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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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November 1599.

Verhandlung der XII und zugewandten Orte mit Bern wegen Biel.

Aern. 1500, 8. bis 10. Movemlier.

S»aa»»archiv Vueer», Acten: Bt-l. ««»»»archiv Basel.

Gesandte: Zürich. Konrad Großmann, Bürgermeister. Lncern. Jost Pfyffer, alt-Schulthciß. Uri.Emanuel Beßler, Landammann. Schwhz. LandammannRettig" (Nieding). Unterwalden. Laudamma»»Schönenbühl. Zug. SekelmeisterSchirpff"; Hauptmann Trösch. Glarus. Landammann Pfändler. Basel.Melchior Hornlocher. Freiburg. Burgermeister Lamberger. Solothurn. Schultheiß Aregger; SekelmeisterSury. Schaff Hausen. Burgermeister Mäder. Appenzell. Landammann Thöring; Landammann Tanner.Abt von St.Gallen. David Studcr, Hofmeister. Stadt St. Gallen. Jakob Baumeister. Wallis.Landeshauptmann.

». Wegen des Tauschhandels um Biel ist seit einiger Zeit auf vielen allgemeinen Tagsaznngen und be-sondern Conferenzen verhandelt worden. Da die XII Orte und ihre Zugewandten indessen betrachtet hatten,welche gefährliche Neuerungen und Couseqnenzen es mit sich bringen möchte, wenn kein anderes Auskunftsmittelgefunden und Bern darauf beharren würde, die von Biel für seine Unterthanen zu stalten, so war auf derjüngsten Tagsazung zu Baden beschlossen worden, Rathsboten nach Bern abzuordnen, um mit ihm ernstlichund freundlich zu unterhandeln, damit es sich gemeiner Eidgenossenschaft zu Ehre» und zu Gefallen dazu ver-stehe, Biel wieder auf freien Fuß zu sezen und sonst noch in solche Conditionen einzuwilligen, damit gemeinerWohlstand, Ruhe und Einigkeit im Baterland erhalten bleiben.

In Bern wurden die Gesandten durch einen Ausschuß der Standeshäupter und des Raths freundlichempfangen und erhielten am folgenden Tag Audienz vor dem Täglichen Rath, dem sie ihre Instruction mitbestem Fleiße vortrugen. Da der Rath aber erklärte, daß er von sich ans den von Rüthen und Bürger»gefaßten Beschluß nicht abändern oder ausheben könne, und daß sie daher ihren Bortrag vor Rüthen undBurgern eröffnen möchten, so gieng man darauf ein, in Hoffnung, von ihnen willfähriger» Bescheid zu er-halten. Aber auch hier wurde abschlägige Autwort ertheilt. Ebenso hatten weitere Verhandlungen mit eineinRathsausschusse keinen bessern Erfolg, indem vielmehr mit hizigen Worten verlangt wurde, man möge Bernmit dieser Sache fürderhin in Ruhe lassen. Nachdem noch Abgeordnete der Stadt Biel den eidgenössische»Gesandten ihre Beschwerden und Wünsche vorgetragen hatten, übergaben diese dem Nathe eine schriftliche Pro-testation, worin Bern kraft der Bünde ermahnt wurde, nichts Thätlichcs mit Biel vorzunehmen, sondern biszu fernerer Erläuterung gemeiner Orte und Zugewandten, denen man Alles heimbringen wolle, stille z»stehen. Im Übrigen hat es an freundeidgeuössischen Zusicherungen, an Ehren,Whnvereerung" und köst-lichen Tractamenten nicht gemangelt, was jeder Gesandte seiner Obrigkeit anrühmen wird. Zum Beschlußhaben die Abgeordneten Biels die Gesandten ab der Herberge gelöst. I». Auf den Bericht, daß zwischen deinRath und den Burgern zu Biel große Uneinigkeit herrsche, daß einige der Burger gar unruhig seien, wederGericht noch Recht respectiren, Urfehden brechen n. a. m., wird Solothurn beauftragt, durch Abordnung vonGesandten oder auf sonst geeignete Weise dem drohenden Übel vorzubeugen, die Bieler mit allem Ernst zurEinigkeit und zur Bestrafung solcher, welche keinen, Recht sich unterziehen wollen, zu ermahnen und der