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December 1594.
272.
Conferenz der evangelischen Orte nnd Solothurn, nebst St. Gallen und Bünden.
Lenzöurg. 1594, 14. Pecemver (4. alt. Kal.).
Staata»rchi« Zürich! Allg. Abschüd- Bd. IN, S, M.
Gesandte: Zürich. Konrad Großmann, Bürgermeister; Johannes Keller, Pannerherr und des Rath^Bern. David Tscharner, des Raths, alt-Landvogt zu Baden. Glarus. Ludwig Wichser, alt -Landannna»"'Basel. Jakob Oberried, Pannerherr; Melchior Hornlocher, beide des Raths. Solothurn. (EntschuldigtSchaffhause». Doctor Johann Konrad Meyer, Bnrgerineister. Stadt St. Gallen. Heinrich KellenPannerherr und des Raths. III Bünde. Hauptmann Andreas von Salis.
»». Da einige Hauptleute iu Frankreich und etliche Orte die Ausschreibung gegenwärtiger Tagsazunglangt hatten, um über Mittel und Wege sich zu berathen, wie man zur Bezahlung der Anforderungen a» d>eKrone Frankreich gelangen könne, der französische Ambassador, Herr von Sillery, aber nicht persönlich erschießist, so werden Laudvogt Tscharner und Bürgermeister Meyer und ein Gesandter von Solothurn, um desst"Bezeichnung Solothurn besonders ersucht wird, au denselben nach Neuenburg abgeordnet mit dem Auftrag, >h"anzufragen, warum er jezt wieder eine Tagsazung gemeiner Orte verlange; ferner ihm zu erkennen zudaß, wenn eine allgemeine Tagsazung versammelt werden solle, es nöthig sein werde, auch die sieben a»dcr"Orte entweder durch Abgeordnete oder schriftlich, ans des Ambassadors Koste», zn benachrichtigen, warm» dmallgemeine Tagsazung ausgeschrieben werde, nämlich um sie zu mehrerer Beförderung des Friedens in A'""reich anzusuchen, ihre daselbst nnd in Savoyen befindlichen Truppen heimznrnfen nnd bei den Friedens»»^Handlungen mitzuhelfen; wenn man nicht so zu Werke gehe, werden die sieben Orte die Sache in den AtWnehmen und lange anstehen lassen. Die Gesandten sollen ferner dem Ambassador nicht verhehlen, daß,die sieben Orte das an sie gestellte Begehren abschlagen würden, oder nicht bald Zahlung erfolge, >»an da""genöthiget wäre, Gesandte an den König selbst zn schiken nnd mit mehr Ernst als bisher auf Bezahlungausstehenden Schulden nnd namentlich auf „Enthebung" der 70,t)0t) Kronen, für welche die IV evangelis^Städte und St. Gallen sich verschrieben haben, zu dringen. Es möge deßhalb der Ambassador diewohl überlegen und mit Ernst auf Abhülfe denken. Den erhaltenen Bescheid sollen die Gesandten zum fer»^"Verhalt Zürich mittheilen. I». Der Gesandte der Stadt St. Gallen legt eine Zuschrift seiner Obernbetreffend ihren flüchtigen Burger Othinar Bastard, nebst der Abschrift eines Missivs des Neperschn'ids ^Augsburg, der seinen Schwager Bastard auch einen Unruhestifter nennt. Er meldet daneben, daß Basta^vielen Orten gedroht habe, er wolle die Stadt St. Gallen schon noch in Angst und Roth bringen, »nd "derselbe an den meisten Orten besiegelte Scheine ausgebracht habe. Er begehrt, man möchte den nicht»Klagen und unbefugten Trölereien Bastards keinen Glauben beimessen und ihn abweisen. Da man sich "erinnert, daß Bastard kürzlich vor den Räthen der vier evangelischen Städte und Glarus erschienen, "allenthalben abgewiesen worden ist, daß Schaffhausen ihm den Bescheid gegeben hat, es werde seinen Gesa»dans künftige Tagleistung seinethalben Instructionen mitgeben, so wird er nicht angehört, vielmehrsich ruhig zu verhalten. <?. Ans Anbringen Hornlochers von Basel wird abermals ein Fürschreiben inIV Städte Namen an das Parlament zn Düte erlassen wegen des gefangenen Jakob Ternault von G