October 1599. 519
gehen müssen; man begehre die Ursache ihres Ausbleibens beförderlich zu erfahren. I». Jedes Ort soll fleißignachforschen, was seit dem ersten und den folgenden Bundesschwiiren derer von Wallis wegen verabschiedetworden, und das Resultat beförderlichst an Lucern mittheilen.
Coilferenz der VII katholischen Orte sammt Appenzell Jnner-Rhoden.
Lucern 1599, 29. Hctovcr.
Staatsarchiv Vnccr»! Lucerner Ni'schied« tt. Z0»,
Gesandte: Lucer». Jost Pfpffer, Ritter, alt-Schnlthciß; Leopold Fcer, Pannerherr; Ludwig Schürpf,Ritter, Stadtfähnrich; Niklaus Pfyffer, Ritter, Pannerhcrr, alle des Raths. Uri. Hans Jakob Trogcr;Peter Gisler, beide Ritter und alt-Landammann. Schwyz. Jost Schilter, alt-Landammann. Unterwalden.Wolfgang Schönenbühl, Landammann, von Obwalden; 5taspar Leu, Ritter, Landammann, von Nidwalden.Zug. Hauptmann Meyenberg, des Raths. Freibnrg. Heinrich Lamberger, des Raths. Solothnrn.Petermann Snry, Sekelmeister und des Raths. Appenzell J.-Rh. Konrad Tanuer von Taw, Ritter,Landammann.
». Da der Papst, der Kaiser und das Domcapitel zu Basel in den Abtausch der Stadt Biel eingewilligthaben, und also die Aufhebung des Tanschvertrags unmöglich geworden ist, so wird der Vorschlag, bei Bernsich dafiir zu verwende», daß Biel „wieder auf freien Fuß gesezt werde," in den Abschied genommen. I». Aufeine Zuschrift der Landlente von Wallis wird der Bundesschwur auf den Frühling verschoben; inzwischen sollUri bei Landamman» Florin im Obern Bund und bei Landeshauptmann Schinncr im Wallis die nöthige»Erkundigungen (wegen des projcctirten Bündnisses) einziehen, r. Obschon dieses Jahr alle Lebensmittel wohlgerathen sind, bleiben die Fuhrleute ans dem Elsaß und die Wirthe ans der Hard dennoch bei ihren hohenPreise». Daher wird die Regierung zu Ensishcim ersucht, ans bessere Ordnung zu halten; dabei soll jedesOrt gegen Überthcuernng durch die Wirthe die nöthige» Maßregeln treffen. «I. (S. n. Thnrgan). «?. Manwill sich fiir die Tochter des Oberst Krieg von Zürich, die zum katholischen Glauben übergetreten ist, ver-wenden, damit ihr Erbtheil ihr verabfolgt werde. I'. Der spanische Ambassador Casale gibt schriftliche Ant-wort betreffs der Anforderungen des Oberst Kuhn von Uri und seiner Mithauptlentc, herrührend vom Feldzngin Frankreich im Dienste des Papstes. Über diese Antwort beschweren sich die Betreffenden und begehrenHülfe und Rath. Daher wird an den Condestabile in Mayland geschrieben (4. November), zx. Lncern solldie spanischen und savoyischen Gesandte» an Bezahlung der verfallenen Pensionen crimlern.
Man sehe auch im Abschnitte Hcrrschafisangelcgcnhciten:
Landgrafschlift Thurga». «>. Art. 64». Stistc und Klöster.