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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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November I5S8.

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Conferenz der IV evangelischen Städte.

Karau. 1598, 2K. Htovemver (Donstag, IL. alt. Kal.).

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Gesandte: Zürich. Bürgermeister Keller; Stadtschrciber Grebel. Bern. Statthalter Manuel; Land«dogt Zehender, des Raths. Basel. Andreas Nyff, des Raths. Schaffhausen. Bürgermeister Meyer.

». In Betreff der begehrten Verwendung beim Herzog von Savoyen für die guten Leute in den dreidem Herzog zurükgegebenen Vogteien bei Genf, welche derselbe vom Evangelium zum Papstthum zu drängensucht, wird für nöthig erachtet, den König von Frankreich in's Interesse zu ziehen. Daher wird im Namender IV Städte ein Schreiben an denselben erlassen, worin ihm dieses vertragswidrige Verhalten des Herzogszu Herzen geführt nnd gleichzeitig die Stadt Genf empfohlen wird. I». Die bcrnischen Gesandten berichten,was ihre Herren und Obern seit einiger Zeit in Betreff eines Friedens mit dem Herzog verhandelt und wiesie sich wiederholt bei demselben für die der Religion wegen bedrängten Leute in den savoyischen Vogteien ver-wendet haben. Da derselbe zur Haltung der Verträge sich nicht verstehen wolle und sie nicht mehr für bindendhalte, weil ihm kürzlich ein Theil seines Gebiets mit Gewalt genommen worden sei nnd er es mit Gewaltwieder erobern müsse, während offenbar der Herzog, als Urheber der Unruhen, die Verträge gebrochen undzu dem, was damals in des Königs von Frankreich Dienst nnd Namen gegen ihn vorgenommen worden,Ursache gegeben habe, so sei Bern entschlossen, an den König sich zu wenden, ihm durch einen besondern Ge-sandten den Sachverhalt mitzutheilen und ihn zu bitten, bei den wegen der Markgrafschaft Saluzzo nächstensin Lyon stattfindenden Verhandlungen auch die Angelegenheit zwischen Bern und Savoyen vornehme» zu lassenund ihm durch dieses Mittel zn einem Frieden zu verhelfen. Von diesem Vorhaben gebe es den Gesandtender drei Städte Kenntniß und bitte sie, dem Gesandten in ihrem Namen ein Recommandationsschreiben anden König mitzugeben, sowie es auch von seiner vorhabenden Legation der Stadt Genf Kenntniß gegeben undsie eingeladen habe, entweder einen Gesandten mitzuschiken oder seinem Gesandten ihre Aufträge mitzugeben.Demnach wird ein Schreiben in vorstehendem Sinne an den König entworfen und Zürich eingeladen, dasselbeunverzüglich auszufertigen und sammt jenem Schreiben der IV Städte Bern zn übersenden. Zberdieß wirdZürich ersucht, das Schreiben der IV Städte an den König dem Ambassador abschriftlich mitzutheilen und ihnzu bitten, auch seinerseits die Sache zn untcrstüzen. Genf werden Abschriften der beiden Schreiben übersendet,v. Was Pfalzgraf Friedrich im Juli bei jeder der IV Städte hatte vorbringen lassen, wird als ein Aner-bieten für Erhaltung der Freundschaft aufgefaßt, nicht aber, daß er ein verbindliches Verständniß begehre.Demnach wird Zürich aufgetragen, in der IV Städte Namen ein freundliches Dankschreiben mit Anerbietungaller Freundschaft und guten Correspondcnz an ihn zn erlassen. ,1. Im Nainen der Peyer'schen Erben begehrtSchasfhausen, man möchte den Gesandten an den Herzog von Savoyen auftragen, daß sie sich für Zurükgabebes dem Peyer mit Gewalt entzogenen Salzbrunnens in Tarentaise verwenden, r. Deßgleichen bittet JunkerHans Jmthurn von Schasfhausen im Namen der Stockcr'schen Erben um Jntercession beim Herzog in Betreffbes schon seit einigen Jahren waltenden Rechtshandels mit dem Freiherrn zu Chevron, herrührend von einerBiirschaft von 1000 Florin und 400 Kronen gegenüber Einigen zu Basel, damit der Herzog ihnen endlich zuThambery das Recht ergehen lasse. Beide Begehren werden ml instruomlum in de» Abschied genommen.

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