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Juni 1SS8.
355.
Jahrrechnungs-Tagsazung der XIII Orte.
Waden. 15V8, 28- Juni (Sonntag nach Joannis Baptistä).
Gtaatsaretitv ^urern: Allgem. Abschiede 601 — HZandesarekiv Ridwalden. — Hantonöaretitv Tolotkurn: Abschiedbd. l»4.
Gesandte: Zürich. Johann Keller, Bürgermeister; Johann Kambli, Sekelmeister und des Raths.Bern. Anton Gasser; Christian Willading, beide Venner und des Raths. Lucern. Jost Pfyffer, Ritter,alt-Schultheiß; Jost Holderineyer, Sekelmeister und des Raths. Uri. Ambrosius Püntiner, Ritter, Land-ammann. Schwyz. Ulrich Aufdermauer, Landammann; Hauptmann Hans Reding, des Raths. Unter-walden. Johann Waser, Ritter, alt-Landammann und Pannerherr. Zug. Kaspar Heinrich, des Raths.Glarus. Jost Pfändler, Landammann. Basel. Melchior Hornlocher, des Raths. Frei bürg. Hans Meyer,Schultheiß; Jost von der Weid, des Raths. Solothurn. Hans Jakob vom Staat, des Raths. Schaff'Hausen. Hans Konrad Meyer, Bürgermeister; Georg Mäder, Statthalter und des Raths. Appenzell.Johannes von Heimen, Landammann, von Jnner-Rhoden; Paulus Gartenhäuser, Landammann von Außer-Rhoden.
Ä. (S. u. Thurgau). (S. u. Baden). t°. (S. u. Freiämter), »x. (S. u. Deutsche Vogt, überh.).I». Der französische Ambassador, Herr zu Mortefontaine, übergibt seine Creditive und theilt mit, daß derFriede zwischen den beiden Monarchen von Frankreich und Spanien abgeschlossen sei, worüber die Eidgenossensicherlich ebenso lebhafte Freude empfinden werden, als der König; denn nachdem Frankreich durch den zehn-jährigen blutigen Krieg so unendlich gelitten, werden nunmehr Gewerbe und Handel wieder aufblühen »ndFrankreich zu seinem frühern Glanz und Wohlstand gelangen, was den König in den Stand seze, die denEidgenossen gegebenen Versprechen zu erfüllen; denn er wolle den Namen eines „wahrhaftigen" Fürsten erhaltenund hasse kein Laster mehr, als die Undankbarkeit. Der König habe auch die Eidgenossen und alle ihre Ver-bündeten in den Frieden eingeschlossen (Beilage 9), weil sie ihm in seinen Bedrängnissen so oft beigestandenhaben und seine besten und zuverlässigsten Freunde seien. Dabei übergibt er einen Brief des Königs vomII. Mai, worin dieser auf die beiden Zuschriften vom 9. und 10. April antwortet, er werde nach dem Beispielseiner Vorfahren sich die Freundschaft mit den Eidgenossen angelegen sein lassen und ernstlich darauf bedachtsein, sie zu befriedigen; indeß könne er einen bestimmten Termin für die Bezahlung nicht angeben, weil dieUnterthanen durch die Bürgerkriege unendlich gelitten haben und zudem die Weinernte, die Haupterwerbsguclledes Landvolks in ganz Frankreich durch den Frost sehr gelitten habe; der abgeschlossene Friede werde ihmjedoch möglich machen, ihnen seinen guten Willen zu erzeigen; er habe auch angeordnet, daß den Oberste«und Hauptleuten der vier Fähnchen die Assignationen nicht wieder genommen werden. Übrigens bezieht er sichauf seinen Ambassador, der alles deutlicher auseinander sezen werde. Dieser, durch einen Ausschuß um einebestimmte Erklärung angegangen, wann die versprochenen Summen anlangen werden, beruft sich auf den scho"im April gegebenen Bescheid. Daher wird nochmals an den König geschrieben (II. Juli), er möchte innerhalbzwei Monaten Antwort geben, was für Gelder an die Obrigkeiten und an die Privatansprecher jährlich werdengeliefert werden. I. (S. u. Vier ennetb. Vogt, überh.). k. (S. n. Lauis). I. (S. u. Vier cnnetb. Vogt-überh.). i». Solothurn wünscht Weisung, wie es sich verhalten soll, wenn Jemand bei Anlaß der Vertheilungder französischen Gelder zu Solothurn ans die betreffenden Summe» Arrest legen wolle; es berufen sich nämlich