522 Dtcember 1599.
an Lucern schreiben, man werde ihm eine gemeinsame Antwort znkommen lassen, „so erst der Bott anheimschsin werde".
Man sehe auch im Abschnitte Herrschaftsangelegenheiten:
Bellenz, Bollenz ». » e. Art. 90 -92.
»»8.
Conferenz der VII katholischen Orte.
Lucern. 1KM, 25. Aanuar (war St. Pauli Bekehrungtag).
Staatsarchiv Lucern. rucerner Abschied« (i. AN.
Gesandte: Lucern. Ludwig Schiirpf, Ritter, Schultheiß, Stadtfähnrich; Jost Pfyffer, Ritter, alt-Schultheiß; Leopold Feer, Pannerherr, und Kaspar Pfyffer, alle des Raths. Uri. Walther Jmhof, Ritter,alt-Landammann. Schwyz. Ulrich Aufdermauer, Landammann. Unterwalden. Wolfgang Schönenbiihl,Landammann, von Obwalden; Niklaus Leu, Landammann, von Nidwalden. Zug. Hauptmann MartinBrandenberg, des Raths. Freiburg. Heinrich Lamberger, des Raths. Solothur». Petermann Sury,des Raths.
Bezüglich des projectirten Bündnisses zwischen Wallis und den III Bünden, von welchem man Nach-theile für die katholische Religion besorgt, wird vorgeschlagen, eine Gesandtschaft in's Wallis abzuordnen, diemit den Rathen, Vorgesezten und Landleuten jedes Zehntens Rüksprache zu halten, ihnen von dem schädlichenVorhaben abzurathen, sie an das Burgrecht und die daraus fließenden Pflichten zu erinnern hätte u. A. m.Damit man aber auf sichern Erfolg rechnen könne, wird für nöthig erachtet, vorerst einen zuverlässigen Mannvon Zehnten zu Zehnten zu schiken, um Erkundigungen einzuziehen, ob sie einer Gesandtschaft vor ihren Ge-meinden Audienz geben würden. Mit dieser Mission wird Freiburg beauftragt. Wird in den Abschied ge-nommen, damit jedes Ort seinen Entschluß unverzüglich Lucern mittheile und die Sache sogleich an die Handgenommen werden kann. I». Da aus Frankreich die rükständigen Zahlungen noch immer nicht eingetroffeilsind, und der Ambassador geäußert haben soll, daß, wofern man geneigt sei, mit dein König wieder in Verei-nung zu treten, dann bis Ende März eine so bedeutende Summe, wie nie zuvor, werde bezahlt werden, soerregt ein solches Ansinnen große Verwunderung, indem es den Anschein hat, als wolle man die Eidgenossenzum Bündniß nöthigen und die Bezahlung rechtlicher Schulden hievon abhängig machen. Daher will man anZürich schreiben, es solle, wenn binnen zwei Monaten kein Geld anlange, gemäß Abschied von Baden alleeidgenössischen Truppen, Besazungen und Garden ans Frankreich heimmahnen. Jedes Ort soll seinen Ent-schluß hieriiber unverzüglich nach Lucern melden. Auch an Glarus wird hievon Mittheilung gemacht, e. Haupt-mann Andreas Zweyer von Uri, bischöflich constanzischer Rath und Obervogt zu Kaiserstuhl, eröffnet im Rainendes Bischofs, daß dieser den Spruch, welchen die vier Säze im verflossenen August über den Handel wegenArbon erlassen haben, nicht annehme» könne, und daher an die katholischen Orte sich wende, um einige Mode-rationen über die Punkte der Religion zu erhalten; der Bischof suche hierin nichts anderes, als die EhreGottes, seiner Unterthanen Seelenheil und Beförderung der katholischen Religion, nnd beabsichtige nnr mitMilde zu verfahren und stets unter Zuratheziehung der katholischen Orte zu handeln. Obschon die Gesandtenungleiche Instructionen haben, so sind sie doch darin einstimmig, Alles zu thun, was zur Förderung der katho-