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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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April 1591,

und des Raths. Schwyz. Jost Schilter, Landammann; Werner Pfyl, alt-Landamniann. Unterwalde»-Johann Roßacher, Landaminann, von Obwalden; Oberst Melchior Lnssi, Ritter, Landaminann, und Joh»»"Wascr, Ritter, alt-Landammann und Pannerherr, von Nidwalden. Zug. Hans Trinklcr, des Raths.

tt. Landaminann Lnssi erstattet Bericht über den Erfolg seiner Sendung nach Rom: Obschon dersich nicht für verpflichtet halte, Zahlungen zu leisten, die weder seine Vorgänger noch er versprochen, soer sich doch ans seine ernstliche Bittedahin begeben," daß er seinen Einfluß anwenden werde, damit d»Stände, sobald ein rechtgläubiger König in Frankreich erwählt sei, die gemäß Vereitlung mit König HeiM'^verheißenen 300,000 Kronen jährlich bezahlen werden, daß aber die Orte, welche am gegenwärtigen Aufbuknicht Theil nehme» oder gar den König von Navarra begünstigen, davon ausgeschlossen sein sollen. Überdieshabe der Papst ihm aufgetragen, den katholischen Orten seine väterliche, wohlwollende Gesinnung kund >1"thnn. Lucern wird nun beauftragt, im Rainen der katholischen Orte Seiner Heiligkeit zu antworten »»^zugleich an den Cardinal und an den Grafen Sfondrati sowie an den Gardehanptmann zu schreiben und de»'selben für ihre vielfältige Arbeit zu danken. I». Der spanische Ambassador, Pompejns della Croce, eröfs»^iin Namen deS päpstlichen Nuntius, Cardinals Paravicini: Er finde sich veranlaßt, die katholischen Orteden Verhalt der Sache, die er schon auf den Tagen zu Zug und Lucern in Anregung gebracht habe, grü»d'zu behelligen, damit sie in den Stand gesezt werden, einen dem Vaterland zur Ehre und zum Nnzen gereich^den Beschluß fassen zu können. Es haben nämlich schon viele Personen, welche auf die Bekehrung des>»3von Navarra gewartet, sich endlich überzeugt, daß er in seiner Hartnäkigkeitder Lnttery" verharre; übrige»^sei von demselben nichts Anderes zu erwarten gewesen alseine Verantwortung und Zulassung", daß ^Jeder glaube, was er wolle. Der Papst wünsche nichts so sehr, als die Erhaltung der katholischen Rel'ö'^in Frankreich; der ganzen Christenheit und insbesondere den katholischen Orten der Eidgenossenschaft >»»»daran gelegen sein; daher habe sich Seine Heiligkeit entschlossen, damit man zur Erwählnng eines christl'^Königs, eines gcbornen Franzosen gelange, mit aller seiner Macht und Hülfe dieses zu befördern n»ddeßhalb seinen nächsten Vetter mit 1000 italienischen Pferden und 2000 Fnßknechtcn und habe nochkatholische Eidgenossen anerboten. Die katholischen Orte möchten es als eine Ehrensache ansehen, nicht z»^zu bleiben, damit nicht inzwischen andere Nationen ihre Hülfe zur Erhaltung der Religion darbieten «»dNnzen genießen; denn sie müssen wissen, daß nicht allein jene, welche bei diesem Feldzng sich betheiligen, dez»^werden, sondern daß es sich bei Erwählung des Königs zeigen werde, daß derselbe nicht nur sich, sonder»Krone mit sich verpflichten werde, alle Pensionen und alten Ausstände zu bezahlen, wozu übrigens zu verhcSeine Heiligkeit all' ihren Einfluß und Ernst aufbieten werde. Zwar suchen Viele der Sache Hinder»^^den Weg zu legen, und diese stehen offenbar mit des Königs von Navarra Anwälten in Verbindung, aberZukunft werde die Wahrheit an den Tag bringen. Er bitte nun um einen willfährigen Entschluß. ^Vortrag sowie eine vom spanischen Ambassador überbrachte Zuschrift desHerzogs" von Mayland10. April) werden in den Abschied genommen, r. Die Frage, ob jene Knechte, welche zu Paris ihrein der Roth verlassen hatten, bezahlt oder aber nach Verdienen bestraft werden sollen, wird ncl instruo»genommen. «I. Über den Anzug betreffs der Friedenshandlnng in Frankreich und ob man den an dietischen Bnndesfürsten und anden von Navarra" entworfenen Schreiben die Zustimmung ertheilen wolle, ^man sich vor der Hand nicht entschließen, bis die Angelegenheit des päpstlichen Aufbruchs entschiede»

Die Herzogin von Savoyen wird an Bezahlung der verfallenen Pensionen erinnert.

Da« Schwpzcr Exemplar datirt vom 17. April. Der Gesandte von Zug nur im Obwaldner Exemplar.