April 15W.
Tagsazung der XIII Orte.
Waden. 1598, 5. April.
<Ltaat»archiv Lue»rn> Allg. Ab>chi«de nc>>. SM — 5la»t»n«archiv in Aar«». Adschiedbd. X. t.
Gesandte: Zürich. Johannes Keller, Burgermeister; Hans Kambli, Sekelmeister und deS Raths.Bern. Anton von Grafenried; Christian Willading, beide Veuner und des Raths. Lucern. Jost Pfhffer,Ritter, alt-Schultheiß; Jost Holdermeyer, Sekelmeister und des Raths. Uri. Peter Gisler, Ritter, Land-ammann; Walther Jmhof, Ritter, alt-Laudammann. Schwyz. Rudolf Reding, Ritter, Landammanu undPannerherr; Sebastian Bücler, alt-Sekelineister nud des Raths. Un tertvalden. Kaspar Jakob, Landammann,von Obwaldcn; Johann Waser, Ritter, Landammann und Pannerherr, von Nidwalden. Zug. Kaspar Heinrich,des Raths. Glarus. Melchior Hässi, Landammann; Ulrich Tschudi, Baumeister und des Raths. Basel-Melchior Hornlocher, des Raths. Freiburg. Haus Meyer, Schultheiß. Solothuru. Lorenz Aregger,Ritter, Schultheiß; Haus Jakob vom Staal, des Raths. Schaphausen. Hans Konrad Meyer, Bürger-meister. Appenzell. Johannes von Heimen, Landammann; Paulus Gartenhauser, Landammann.
». (S. u. Vier ennetb. Vogt, überh.). I». Der französische Ambassador antwortet mündlich auf dieZuschrift an den König, dieser habe alles angeordnet, damit die Anforderungen der Eidgenossen sicher gestelltwerden; 100,000 Kronen werden in den nächsten Tagen, 300,000 Kronen im Laufe des Jahres bezahlt, fürdas Andere seien die Einkünfte zu Roanne und Moulius und anderes angewiesen, wovon sich die Gesandtenbeim König überzeugt haben werden; da der König wieder im Besiz der Provinz Bretagne sei, so werde erdadurch auch eher in den Stand gesezt, die Eidgenossen befriedigen zu können. Die eidgenössischen Gesandtenin Frankreich seien nunmehr unnüz geworden, seit er, der Ambassador, seine bleibende Residenz in der Eid-genossenschaft aufgeschlagen habe, daher bitte er, man möchte sie zu Vermeidung größerer Kosten heim be-rufen. Da in der Grafschaft Burgund sich lezthin Schwierigkeiten über die Geldsendung erhoben haben, s"möge man sich mit der Grafschaft darüber in's Reine sezen oder einen Herold in der XIII Orte Namen dewTresorier und dein Geld entgegen schiken. Da man sich mit diesem Bescheide nicht zufrieden geben kann, indemder Ambassador einen bestimmten Termin für Bezahlung nicht angegeben hat, so wird ihm erklärt, daß m<mauf den gestellten Begehren bestehe und die zugewandten Orte einberufen und die Sache an die Großen Racheund Landsgemeindcn kominen lassen müsse, was sicher zur Folge hätte, daß zu den in den Zuschriften an de»König angedrohten Maßregeln geschritten würde; er könne auch versichert sein, daß man inzwischen keine»Aufbruch erlauben werde; übrigens seien die versprochenen Summen viel zu klein und er möge daher be>MKönig Anordnungen auszuwirken suchen, daß bis zu gänzlicher Liquidation nicht nur 300,000, sondern wenigstes8- bis 10,00,000 Kronen jährlich bezahlt werden; indessen möge der König diejenigen Ansprecher, welche oh>mAssignationen und ohne Bescheinigungen von ihrer Obrigkeit mit ihren Forderungen ihn bestürmen, zurükweisemDer Ambassador will über Alles nochmals an den König berichten. Die Anzeige, daß des Herrn von SaMbSohn bei 400 Knechte angeworben habe und ihr Oberst sei, wird in de» Abschied genommen, weil man »ichkzugeben kann, daß Franzosen als Oberste über eidgenössische Truppen gesezt werden. «I. Der spanische AMbassador zeigt an, der Gubernator zu Mayland bcdanre, daß die bisherigen Unterhandlungen zu BcseitiguMlder vielfältigen Unordnungen an den Gränzcn noch keinen bessern Erfolg gehabt haben. Der Entwurf z» einer