen geben den an sie Abgeordnetenden Bescheid, daß Savoyen bereit gewesen sei, die Markgrafschaft Saluzzo gemäß des Pariser Vertrags anFrankreich zurükzustellen, daß aber „andere Mittel darin geflickt" worden seien, deren zu Paris «icht gedachtworden; wenn übrigens die Eidgenossen durch Gesandte oder Briefe an ihre Fürsten etwas thun wollen, sokönnen sie das nur gut finden. — Nachdem nun der Ausschuß über diese Antworten referirt hat, wird ein-stimmig für gut erachtet, beide Fürsten schriftlich anzufragen, ob sie die Eidgenossen einen Frieden vermittelnlassen wollen; der König von Frankreich wird noch insbesondere an seine wiederholten Versprechungen für Be-zahlung erinnert. Sobald entsprechende Antworten eingelangt sein werden, soll Zürich sogleich eine Tagsazungausschreiben, um die Gesandten zu ernennen und die erforderliche Instruction zu beschließen, v. Die Gesuchedes Wirths zum Rößli in Lucern und des Hauptmanns Heer von Glarus um Fenster mit der Orte Ehren-wappen in ihre neuen Häuser werden ml rvkeremlum genommen. ,1. Das Gesuch Freiburgs um Verabreichungeiner Unterstüzung an das arme Frauenkloster zu Stäfis, zu Herstellung der Kirche und des KreuzgangeS wird