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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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März l597.

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»2S.

Conferenz der VI katholischen Orte.

Lucern. 1k>»7, 2K März (Mittwoch vor Palmar,»»).

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Gesandte: Lucern. Jost Pfyffer, Ritter, Schultheiß; Jost Krepsinger, Ritter, alt-Schultheiß, Stadt-fähnrich; Jost Hvldernieyer, Sekelmeister; Kaspar Pfyffer; Niklans Pfyffer, Ritter, Pannerhcrr, alle desRaths. Uri. Peter Gisler, Ritter, Landammann; Walther Jmhof, Ritter, alt-Landaininann. Schwyz.Rudolf Reding, Ritter, Landammann und Pannerhcrr. Unter walden. Marquard Jmfcld, Ritter, Land-ammann, von Obwalden; Melchior Lussi, Ritter, Landammann, und Oberst Kaspar Lussi, Ritter, des Raths,von Nidwalden. Zug. Hauptmann Jakob Bachmann, des Raths. Freiburg. Hauptmann Hans Raze,

des Raths.

». In Betreff der noch ausstehenden Anforderungen der Obersten und Hauptleute, welche dem Papstund dein Herzog du Maine vor einigen Jahren gedient haben, erstattet der Gesandte von.Freiburg weit-läufigen Bericht. Nun eröffnen Oberst Kuhn und seine Hauptleute, welche dem Papst gedient haben, schriftlichund mündlich ihre Anliegen und bitten um Hülfe und Rath, erklären aber zum Voraus, daß sie von ihremVorhaben nicht abstehen können, außer wenn man ihnen Mittel und Wege zu einer gütlichen Ausgleichungieige; dasselbe thun die Obersten und Hauptleute des du maine'schcn Regiments und verlangen ebenfalls beide»,ach Bellenz angcsezten Rechtstag zu bleiben. Sodann gibt auch der spanische Ambassador Casale seinenVortrag in den Abschied; er will aber keine Vollmacht haben, sich in etwas einzulassen, sichert jedoch seineMitwirkung zu günstiger Erledigung der Sache zu und verlangt Aufschub. Die Obersten und Hanptlcute ,Erstehen sich endlich zu Verschiebung des Processes bis Pfingsten, mit dem Vorbehalt, daß man ihnen noch-mals ihre Rechtsamen zu Kräften erkenne, wie es bereits von den einzelnen Obrigkeiten geschehen sei, und daßMan ihnen, wenn inzwischen Werbungen für einen Aufbruch statthaben sollten, bewillige, dabei auch mitzu-!preche. Es wird entsprochen und dem Ambassador davon Mittheilung gemacht, zugleich wird an den Gu-beruator zu Moyland eine Zkkschrift erlassen, worin die Sache ihm ernstlich an's Herz gelegt und eine ErklärungRgehrt wird, ob er sich laut Bündniß in das Recht oder aber in gütliche Unterhandlungen einzulassen gedenke.

Hauptmann Tanner von Appenzell berichtet, die Unterhandlungen für gütliche Beilegung der Anstände mitbeu äußern Rhoden haben sich zerschlagen, und bittet um Hülfe und Rath. Es wird ihm tröstend »nd freundlich^''gesprochen. Daneben wird für nöthig erachtet, die nach Bade» ausgeschriebene Tagsazung auf den zweitenSonntag im Mai zu verschieben, wovon au Zürich und die übrigen Orte Mittheilung gemacht wird. Mitben, spanischen Ambassador wird gesprochen und an den Gnbernator zu Moyland wird geschrieben, um>hre Gesinnung hierüber zu vernehmen; wenn der Bescheid vor der angesezten Tagsazung einlangt, willMan sich, wofern die Zeit es erlaubt, nochmals versammeln, um sich über ei» einstimmiges Votum zn verein-baren; inzwischen soll Landammann Reding nach Solothurn reiten und die dortige Obrigkeit in der katholischenDtte Namen ermahnen, sich nicht von ihnen zu söndern, oder doch wenigstens sich still zu halten und mitkeinem Theil zn stimmen, r. (S. u. bern-freib. Vogt, überh.). «I. Die Orte werden an die Gesuche umSchenkung von Fenstern in die Kirche z» Attinghanscn und in die Capnzinerkirche zu Zug erinnert, r. Derpäpstliche Nuntius, Bischof zn Veglia, berichtet, wie gnädig der Papst die Zuschriften der katholischen Orte