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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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Mai 1591.

und rufen daher den Schuz der drei Städte an. Hierauf wird auf Gefallen hin der Obern eine Abordnungan den Bischof beschlossen, bei der auch Gesandte von Biel sein sollen. Sobald Frcibnrg »nd Solothnrn ih^Zustimmung erthcilt haben werden, wird Bern den Bischof von diesem Borhaben in Kenntniß sezen und >h"um Bestimmung von Tag und Ort zur Anhörung der Gesandten ersuchen. Die Bieler Depntirten wollendiesen Beschluß nicht eintreten, da ihre Jnstrnction sie dazu nicht bevollmächtige und zudem in Biel ka">"Jemand zu finden sein dürfte, der sich zu dieser Gesandtschaft gebrauchen ließe. Jndeß wollen sie densclbe"im Abschied an ihre Obern bringen, die dann den drei Städten ihre» Entschluß zukommen lassen werde"'Bei dieser Sachlage wird der Gegenstand in den Abschied genommen.

17».

Conferenz der VII katholischen Orte.

Lucern 1591. 21. Mai.

TtaatSarcfttv Lueern. Lucerner Abschiede <4. 17V. Allfl. Abschiede 46l!464.

Gesandte: Lucern. Ludwig Pfyffer, Ritter, Schultheiß; Ulrich Dnlliker, Venner; Niklaus K""^'Niklaus Schumacher, alle des Raths. Ur i. Hans Jakob Troger, Ritter, Landammann; VogtSchick, des Raths. Schwyz. Jost Schilter, Landainmann; Rudolf Reding, Ritter, alt-LandanimanNPannerherr. Unterwalden. Wolfgang Schönenbühl, Landammann, von Obwalden; Melchior Lnssi, NittelLandammann, von Nidwalden. Zug. Hauptmann Hieronymus Heinrich, des Raths. Freibnrg. J"^Meyer, Bürgermeister und des Raths. Solothnrn. Hans Jakob zum Staat, Stadtschreiber.

»». Veranlassung zur Ausschreibung dieses Tages waren die beunruhigenden Verhältnisse, die beinaheder ganzen Christenheit sich zeigen, und damit die VII katholischen Orte in vertrauter Unterredung sichbaren und enger verbinden. Zuerst handelt es sich nun darum, Solothnrn zu antworten auf dessen Zuseht'worin es die katholischen Orte von der Bewilligung des vom Papst begehrten Aufbruchs abgemahnt hat.wird nun dem Stadtschreiber vom Staat mündliche Antwort ertheilt und dabei die Hoffnung ansgcspr"^'Solothnrn werde sich damit zufrieden geben. In Hinsicht ans die trübseligen Zeiten erinnert man sichseitig an brüderliches und festes Zusammenhalten und getreues Aufsehen, auch daß man einander fleißigetwa Vorfallendem berichte und daß man Schmähungen und Verdächtigungen nicht dulden, sondern best""^wolle. I». Die durch Petermann von Grißach überbrachte Zuschrift des Herrn von Sillery, vom 8.worin derselbe vor voreiligen Entschlüssen und vor Unterstüznng der Feinde des Königs warnt, wird ""Verdankung in den Abschied genommen. «?. Ein Schreiben des Herzogs von'Parma in Betreff des imtcrh"Basel verübten Raubes wird Basel mitgetheilt. «I. Da ein Bnchdrnker zu Basel für die katholische" ^katholische Bücher gcdrukt hat, die von dessen Gläubigern mit Beschlag belegt worden sind, wird a" ^geschrieben, es möchte den katholischen Orten zu lieb dafür sorgen, daß diese Bücher ans nächste Jahrrech""^nach Bade» gebracht werden, damit man sie verkaufen und den Erlös den Gläubigern verabfolge"v. (S. u. Lauis). t. An den Papst, an den Erzbischof zu Moyland, an den Gardehauptman» z"und an den Prvcnrator zu Mayland, Ambros Fornero, werden Zuschriften erlassen in Betreff der im ^gium zu Mayland stndirenden Jünglinge. Dem Cardinal von Ems wird für seine Anerbietnnge"mit der Bitte, daß das Seminarinm zn Constanz nach seinem Vorschlag errichtet werden möchte. H ^