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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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358
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358 Januar 1595.

Conferenz der evangelischen und zugewandten Orte, sannnt Solothurn.

Äarau. 1595, 23. und 24. Aanuar (13. uni^ 14. alt. Kal.).

^ Staatsarchiv B«r»! Evang-l. Atsch, v. It.

Gesandte: Zürich. Konrad Großmann, alt-Bnrgermeister; Gerold Eschcr, des Raths. Bern.O ngsburger; David Tscharner, beide des Raths. Glarus. Heinrich Lager, des Raths. Basel. Melch^Hornlocher, des Raths. Solothurn. Urs zur Matte», des Raths. Schaffhansen. Doctor Ioha'"'Konrad Meyer, Bürgermeister. Stadt St. Gallen. Heinrich Keller, Pannerherr und des Raths, I!Bünde. (Von den gerade In Chur versammelten Nathsgesandtcn langt eine Entschuldigung ein, mit ^Erklärung, daß sie sich gefallen lassen, was beschlossen werde, und mit der Bitte um Mittheilnng des Abschied'

»». Auf dem im December zu Lenzbnrg gehaltenen Tage war die Abordnung einer Gesandtschaft anfranzösischen Anibassador, Herrn von Sillery, nach Neuenbürg beschlossen worden; bevor aber verschiede"^Verhinderungen wegen die Gesandten ihrem Auftrage hatte» nachkommen können, hatte Bern auf des Anw"'sadors Begehren gegenwärtige Zusammenkunft alisgeschrieben. Der Ambassador, in die Siznng berufe» "angefragt, ob er etwas vorzubringen habe, bemerkt, er habe auf die Nachricht, daß eine Gesandtschaft anabgeordnet werde, diese Deputation einer solchen Bemühung lieber überheben und mit den Gesandten gemeinsttractircn wollen. Da er vorläufig nichts Anderes vorbringt, wird ihm Folgendes eröffnet: Obscho»wegen der ausstehenden großen Summe und der bedeutenden Schulden an die Obrigkeiten sowohl als a" ^Obersten, Hanptlente und andere Personen wiederholt an den König geschrieben, auch mit dem HerzogNevers, als einem Fürsten des Reichs, und Andern, die durch das eidgenössische Gebiet gereiset, >»dl>gesprochen und ernstlich um Bezahlung sollicitirt habe, sei doch dieses Alles bisher ohne Erfolg gewesen; ^gleichenfründtliche lange vfzüg" könne man aber nicht länger dulden. Der Ambassador werde sich erim»»'"'wie treu die Eidgenossen dem König in seiner größten Roth beigestanden, wie einige Städte für bedeute'Summen sich verschrieben und wie die Obersten und Hanptlente Leib und Gut in seinem Dienst dargcshaben, aber ungeachtet ihrer treuen Dienste noch wenig genossen, vielmehr in die äußerste Noch versezt wooseien. Um nun nicht etwa auf andere Mittel, wodurch möglicher Weise die bisherigen Gesinnungen gegen"dem König geändert werden möchten, bedacht sein zu müssen, möchte der Ambassador, der mit den Zust^'^in Frankreich und der Noch in der Eidgenossenschaft gänzlich vertraut sei, angeben, wie die Sachen ammäßigsten an die Hand zu nehmen sein möchte». Worauf der Ambassador erwidert, er sehe wohl ein,die Obrigkeiten und besonders die Obersten und Hanptlente und Privatpersonen wegen schlechter BeM' 'ihrer Anforderungen an Frankreich mit Grund sich zu beklagen haben; der König und er bedauern d»herzlich und fühlen Erbarmen mit diesen guten Leuten; dagegen aber seien die Entschuldigungen, warum d»!geschehen, nicht weniger triftig, denn cS habe nie an gutem Willen, aber stets an Vermögen gemangelt; V ^der König auch fast alle Städte und Provinzen in seiner Gewalt, so habe er bisher doch weniger Nuze»Kosten damit gehabt, da er einen großen Theil mit Geld habe an sich bringen müssen; von diesen Zlusg"endlich befreit, habe der König der Eidgenossen Anliegen so zu Herze» genommen, daß er lezthin denseines Raths fünf scharfe Schreibe», die er von ihm, Sillery, empfangen, mit dem ansdrüklichcn Befehl i>schikt habe, die erforderlichen Maßnahmen zu treffen; dcßhalb habe er die Zuversicht, cS werde nächstens