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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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' April 1597. 439

z» helfe». Wäre das ohne Erfvlg, so will man denen von Appenzell sage», daß sie »ach Laut des eidgenös.fische» Bnndes keine Befugniß haben, das Bitndniß mit Spanien anzunehmen, daher man sie ermahne, diesesBiindniß, in welchem die Mehrheit der Orte noch nicht sei, aufzutünde» und sich ihrem alten Bunde gemäßZu halten. Würden sie dann gütlich davon nicht abstehen, so will man die inner» und äußern Rhoden zumeidgenössischen Rechten, das sie einander schon selber angeboten haben, weisen. — Über diese beiden Artikel,den Appenzeller und Arboner Handel sollen die Orte ihre Meinung »och vor der badischeu Tagleistung nachZürich schike» und die Gesandten am Morgen vor der Taglcistung über daS Fernere sich vereinbaren, r. Eswird beantragt, die verbürgten 7N,000 Krone» bei den Burgnndcrn, die sich dafür verschrieben haben, zusuchen und von ihnen Antwort ans die früher» Schreiben zu begehren. Da jedoch zu besorge» ist, es möchtedas vergeblich sein, und da in Kurzem der französische Ambassador mit einer Summe eintreffe» soll und derErfvlg verschiedener Schreiben und Besprechungen noch abzuwarten ist, so wird die Sache auf künftigen Tagzu Baden verschoben.

Conferenz der VI katholischen Orte sammt den Katholischen der Kirchhöre Appenzell.

Lnccrn. 1597, 29. April.

Staatsarchiv t!»cer». Lucemer Mschiede (i, 3M, — jtantonsarchtv Areiblirg.

Gesandte: Lucern. Jost Pfhffcr, Ritter,Schultheiß; Jost Krepsingcr, Ritter, alt-Schultheiß; Jost Holdermeyer,Sekelmeister; Kaspar Pfyffer; Niklaus Pfysfer, Ritter, Panuerherr, alle des Raths. Ur i. Peter Gisler, Ritter,Landammann; Walther Jmhof, Ritter, alt-Landammann. Schwyz. Rudolf Rediug, Ritter, Laudammannund Panuerherr; Sebastian Büeler, des Raths und alt-Landvogt im Thnrgau. Unterwalden. MarquardJmfeld, Ritter, Laudammann, von Obwalden; Johann Waser, Ritter, Landammann und Panuerherr, vonNidwalde». Zug. Hauptmann Ulrich Hegglin, des Raths. Freibnrg. Hauptmann Hans Razö, desRaths. Appenzell J.-Nh. Hauptmann Konrad Tanner, Ritter, des Raths.

Nach Anhörung eines Berichts des Gesandten Appcnzells über den gegenwärtige» Stand der Dingedaselbst, eines Berichts des Landammanns Neding über seine Verhandlungen zu Solothurn, sowie des Be-scheids, den der spanische Ambassador aus Moyland erhalten hat, daß nämlich der König mit der Annahmedes Bündnisses wohl zufrieden sei, insofern es ohne Zwietracht zugehen möge (während man einen klarernBescheid, ohne Vorbehalt, erwartet hatte), hält man für nothwendig, den Katholischen von Appenzell nochmalsberathen und beholfen zu sein, damit sie beim Bitndniß verbleiben können, da im andern Falle noch vielgrößere Unruhe» zu besorgen wären. Der Ambassador, gegen den man die Verwunderung über die zweifel-hafte und mit Vorbehalten versehene Antwort ausdrükt, erwidert, es sei da kein Zweifel vorhanden, denn erhabe vom König selbst und seinen Näthen, ebenso aus Moyland, ausgedehnte Vollmachten, und zwar mehrden VI katholischen Orten z» Gefallen als dein König zum Nnzcn; übrigens wolle er es den VI Orten über-lassen, wie die Sache am zwekmäßigsten beschlossen werden könne. Diese Erklärung des Ambassadors willwan ganz geheim halten bis auf künftige Tagsazung zu Baden, wo man sich vor allen Dingen über ein ein-stimmiges Votum verständigen und je nach Umständen Verschiebung der Sache begehren will, um dann beiguter Gelegenheit dahin zu wirken, daß der Handel gütlich, oder, wenn dieses nicht möglich wäre, rechtlich