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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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Januar 1597.

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wegen der Kauslcnte von St. Gallen sollen die Gesandten ans nächsten Tag zu Baden instruirt werden.«I. Olivier Piot von Luggarns fährt Klage, daß sein Bruder von der Inquisition zu Moyland verhaftetworden sei, und bittet nin die Bewilligung, auf inayländische geistliche Güter ennet Gebirgs Arrest legen zudürfen. Es werden ihm Verwendnngsschreiben an den Cardinal Severin in Rom und an den ConnetableZu Moyland ertheilt; sein Gesuch betreffs des Arrests wird in den Abschied genommen. «. Da die Capuzinerauf ihren Reisen an vielen Orten der Eidgenossenschaft, auch jüngst wieder bei den lutherischen Appenzeller,,Zu Gais, ohne allen Anlaß ans offener Straße gefährdet und beleidiget werden, so will man ans künftigemTag zu Baden mit den betreffenden Gesandten, namentlich denen von Glarns, Appenzell und Bern, sprechen,damit es nicht mehr geschehe, t Bei Behandlung des Appenzcllerhandels will man darauf antrage», daß dieLutherischen angehalten werden, dem Beschluß wegen des neuen Kalenders »achzukommen; ferner will manrügen, daß namentlich die von GaiS sich viel Ungebühr gegen katholische Priester und Weltliche erlauben.« Man verwendet sich nach Moyland für die Obersten und Hanptleute, welche jüngst dem Herzog vonSavoyen im Picmvnt gedient haben, betreffs ihrer rükständigcn Soldansprachcn. I». Auf die BeschwerdeLucerns wegen der zu Uri in der drei Orte Rainen geschlagenen, zu geringhaltigen Schillinge, und auf dessenAnzeige, daß es einen Münzer bestellt habe, der die Schillinge nach der alten Probe münze, wird Uri beauf-tragt, seinem Münzer zu befehlen, auch auf diese Probe zu münzen oder das Münzen einzustellen. DerAntrag, die Ducatvncn wieder auf 23 gute Bozen zu erhöhen und sich in der Eidgenossenschaft über dasMünzwesen zu vergleichen, wird in den Abschied genommen, l. Der Antrag des Gesandten von Uri, denKlöstern jährlich eine Steuer aufzulegen, um diese bei der Türkenstcner und andern Landesnöthen zu verwenden,wird, obschon das einigen Orten ans verschiedenen Gründen nicht thnnlich erscheint, in den Abschied genommen.

Auch der Borschlag überBefridignng" der beiden Könige von Frankreich und Spanien wird nochmals inden Abschied genommen. I. Den Gesandten wird ein Berzcichniß mitgethcilt einiger Anstände wegen derJünglinge, welche zu Moyland im Colleginin und ans dem königlich-spanischen Stipendium studiren, damitMan darüber rathschlage.

:t22.

Tagsazung der XIII Orte.

Waden. 1597, 19. Januar (Sonntag nach St. Antoniustag).

StaatSarcNi» Lucern! Allgem. AbschNde «ZU». W. - jtaiitonsarchiv i» Aar«», IX. ls,

Gesandte: Zürich. Johann Keller, Bürgermeister; Johann Kambli, Sekelmcister und des Raths. Bern.Anton Gasser; Christian Willading, beide Bcnner und des Raths. Luccr». Jost Krcpsinger, alt-Schultheiß;Hauptmann Ludwig Schürpf, des Raths. Uri. Peter GiSler, Ritter, Landammann. Schwyz. RudolfNeding, Ritter, Landammann und Panncrherr; Balthasar Kyd, des Raths. Untcrwalden. Marqnard Jm-feld, Landammann, von Obwalden; Melchior Lussi, Ritter, Landammann, von Nidwalden. Zug. HauptmannPaul Heinrich, Landesfähnrich und des Raths. GlaruS. Melchior Hässi, Landammann; Jost Tschndi, alt-Landammann. Basel. Jakob Götz; Melchior Hornlochcr, beide des Raths. Freiburg. Hans Meyer,Schultheiß. Solothnrn. Hans Jakob vom Staal, des Raths. Schaphausen. Hans Konrad Meyer,Bürgermeister; Georg Mäder, Statthalter und des Raths. Appenzell. Johannes von Heimen, Landau,