August 1595.
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Conferenz der VII katholischen Orte, sanunt Appenzell.
Lucern 15V5, 22. August
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Staatsarchiv Vucern. Lueevner Abschiede (?. 273.
Gesandte: Lucern. Jost Pfyffer, Schultheiß; Jost Krepsinger, Ritter, alt-Schultheiß und Stadtfähnrich;Holdermeyer, Sekelmeister; Niklans Pfyffer, Ritter, Pannerherr, alle des Raths. Uri. Hans JalobKroger, Ritter, alt-Landamniann; Peter Gisler, Ritter, Landesfähnrich und Statthalter. Schwyz. Ulrich^eberg, Statthalter; Balthasar Kyd, des Raths. Untermal den. Wolfgang Schönenbühl, Landainmann,Obwalden; Melchior Lnssi, Ritter, Landainmann und Landeshauptmann, von Nidwalden. Zug. Hanpt-Hans Nußbaumer, des Raths. Freiburg. Hauptmann Hans Raz6; Niklans von Dießbach, Bürger-meister, beide des Raths. Solothurn. (Entschuldigt). Appenzell. Georg Räß, Sekelmeister und desAachs.
Der spanische Ambassador, Alfons Casati, gibt seinen Bortrag iiber den Kriegshandel in der Graf-^laft Burgund schriftlich in den Abschied, damit die Gesandten ans nächste Tagsazung zu Baden darüber in-^Niirt werden. Darauf wird ihm versichert, daß man Alles thnn werde, nm sowohl den Krieg in Burgundbeseitigen, als auch die Grafschaft in gutem Frieden und Wohlstand zu erhalten; dabei wird jedoch bemerkt,es scheine, als ob man die Sache von Seite des Königs nicht gar ernstlich zur Hand nehme, was beib'clen ihn, sonst ergebenen Personen großen Unwillen verursache. In Betreff der beiden Obersten Gallati von^larns und Grißach von Solothurn, welche ungeachtet der an sie erlassenen Schreiben und zuwider der Erb-°>n»ng gegen die Grafschaft und das eidgenössische Kricgsvolk daselbst sich gebrauchen lasse», will man auf der^gsazung zu Baden mit den Gesandten von Glarns und Solothurn ernstlich reden, ihnen die Sachen dringend^'stellen und sie ermahnen, gegen diese Ungehorsamen mit Ernst einzuschreiten, damit man sehe, daß sie, nichtUnterthanen Meister seien. Die Gesandten soften daher Vollmachten mitbringen, diesem Jammer ein^"be zu machen, und wenn dann der spanische Gesandte das Begehren um einen Aufbruch stellt, so will maniuerst vernehmen, was die übrigen Orte thnn wollen, und will es, wenn die Mehrheit ihm entsprechen will,M den Abschied nehmen. I». Nachdem man angehört hat, wie hizig und unbescheiden Zürich mit dem PfarrerLoinmis verfahren sei, wie es denselben gefangen nach Kyburg geführt und nur gegen große Cantion frei-^"ssen habe, und daß Zürich den Handel mit dem Prediger zn Bischofszell, den eS ungeachtet seiner Laste-^»gcn i„ Sicherheit brachte, und andere ähnliche Fälle vergessen zu haben scheint, so wird zu Vermeidung^bßerer Kosten für das Beste erachtet, auf nächster Tagsazung zu Baden mit den Gesandten von Zürich über'^n Handel Rüksprache zu nehmen, damit in Zukunft solche Übergriffe unterbleiben, <». Mit dem Gesandten^Bischofs von Cvnstanz wird über das Predige» der Priester im Thnrgan daSNöthige verhandelt. «>. DieZöllschen Warner beschweren sich, daß zu Schwanden der Altar abgebrochen worden sei. Man findet, daß,Neuglänbigcn gemäß Vertrag zur Wiederherstellung desselben angehalten werde» können, was die Gesandten^ Baden vorbringen sollen; jenen wird tröstend geantwortet, v. (S. u. Engelberg), t Gesandte des'schofs von Constanz begehren Rath, wie der schon oft angeregte Religionshandcl mit Arbo» und Horn er«^ M werden könne, und legen die daherigcn Urkunden und Verträge über des Bischofs Freiheiten und Ge-^chtigkeitcn in Original auf. Nach gründlicher Untersuchung dieser Schriften wird für das Beste erachtet,