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zusammenhalten und vor einigen Jahren deßhalb ein Bündniß abgeschlossen haben, so werde es Vonnöthenund gut sein, daß auch die IV evangelischen Städte in Sachen, die ihre christliche Religion und ReligiouS-gcnossen antreffe», gegen einander sich verpflichten, damit man auf den Fall, daß dem einen oder andern Ortder Religio» halber etwas widerführe, wisse, wessen man sich zu einander zu versehen habe. Jedes Ort sollseine Meinung darüber Zürich mittheilen. r. Basel erinnert an die 70,000 Kronen, welche man seiner Zeitdem König von Frankreich und den Ständen in Burgund geliehen hat, und stellt daö Begehren, jedes Ortmöchte seinen Antheil an den Zinsen, so bald sie verfallen sein werden, nach Basel schiken, weil diejenigen,welchen man sie schuldig sei, dieselben nicht mehr so lange wie bisher ausstehen lassen wollen, auch möchteman trachten, das Capital so bald als möglich abzuzahlen, um dieser Last entledigt zu werden. Wird nllreterencluni genommen.
315.
Conferenz der VI katholischen Orte sammt Appenzell.
Sutern 1591». 29. chctovcr
«taattarchi» vucer«. i!»«r»n Nbsch. tt. Li«. - Mg. Nbschi-dr «». S?5, 2S7.
Gesandte: Luxer». Jost Krepsingcr, Ritter, Schultheiß und Stadtfähnrich; Jost Pfyffer, alt-Schnltheiß;Kaspar Pfyffer; NiklauS Pfyffer, Ritter, Pannerherr, beide des Raths. Uri. Hans Jakob Troger, Ritter,alt-Landammann. Schwyz. Rudolf Reding, Ritter, Landammann und Pannerherr. Unterwalden.Marqnard Jmfcld, Landammann, von Obwalden; Melchior Lussi, Ritter, alt-Landammann und Landeshaupt-mann, von Nidwalden. Zug. „Poli" (Apollinar) Jtcn, Sckelmeister und des Ratbs. Freiburg. HauptmannHans Nazö, des Raths. Appenzell. Hanptmann Ulrich Räff, des Raths.
»». Zürich hat eine gemeincidgenössische Tagsazung nach Aarau ausgeschrieben, weil Kirchhöre und katholischeRhoden von Appenzell dem Bündniß der katholischen Orte mit Spanien beigetreten. Dcßwegen wird gegen-wärtiger Tag abgehalten. Nachdem jeder Gesandte seine Instruction eröffnet und man auch die Instructionverlesen hat, welche dem vor sechs Jähre» dieser Sache wegen nach Spanien geschikten Landammann Lnssiertheilt worden war, nachdem man auch den mündlichen Bericht des Gesandten von Appenzell über den Hergangder Sache und dessen Bitte vernommen hat, seine Obrigkeit hiebet zn schüzen, erachtet man für nothwendig,den Katholische» von Appenzell allen Beistand zn gewähren, und ermuntert sie, die Tagsazung zu besuchen,um zn vernehmen, was man vorbringen werde, übrigens sich dort in nichts einzulassen und Alles in den Ab-schied zu nehmen. Daneben wird beschlossen, auch von Seite der VI Orte diese Tagsazung zn besuchen, aber»»r anzuhören und zn referiren, indem in der Verschiebung keine Gefahr liegt; inzwischen will man daSNöthigc nach Mayland schreiben und zu Aarau den Gesandten von Zürich erklären, daß in Zukunft Tag-saznngen nicht an solche Orte ausgeschrieben werde» möchten, wo die Katholische» keinen Gottesdienst haltenkönnen, indem sie sonst dieselben nicht besuchen würden. I». Weil die meisten Orte die Angelegenheit wegenBurgund »och nicht in Berathnng genommen haben, will man sich auf der nächsten Tagsazung damit entschuldigen, daß man die Sache wegen ihrer Wichtigkeit an die höchsten Gewalten bringen müsse und sich dieserTagsazung nicht versehen habe. Dabei will man doch vernehmen, zu was sich Zürich und Bern entschlossenhaben; wenn diese zwei Orte die Worte der Erbeinnng „getreu Aussehen" als Verbindlichkeit z» thätlichcr Hülse