Juli bis Octvber 1595.
7. Vnd domit die gspän, so lange Ayt der Herrschaft Sauigini halber gemärt, zu einem endt gebracht werde», ß'ilman zu beiden theillen Commissarien ordnen, die in Sechs inonat oder ehe so es müglich an dem Ort, so ihnen gefallwiirdt, zusammen lhommen, den gsagten fachen ein vßtrag zugeben.
8. Vnd so es sich begebe, dz sonderbare Personen in dennen Prouintzen oder Landen in der neütralitet begriffen etwas,so der neütralitet zu wider were, sürnemmen vnd vnderstan wurden, soll man zu den Gubernatoren vnd Parlamenten beiderProuintzen zugang haben, damit man nit khönne sürwcrffen, dz durch sonderbarer Personen übertreten die neütralitet g?'brachen worden.
9. Vnd zu volnstreckung alles dessen sollendt wie droben gemeldet die gegenwartige artickel! in den Stetten vnd gewo»'lichen Orten derselben Prouintzen mit sampt dem tractat der neütralitet publiciert werden, mit vßtruckenlichem verbot alledie so darwider handlend vnd thundt höchlich zustraffen.
Ig. Es habend die gemelte verordnete Herren sich über discre artickel vereinbaret vnd verglichen, mit Vorsatz, dieselbig^ins werch zubringe» vnd zu ratificieren ; Nämlich die gesagte von Frankrych durch ihr Christ. Myt. vff der Stet ohne Ve>'zug, die aber von der Grauschafft Burgund« Jnnammen ihr Cath. Myt. in Sechs monatcn. Verheißend! ouch hienebend«die gesagte Ratification oder bestätigung Jnnamcn deß Grauen von Champlite vnd Parlament zu Doli in acht tagen i"überschicken. Vnd vff solche beschechne vnd überantworte Ratification sollendt zu beydeu theillen Commißarien geordnet werden,die mit vollmechtigem gemalt vff einer gemeinen tagsatzung der Eydtgnoßen dise artickel gutheißend« vnd bestätigindt.
Diß volgendt begären haben die Herren Gesandten nit Möllen mit den anderen articklen passieren laße»,wardt derhalbcn ihnen zugemutet, solches sonderbar zu vnderschrybcn, möllich also lutcdt 5
Vff dz anhalten, so von ihr Christ. Myt. Deputierten geschechen von wägen der restitutio» der güetern, so wylandt dewFürsten von Oranges zugehörig siudt, ouch von wägen der Herrschafft Tolose, wem sy zugehöret, wyll weder wir »och ^Burgundische Herren Gesandten dessen dhein beuelch gehept, habend! wir sollichs in abscheidt genommen vnd verheißtdzselbig vnseren Herren vnd Oberen zu repräsentiren, ouch allen vnsern möglichen flyß darüber anzuwenden."
Albertus, Cardinal, Erzherzog und Kubernator der Niederlande und der Grafschaft Burgund ratisicirte diesen Ncutralitätsvccü^durch Urkunde Brüssel, den 15. März 1596. (Kantonsarchiv Basel, Abschiedband 1596.)
Diese Artikel, in französischem Ter! und mit der beigefügten Ratification König Heinrichs <cl. <1. Lion 26. September) ßnd °gedrukt bei Dnmont, llorp» ckiplomutiguo etc., V. 1 S. 517, unter dem Titels 't'ruitö untre Iva 1)6putvü de Ilonrz, ^
cko l'ranoe, «IsLbilippv 11., Ilm <l'b>p!i.szov, et <!,« tluntan» Luivss», pour lo rötirblwavmont <1v la. bloutralitä entro lv
st Lorotä clo Itour^ogns. ^ 1,joo, le 22 koptombro 1595.
2«v.
Conferenz der V katholischen Orte.
«tucern. l!>9!>, 1. August (vff Zinstag, war Sanct PcterS Kette Fyrtag).
Staatsarchiv Leitern. Lucerner Abschied« <t. 270. — tiandcsarchiv chbbwalde».
Gesandte: Lncern. Jvst Pfyffer, Schultheiß; Jost Krepsinger, Ritter, alt-Schultheiß; Jost Holderincy^'Sekelmeister; Leopold Feer, Pannerherr und des Raths. Ur i. Vogt (Werner?) KäS; Peter Jauch, beide deRaths. Schwyz. (Ulrich) Ceberg, Statthalter. Unterwalden. Wolfgang Schöucnbühl, LandainiuaNN,Obwalden; Melchior Lussi, Ritter, Landammann, von Ridwalden. Zug. Peter Staub, des Raths. ^
(S. u. Thurgan). I». Da den V Orte» zwölf Pltize aus der Stiftung des CardinalS von E»>s ^Collegiuui zu Moyland entzogen worden sind, so wird dem Laudschreiber zu Lauis aufgetragen, persönlich be^Cardinal Borromäus dagegen Vorstellungen zu machen und überhaupt auch für Abhülfe in den andernliegen dieses Collegiums die angemessenen Schritte zu thun. e. Der Secrctär des Bischofs von Constanz wünf 'daß man die bischöflichen Räthe davon in Keuntuiß seze, wenn wiederum eine Conferenz der V Orte abg